Sehr geehrte Damen und Herren

Im Namen der Stadt Schaffhausen freue ich mich sehr, Sie heute hier in unserer schönen Konzertkirche St. Johann zur Eröffnung des 27. Internationalen Bachfestes begrüssen zu dürfen.

Ein besonderer Gruss geht an unsere Ehrengäste, nämlich an

Frau Nationalrätin Martina Munz
Herrn Nationalrat Thomas Hurter
Herren Ständeräte Hannes Germann und Thomas Minder
Herrn Regierungspräsident Christian Amsler
Frau Regierungsrätin Cornelia Stamm Hurter
Herrn Regierungsrat Ernst Landolt
Herrn Grossstadtratspräsident Rainer Schmidig
Herrn Bernd Häusler, Oberbürgermeister von Singen
Herrn Anders Stokholm, Stadtpräsident von Frauenfeld
Herrn Stephan Rawyler, Gemeindepräsident von Neuhausen am Rheinfall
sowie an meinen Stadtratskollegen Raphael Rohner.
Und ich begrüsse auch die geladenen Gäste aus Industrie und Gewerbe unter uns.

Ich bin stolz darauf, dass sich unsere Stadt mit diesem alle zwei Jahre stattfindenden Festival den Musikliebhabern aus ganz Europa von ihrer besten Seite präsentieren kann.
Und ich versichere Ihnen, dass wir auch mit der diesjährigen Ausgabe wieder hochkarätige Konzerterlebnisse bieten werden. Es sind gleich deren 11.

Bach verwandelt“ – so lautet das diesjährige Motto des internationalen Bachfests.
Dieses Motto passt bestens zum historischen Kontext, in welchem das Festival entstanden ist.
Als es 1946 von Stadtpräsident Walter Bringolf zusammen mit der Bachgesellschaft als erste grenzüberschreitende Kulturveranstaltung der Schweiz nach dem 2. Weltkrieg ins Leben gerufen wurde, stand Europa vor einer grossen Veränderung, einem grossen Wandel.
Aus den Trümmern des Krieges entwickelte sich das Erfolgsmodell des demokratischen und sozialen Rechtsstaats, das uns in den vergangenen Jahrzehnten Frieden und Wohlstand gebracht hat.

Sehr geehrte Gäste
Bei der einmaligen Musik von Johann Sebastian Bach sprechen wir gerne von einem ewig aktuellen Werk.
Ist das nun ein Widerspruch zu unserem Festivalmotto?
Schliesslich hat der deutsche Politiker August Bebel im 19. Jahrhundert einmal formuliert:
Nichts ist ewig, weder in der Natur noch im Menschenleben, ewig ist nur der Wechsel, die Veränderung.

Der Widerspruch kann aufgelöst werden, denn auch die Musik von Bach hat sich mit der Zeit immer wieder ge- und verwandelt, indem sie von Musikern zeitgemäss neu interpretiert wurde oder indem sie Komponisten zu Neuem inspiriert hat.
Das bildet sich auch im reichhaltigen Programm des diesjährigen Bachfestes ab, so unter anderem mit den zwei Uraufführungen der Schaffhauser Komponisten Helena Winkelmann und Silvan Loher oder auch mit dem spannenden Auftritt des internationalen SIGNUM Saxophone Quartets.

Musik kann aber nicht nur Wandel und Veränderung zum Ausdruck bringen.
Sie kann auch Halt geben, besonders in einer Zeit, in der sich alles um uns herum immer schneller verändert.
Das wird in den fünf Kantatengottesdiensten des Festivals thematisiert, wo es um die Verwandlung des Menschen zu einem besseren Dasein gehen wird.

Jetzt möchte ich mich noch im Namen der Stadt bedanken:

  • Ein grosser Dank geht an die Internationale Bachgesellschaft, welche für diesen tollen Anlass zusammen mit der Stadt Schaffhausen verantwortlich zeichnet.
    Stellvertretend erwähne ich hier den Vorstand unter dem Co-Präsidium von Christoph Froehlich und Andreas Bohrer-Peyer sowie die kompetente Programmkommission, die wieder ein attraktives Programm mit herausragenden internationalen Interpreten zusammengestellt
  • Ein herzlicher Dank geht an die vielen treuen Sponsoren, die diesen grossartigen Kulturanlass überhaupt erst möglich machen.
    Als Hauptsponsoren fungieren die Schaffhauser Kantonalbank, die Patronatsgeberin des heutigen Eröffnungskonzertes, sowie die Gemeinnützige Stiftung der SIG.
  • Und last but not least danke ich unserem städtischen Kulturchef Jens Lampater.
    Er trägt die Hauptverantwortung für die Organisation dieses Festivals und hat mit seinem Team einen riesigen Einsatz geleistet, damit Sie liebe Gäste, bei uns fünf wunderbare Konzerttage geniessen können.

Und zum Schluss nochmals zurück zum Motto des Bachfests mit Bezugnahme auf das wunderbare Design unseres diesjährigen Programmhefts: Veränderung und Wandel machen vielen Menschen Angst.
Dass daraus aber auch Positives entstehen kann, hat schon Lao-Tse, ein chinesischer Philosoph des 6. Jahrhunderts, einmal treffend wie folgt formuliert: „Was die Raupe das Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt einen Schmetterling.“

Nun wünsche ich Ihnen, geschätzte Gäste, ein in bester Erinnerung bleibendes Konzerterlebnis mit dem Concerto Copenhagen unter der Leitung von Lars Ulrik Mortensen und erkläre das 27. Internationale Bachfest als eröffnet.