Ein Grossanlass nimmt Formen an

Bildlegende: Das OK der Hallenradsport-Junioren-EM 2022 in Schaffhausen beim Kick- off-Meeting: Stefan Schärer, Seraina Waibel, Stephanie Marino, Nathalie und Sahra Walter, Irina Zehnder (hinten v. l.); Rouven Ackermann, Robin Stahel, Claudio Fedi, Peter Neukomm und Ruedi Walter (vorne v. l.).

Schaffhauser Nachrichten vom 07.04.2021

Europa zu Gast in der Munotstadt. Am 27. und 28. Mai 2022 treffen sich die besten Junioren und Juniorinnen der beiden Sportarten Kunstrad und Radball in der BBC-Arena, um die jeweiligen Europameister zu küren.

HALLENRADSPORT. Die Vorbereitungen für die Nachwuchs-Kunstrad- und Radball-EM laufen trotz der aktuell immer noch anhaltenden Coronapandemie bereits auf Hochtouren, wie das Organisationskomitee dieser Tage mitteilte. Das Kickoff-Meeting zur Junioren-EM 2022 in der Schaffhauser BBC-Arena hatte bereits am 27. Juni 2020 stattgefunden. Das OK setzt sich aus dem Vorstand des Vereins «Freie Radler vom Klettgau Löhningen», ehemalig aktiven Kunstradfahrern aus der Region und Hallenradsportfreunden zusammen. «Als OK-Präsidenten konnten wir Peter Neukomm, den aktuellen Schaffhauser Stadtratspräsidenten und einen ehemaligen Löhninger Einwohner sowie früheres Vereinsmitglied der Radler gewinnen», schrieb das OK zum Kickoff-Meeting. Ziel dieser ersten Sitzung war ein gegenseitiges Kennenlernen und die Aufgaben der jeweiligen OK-Mitglieder zu besprechen und zu definieren.

Inzwischen sind die Vorbereitungsarbeiten aber schon sehr viel weiter. Dass dem OK mit Peter Neukomm als Präsident niemand Geringerer als der Schaffhauser Stadtpräsident zur Verfügung steht – er wohnte früher in Löhningen und hat durch die Familie einen engen ­Bezug zum Klettgau – ist sicherlich ein grosses Plus für den Grossanlass. Auch sportspezifisch kann das Organisationskomitee auf viel Erfahrung zurückgreifen. Zusammengezählt kommt das OK auf 19 Europameisterschaftsteilnahmen. Der austragende Verein – die freien Radler vom Klettgau Löhningen – haben in den letzten 10 Jahren bereits erfolgreiche Kunstradfahrerinnen an die Weltspitze gebracht. Mit Sahra und Nathalie Walter und Irina Christinger sind gleich drei einheimische Medaillengewinnerinnen von früheren Junioren-Europameisterschaften im Organisationskomitee vertreten. «Unser Ziel ist, dem lokalen Nachwuchs genauso schöne Erlebnisse schaffen zu können, wie wir es zu unserer Zeit erleben durften», meint Sahra Walter, die Vizepräsidentin des Anlasses.

Akrobatische Höchstleistungen

Turnen auf dem Rad – kurz erklärt ist das Kunstradfahren. Tricks, wie beispielsweise auf dem Sattel stehen, im Handstand auf dem Rad oder nur auf dem Hinterrad fahren, werden in einer fünfminütigen Kür gezeigt. Jeder dieser Tricks gibt eine gewisse Punktzahl. Für unsicheres Ausführen der Übung, die vorgängig eingereicht wird, werden Punkte abgezogen. Wer von den Kampfrichtern die meisten Punkte erhält, der gewinnt.

Radball: Spannung auf zwei Rädern

Die zweite Sportart innerhalb des Hallenradsports ist neben dem Kunstradfahren Radball. In Zweier-Teams wird im Radball gegeneinander auf relativ hohe, aber nicht sehr breite Tore gespielt. Der Ball wird mit dem Rad gespielt, in der Regel mit dem Vorder- rad. Mit dem Fuss darf der Ball allerdings nicht geschossen werden. Die Spieler müssen nämlich immer auf dem Fahrrad bleiben. Spannende und attraktive Spiele sind vorprogrammiert.

Das Organisationskomitee der Junioren-Europameisterschaften freut sich bereits jetzt auf einen unvergesslichen Sportanlass im Jahr 2022 mit einer dannzumal hoffentlich vollen BBC-Arena. (pd./hcs.)

Vorsätze für 2021?

Regionalsport Dezember 2020, S. 4

Erwin Gloor fühlt pneu auf den Zahn

Langläufer leben länger!

Regierungsrat Christian Amsler und Stadtpräsident Peter Neukomm überbringen der Langlaufwandergruppe SH die Gratulationen von Kanton und Stadt zum 50 Jahre Jubiläum
Regierungsrat Christian Amsler und Stadtpräsident Peter Neukomm überbringen der Langlaufwandergruppe SH die Gratulationen von Kanton und Stadt zum 50 Jahre Jubiläum (Foto: SN/Reinhard Stanke)

Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Markus, sehr geehrter Herr Regierungsrat, lieber Christian, liebe Sportlerinnen und Sportler, verehrte Gäste

Ihr Präsident Markus Brütsch, den ich persönlich ausserordentlich schätze, hat mich bereits vor Monaten angefragt, ob ich als «sportbegeisterter Stadtpräsident» am heutigen Jubiläumsanlass ein paar Worte an Sie richten würde.
Natürlich mache ich das sehr gerne und überbringe der LWS die besten Wünsche des Stadtrats zum tollen Jubiläum.
Es freut mich als Präsident einer Stadt, in der Sport grossgeschrieben wird, wenn möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner Freude daran haben, sich in der Natur fit zu halten. Und wir haben ja bei uns – gerade auch in der Stadt – eine grossartige Natur und Lebensqualität – übrigens unser wichtigster Trumpf im Standortwettbewerb.
Auch die LWS trägt als Verein zu den Qualitäten unserer Stadt und Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort bei. Mit ihrer polysportiven Vereinstätigkeit leistet sie einerseits einen wichtigen Beitrag zur Volksgesundheit.
Sofern es im Winter auf dem Randen Schnee gibt, sorgt sie dank ihren freiwilligen Helferinnen und Helfern und einem modernen Maschinenpark dafür, dass es direkt vor unserer Haustüre möglich ist, dem Langlaufsport zu frönen. An diese wertvolle Arbeit, leistet die Stadt jährlich einen kleinen Beitrag.
Und mit ihren sportlichen Anlässen schafft die LWS – nicht nur für Langläuferinnen und Langläufer – attraktive Gelegenheiten, sich im Sport zu messen.
Darüber hinaus leistet die LWS auch gesellschaftlich wertvolle Arbeit:
Aus dem Vorwort von Hansjörg Wahrenberger und dem Interview mit Gründungs- und Ehrenmitglied Otto Wetter in der Jubiläumsausgabe der «schmalen Post» kommt klar zum Ausdruck, dass den Vereinsverantwortlichen der kameradschaftliche Zusammenhalt und die Geselligkeit sehr wichtig sind. Damit bietet die LWS ihren sport- und naturbegeisterten Mitgliedern seit 50 Jahren ein wichtiges Gefäss für den zwischenmenschlichen Austausch. Eine Leistung, die nicht selbstverständlich ist, gerade in der heutigen Zeit. Das verdient die Wertschätzung der politischen Behörden und wird durch einen Vers von Ringelnatz auf den Punkt gebracht, der heisst: «Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine, kürzt die öde Zeit, und er schützt uns durch Vereine, vor der Einsamkeit».
Vor 50 Jahren wurde die Langlaufgruppe Schaffhausen, die LWS, von ein paar angefressenen Langläufern ins Leben gerufen und seit 50 Jahren ist die LWS eine Erfolgsgeschichte für Jung und Alt, für Freizeit- und Spitzensportler.
Und wenn ich sehe, wer sich alles im und für den LWS eingesetzt hat und heute einsetzt, müssen wir keine Angst um die Zukunft des Vereins haben.
Da werden wohl vorher die Folgen des Klimawandels den Langlaufsport in unseren Breitengraden grundsätzlich in Frage stellen…
Weil ich den Auftrag Ihres Präsidenten, ein kurzes Grusswort an Sie zu richten, ernst nehme, schliesse ich hier meine Ausführungen, ohne nicht noch einmal der LWS im Namen der Stadt ganz herzlich zum Jubiläum zu gratulieren.
Zu Gratulieren gilt es vor allem den früheren und den aktiven Funktionären, den Menschen, die seit 50 Jahren Verantwortung übernommen haben und übernehmen, indem sie sich in Fronarbeit, aber mit viel Herzblut für andere Menschen einsetzen. Sie sind das wichtigste Kapital des Vereins. Ihnen muss man Sorge tragen. Sie verdienen unseren Respekt und unsere Anerkennung.
Liebe LWSler und LWSlerinnen
Ich wünsche dem Langlaufsport in Schaffhausen und uns allen für die kommenden Jahre Winter mit viel Schnee auf dem Randen und der LWS von Herzen weiterhin viel Erfolg, der sich in zahlreichen motivierten Sportlerinnen und Sportler und in vielen Vereinsmitgliedern manifestiert.
Gerne stosse ich nun mit Ihnen auf die vergangenen und die kommenden 50 Jahre LWS an, ganz nach dem Motto: «Langläufer leben länger».

Eröffnung der kantonalen Tennismeisterschaften beim TTC Niklausen

Bei besten Bedingungen sind gestern Abend die Schaffhauser Tennismeisterschaften (SHTM) im Tennisclub Niklausen losgegangen. Der Wettergott hatte es wirklich gut gemeint mit den Tennis­cracks, die am Eröffnungsabend bereits im Einsatz standen, aber auch mit den Organisatoren des TC Niklausen, die an diesem lauen Sommerabend viele Gäste zum Sponsorenapéro begrüssten. OK-Präsident Werner Oechslin war bestens gelaunt und freute sich besonders, dass auch Stadtpräsident Peter Neukomm – wie er auch Tennisspieler – den Weg auf die Anlage gefunden hatte, die der TC Niklausen von der Stadt im Baurecht erhielt. «Das ist wirklich wunderschön hier und erst noch auf städtischem Boden», meinte Neukomm, der seit fast 30 Jahren selbst Tennis spielt, als Präsident der Sportstadt Schaffhausen – allerdings im TC Cholfirst. Nach dem Karrierenende als Volleyballer habe er vor allem Tennis gespielt. Der Terminkalender lasse allerdings keine Teilnahme an den Meisterschaften zu. «Als ich hierhergekommen bin, hat es mich angemacht, wieder mal zu spielen und mit Werner Oechslin auf dem Platz zu stehen.»

Text: H.C. Steinemann