Alle Jahre wieder – mit dem Frühling kommt die Show!

Obwohl dieser Winter in unserer Region nicht sehr lange und intensiv war, freut man sich doch sehr über die ersten Frühlingsboten in der Natur. Die Bäume werden grün, Blumen und Bärlauch wachsen wie wild und die ganze Natur erwacht aus dem Winterschlaf. Mit den wärmeren Temperaturen zieht es uns wieder nach draussen, auf die Terrassen und Balkone, in die Gärten und auf die Wiesen, in unsere wunderbaren Wälder und ans Wasser. Dies alles sind wiederum Zeichen dafür, dass – wie jedes Jahr – die Frühlingsshow im Herblingertal vor der Türe steht.

 Mit 70 regionalen Ausstellern, die ihr Angebot im Herblingertal präsentieren werden, ist ein neuer Rekord erreicht. Da ist Abwechslung und Unterhaltung garantiert! Erstmals ist das neu eröffnete Fussball-Stadion Lipo-Park in das Festgelände integriert. Nutzen Sie die Gelegenheit und schauen Sie den Fussballern beim Training zu oder ergattern Sie sich ein Autogramm Ihres Lieblingsspielers.

Zwei grosse Sondershows des Schaffhauser Bauernverbandes und der ASTAG werden sicher viele Besucher anziehen. Dort können die Besucherinnen und Besucher sich selber ans Steuer setzen und einen LKW auf einer Wippe ins Gleichgewicht bringen. Beim Schaffhauser Bauernverband wird unter anderem das beste Schaffhuuser Puurebrot“ prämiert und auch die Kinder kommen mit einer Strohburg, mit Tretttraktoren und vielem mehr auf ihre Rechnung.

Ich danke Guido Stauber als Organisator der Frühlingsshow Herblingen ganz herzlich für sein grosses und jahrelanges Engagement. Der Dank gilt aber auch allen Ausstellern und den unzähligen Helfern, ohne deren wertvollem Einsatz die Frühlingsshow nicht wäre, was sie ist: Ein spannender Ort, wo man sich trifft und ein paar unbeschwerte Stunden verbringen kann.

Ich wünsche den Ausstellern eine erfolgreiche Frühlingsshow und Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher, viel Spass beim Entdecken von unzähligen Angeboten und Attraktionen.

 

Ein Weiher für Frösche und Molche


Bild Selwyn Hoffmann

Der Schaffhauser Stadtpräsident Peter Neukomm freut sich über das Renaturierungsprojekt am Rheinufer im Schaarenwald.

Im Rahmen der Renaturierungsarbeiten an den Rheinufern fand gestern der Spatenstich für einen ­Amphibienweiher am «Bruggechopf» im Schaarenwald statt. Angelegt wird der Weiher von SH-Power. Grosse Bekanntheit hat das Projekt vergangenes Jahr erlangt, als der Film «Die Rheinmacher» ins Kino kam und rund 6000 Zuschauer anlockte. Lorenz Koch, Geschäftsführer des Kinepolis, verzichtete damals auf die Einnahmen. Mit dem Gewinn wird jetzt der Amphibienweiher am «Bruggechopf» finanziert.

Am Spatenstich sprachen neben dem Schaffhauser Stadtpräsidenten Peter Neukomm und der Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag auch die «Rheinmacher» Walter Vogelsanger und Peter Hunziker sowie Lorenz Koch. Sie alle freuen sich, dass das ­Renaturierungsprojekt so erfolgreich ist. Ausserdem wurde die ausser­ordentlich gute interkantonale Zusammenarbeit gelobt. «Es ist wohl das erste Mal, dass ein solches Projekt durch ­Kinoeinnahmen finanziert wird», meinte Neukomm.

Kostenpunkt: 30 000 Franken

Der Weiher wird etwa 30 000 Franken kosten, ungefähr 25 Meter lang und 12 Meter breit sein, wie Peter Hunziker, Projektleiter Ufergestaltung bei SH-Power, sagte. Nebst dem Weiher wird auch ein Rückzugsbiotop für Fische ­angelegt. Herbert Billing, Ressort­leiter Naturschutz im Schaffhauser ­Planungsamt, hofft, dass Springfrösche ihren Weg in den Weiher finden werden. «Diese sind selten auf der Alpennordseite», so der Amphibienspezialist. Weitere Arten wie etwa Laubfrosch und Molch sind auch willkommen.

Ein Chef mit ökologischem Antrieb


Hagen Pöhnert heisst der neue Direktor der Städtischen Werke. Der Elektro- ingenieur ist aktuell Direktor des Elektrizitäts- und Wasserwerks in Buchs (SG). Pöhnert tritt die Nachfolge von Herbert E. Bolli an, der Ende April 2017 in Pension geht.

51 Kandidatinnen und Kandidaten hätten sich auf das Stelleninserat gemeldet, sagte Stadtpräsident Peter Neukomm gestern im Vortragssaal von SH Power. Die Suche nach einem neuen Direktor für die Städtischen Werke sei ein anspruchsvoller Prozess gewesen. Dabei wurden die Bewerber in mehreren Stufen evaluiert, zuletzt drei Personen von einem externen Personalberatungsunternehmen auf Herz und Nieren geprüft. «Hagen Pöhnert schwang dabei klar obenaus», sagte Neukomm. Deshalb wurde er am 21. September von der Verwaltungskommission von SH Power zum neuen Direktor gewählt. «Für uns ist er ein Glücksfall», so Neukomm. Pöhnert wird seine neue Stelle am 1. April 2017 antreten.

Pöhnert hat nach dem Abitur Elek­trotechnik an der Technischen Universität in Braunschweig studiert. Später absolvierte er Nachdiplomstudien in Unternehmensführung sowie im Management erneuerbarer Energien an der Uni St. Gallen. Der Deutsche lebt seit 22 Jahren in der Schweiz und in Liechtenstein. Er ist Vater zweier erwachsener Kinder. Seit 2009 ist er Direktor des Elektrizitäts- und Wasserwerks der Stadt Buchs (SG). Zuvor war er als Institutsleiter an der Hochschule Liechtenstein tätig. Von 2001 bis 2006 leitete er als Generaldirektor die Liechtensteinischen Kraftwerke in Schaan. «Wir sind überzeugt, dass er das nötige Rüstzeug für den anspruchsvollen Job mitbringt», sagte Neukomm.

Mit seinem Stellenantritt plant Pöhnert auch einen Umzug nach Schaffhausen. «Ich will vor Ort sein, um das Unternehmen zu repräsentieren», sagte er. Der Zeitpunkt für einen Wechsel in der Unternehmensspitze sei ideal: Einerseits wird bald eine neue Strategie von SH Power erarbeitet. Andererseits müssen in den nächsten Jahren gleich drei von fünf Geschäftsleitungsmitglieder altershalber ersetzt werden. «Das ist eine Riesenchance», sagte Pöhnert. Einen Schwerpunkt möchte er bei den ökologischen Fragen setzen. «In die Nachhaltigkeit werde ich viel Energie reinstecken», kündigte er an.

Katrin Bernath bekommt das Baureferat

Mit einem Auge hatte Raphaël Rohner schon vor vier Jahren aufs Bildungsreferat geblickt. Jetzt, nach dem Abgang von Urs Hunziker, kann er seine Wunschabteilung übernehmen und den Bau an die neue Kollegin Katrin Bernath abgeben.

Der Schaffhauser Stadtrat in der Zusammensetzung ab 2017: Daniel Preisig (SVP), Simon Stocker (AL, Vizepräsident), Stadtpräsident Peter Neukomm (SP), Raphaël Rohner (FDP) und die neue Stadträtin Katrin Bernath (GLP). Bild Selwyn Hoffmann

Bei den Schaffhauser Stadtratswahlen vor zwei Wochen hat es nur einen einzigen Wechsel gegeben, trotzdem erhalten jetzt gleich zwei Abteilungen neue Chefs. FDP-Stadtrat Raphaël Rohner, bisher für den Bau zuständig, übernimmt vom abtretenden Parteikollegen Urs Hunziker die Verantwortung für Bildung und Kultur, die neue Stadträtin Katrin Bernath (GLP) erhält den Bau. Stadtpräsident Peter Neukomm (SP; Präsidialreferat), Finanzchef Daniel Preisig (SVP) und Sozial- und Sicherheitsreferent ­Simon Stocker (AL) behalten ihre Zuständigkeiten. Stocker wird zudem ­Vizepräsident. Dies hat die Stadt- regierung gestern Nachmittag an einer Medienkonferenz mitgeteilt. Insgesamt stehe die Stadtregierung unter dem Motto der Kontinuität, sagte Neukomm. Dies sei wichtig, weil grosse Aufgaben anstünden.

Rohner begründete seinen Wechsel damit, dass er schon bei seiner Wahl 2012 mit einem Auge auf das Bildungsreferat geschaut habe. «Ich war ja 14 Jahre Sekretär des kantonalen Erziehungsdepartements», sagte er. Zudem habe er in der Erziehungsdirektorenkonferenz wichtige Aufgaben innegehabt und sei drei Jahre im Stadtschulrat gewesen. Und, weil in seinem neuen Departement auch der Bereich Kultur verankert ist: «Ich war während Jahren Stellvertreter von Roland Hofer als Kulturbeauftragter des Kantons.» Rohner betonte, dass er das Baureferat in einem guten Zustand übergebe. «Ich würde nicht wechseln, wenn das Baureferat organisatorisch, personell und führungsmässig nicht gut aufgestellt wäre.» Neu-Stadträtin Bernath sagte, dass sie sich sehr auf ihre neuen Aufgaben freue. Beim Bau gehe es um Stadtgestaltung, Themen seien etwa das Stadthausgeviert, die Kammgarn West, ein Grün- und Freiraumkonzept und nicht zuletzt die innere Verdichtung.

Kantonsrat: Motivation ungleich
Während die neuen Stadträte ihre Wahl in die städtische Regierung hinter sich haben, steht allen fünf ein weiterer Wahlgang noch ins Haus: Sie kandidieren auch für das Kantonsparlament. «Es ist wichtig, dass die Stadt angemessen im Kantonsrat vertreten ist, dies umso mehr, als im neuen Regierungsrat kein einziger Vertreter aus der Stadt Schaffhausen mehr sitzt», sagte Stadtpräsident Neukomm, der als Bisheriger kandidiert.

Ob alle Stadträte bei einer Wahl in den Kantonsrat ihr Amt tatsächlich antreten würden, ist aber nicht sicher. Während Neukomm, Rohner und Prei-sig («meine Kandidatur ist ernsthaft») bei einer Wahl mit Bestimmtheit ins kantonale Parlament einziehen, geben sich Bernath und Stocker zurückhaltender. Bernath kann sich vorstellen, auf den Sitz zu verzichten, wenn jemand auf der gleichen Liste fast gleich viele Stimmen wie sie erhält. AL-Mann Stocker wiederum sagt, er sei bloss ein Listenfüller: «Ich werde gar nicht gewählt.»

Sie drückten dem Kantonsrat den Stempel auf

Eingängige Voten, kontroverse Vorstösse und ja, ein gewisser Unterhaltungswert: Das zeichnet gewiefte Parlamentarier aus. Neun von ihnen prägen das Geschehen im Schaffhauser Kantonsrat.


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