Stadtrat begrüsst Transparenz bei Beteiligungen

Mit Datum vom 5. Juni 2018 hat Grossstadtrat Michael Mundt ein Postulat eingereicht, in welchem er eine andere Zuteilung von Beteiligungen in der städtischen Rechnung vorschlägt.

Er fokussiert dabei auf

  • die städtische Beteiligung an der KWS AG
  • die Beteiligung der SH POWER an der Sasag AG
  • die Anteilscheine von SH POWER an der IG Kammgarn sowie auf
  • die Beteiligungen von SH POWER aus dem 25-Millionen Rahmenkredit.

Er verlangt Zuweisung der Beteiligungen nach dem Kriterium der «wirtschaftlichen Verflechtung» und fordert mehr Transparenz für die Beteiligungen in der städtischen Rechnungslegung.

Vorweg eine Bemerkung zur Forderung des Postulenten: Mit einem Postulat wird der Stadtrat beauftragt, etwas zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten. Ein Postulat kann keine direkte Handlungsanweisung an den Stadtrat sein. Insofern ist der Postulatstext nicht ganz konform zur Geschäftsordnung (Art. 56). Da das aber als Bitte formuliert ist, gehen wir davon aus, dass der Postulent sinngemäss einen Bericht des Stadtrats zu seinem Ersuchen erwartet. Dem kommen wir in «vorauseilendem Gehorsam» hiermit nach, weshalb die Beantwortung etwas ausführlicher ausfallen wird, als üblich.

  1. Gründe für die Zuweisung von Beteiligungen

Für die Beurteilung dieses Postulats ist es vorab wichtig zu verstehen, dass man Beteiligungen nicht einfach der Darstellung wegen zwischen den Rechnungen von Stadt und Betrieben verschieben kann und soll.

Welcher Rechnung eine Beteiligung zugeteilt ist, hängt davon ab, von wem bzw. zulasten welcher Rechnung die Beteiligung eingegangen wurde, d.h. aus welcher Investitionsrechnung die Beteiligung erworben worden ist. Demzufolge werden einzelne Beteiligungen, welche SH POWER zuzuordnen sind, als Finanzanlagen in der konsolidierten Bilanz, z.B. der Stromversorgung Stadt Schaffhausen aufgeführt. Dazu gehören die Beteiligungen an der Etawatt AG, der Swisspower AG, der Hegauwind GmbH und der Sasag AG.

Bei der Änderung einer Zuweisung einer Beteiligung muss ein Übertrag aus der einen Rechnung in die andere erfolgen, was zum gleichen buchhalterischen Effekt führt wie ein Kauf bzw. Verkauf.

Soll beispielsweise eine Umteilung der Beteiligung an der Sasag AG von der Rechnung von SH POWER in die Rechnung der Stadt vorgenommen werden, muss auch die faktische Zugehörigkeit der Beteiligung neu geregelt werden, d.h. die Stadt muss SH POWER die Beteiligung «abkaufen».

Entscheidend ist, dass SH POWER eine eigene Rechnung führt und das auch unter dem Harmonisierten Rechnungslegungsmodell für die Kantone und Gemeinden (HRM2) weiterhin darf. Eine entsprechende Bewilligung des Volkswirtschaftsdepartements des Kantons vom 28. September 2018 liegt vor.

Ein Wechsel der Zugehörigkeit einer Beteiligung ist also nicht ganz trivial umzusetzen und unter anderem auch mit erheblichen Ausgaben- bzw. Einnahmefolgen in den betroffenen Rechnungen verbunden. Der Beteiligungswert der Sasag AG beläuft sich beispielsweise auf rund 26 Mio. Franken. Es braucht deshalb triftige Gründe für eine Verschiebung solcher Werte von einer Rechnung in die andere.

2.  Besteht ein Bedarf für eine solche Verschiebung der von den Postulenten erwähnten Beteiligungen?

       Hierzu stellen sich verschiedene Fragen:

  • Warum befinden sich die Beteiligungen heute dort, wo sie sind?
  • Gibt es angesichts der erheblichen Auswirkungen von solch grossen Vermögensverschiebungen Nachteile, sie auch weiterhin dort zu halten, wo sie heute sind?
  • Ist die von den Postulenten angeführte «wirtschaftliche Verflechtung» der einzige Grund für den Ort einer Zuweisung oder gibt es noch andere? 

a) Sasag AG

Dass diese Beteiligung heute in der Rechnung von SH POWER zu finden ist, geht auf bewusste Entscheide des Grossen Stadtrats und der städtischen Stimmbevölkerung zurück. In einer Volksabstimmung am 18. Mai 2003 wurde beschlossen, den städtischen Anteil an der Sasag Kabelkommunikation AG von 31% auf 46.7% zu erhöhen. Die Investition von knapp 2 Mio. Franken ging zu Lasten der Investitionsrechnung des Städtischen Elektrizitätswerks, also von SH POWER. Der Grosse Stadtrat hatte zuvor diesem Vorgehen mit 47 zu 0 Stimmen zugestimmt. Der Grund, weshalb die Beteiligung via SH POWER eingegangen wurde, lag in der wirtschaftlichen Verflechtung und in den Synergiepotenzialen.

Am 8. Juli 2003 beschloss der Stadtrat, auch die bis anhin noch von der Stadt gehaltenen 75 Aktien der sasag AG an das Elektrizitätswerk der Stadt Schaffhausen zu übertragen, was sich wiederum mit rund 2.6 Mio. Franken in der Investitionsrechnung des Elektrizitätswerks niederschlug. Auch hier folgte der Stadtrat einem Auftrag des Grossen Stadtrats.

Diese Beteiligung findet sich also in der Rechnung von SH POWER aufgrund demokratischer Entscheide von Parlament und Volk. Hauptgrund für diese Zuweisung bildete die «wirtschaftliche Verflechtung» von SH POWER mit der Sasag AG.

Genau diese Begründung stellt nun das Postulat in Frage. Der Postulent behauptet, die Berührungspunkte im operativen Bereich von SH POWER und Sasag AG seien verschwindend klein. Damit stellt er nicht nur die Entscheide von Parlament und Volk im Jahre 2003 in Frage, er negiert auch die aktuelle Ausgangslage.

Gegenüber 2003 hat die wirtschaftliche Verflechtung zwischen SH POWER und der Sasag AG nämlich eher noch zugenommen: Die beiden Unternehmen pflegen eine langjährige, enge operative Zusammenarbeit. Die Sasag AG hat ihre Räumlichkeiten im Gebäude der SH POWER, so dass beispielsweise die «kurzen Wege» bei Planungen von gemeinsamen Werkleitungsbauten (die Kabelnetze der Sasag AG werden häufig im gleichen Trasse wie die Strom- und Erdgasleitungen verlegt) beiden Unternehmen grosse Synergien bieten.

Die Verflechtung von Energie- mit Telekommunikationsnetzen (Stichwort: Netzkonvergenz) wird immer wichtiger und wird auch weiter zunehmen. Intelligente Energienetze (Smart Grids) benötigen Datenübertragungswege.

Auch im Bereich IT arbeiten die Sasag AG und SH POWER eng zusammen. Das Datencenter der Sasag AG befindet sich in der Infrastruktur von SH POWER, im Gegenzug befinden sich die redundanten IT-Systeme von SH POWER bei der Sasag AG. 

Bereits jetzt sind zukünftig bedeutende gemeinsame Projekte wie die Prüfung des Baus von Glasfasernetzen absehbar. Die Beteiligung der Stadt an der Sasag AG erweist sich hier als grosse Chance. Das wird auch in der neu überarbeiteten Eignerstrategie abgebildet.

Die Sasag AG gehört deshalb auch weiterhin bzw. heute erst recht ins «Beteiligungs-Portfolio» von SH POWER. Dies auch ganz im Sinne des Postulats, welches vor allem auf die «wirtschaftliche Verflechtung» als Kriterium für die Zuteilung einer Beteiligung zu einem Betrieb sieht.

Zuletzt noch zur Aussage, dass durch die Dividendenausschüttung der Sasag AG eine «Verfälschung der Betriebsrechnung» erfolgt.

Der Dividendenertrag der Sasag AG ist in der Spartenrechnung Strom am richtigen Ort, weil der Aktienkauf aus dieser Spartenrechnung finanziert wurde. Gemäss den Rechnungslegungsvorschriften Swiss GAAP FER müssen direkte oder indirekte Beteiligungen mit 20% bis unter 50% Stimmrechtsanteil (assoziierte Organisationen) nach der Equity-Methode bewertet und entsprechend in der Bilanz unter Beteiligungen ausgewiesen werden. Eine andere Möglichkeit des Ausweises innerhalb von SH POWER ist nicht möglich und – auch gemäss der zuständigen Revisionsgesellschaft KPMG – unter Swiss GAAP FER nicht zulässig.

Um aber dennoch für grösstmögliche Transparenz zu sorgen, wird seit 2017 die Dividendenausschüttung in der Erfolgsrechnung der Stromrechnung in der Position «Finanzertrag» explizit ausgewiesen. Zuvor wäre der Vorwurf mangelnder Transparenz noch nachvollziehbargewesen, heute ist er es aber nicht mehr.

Und SH POWER wird die Transparenz im Abschluss weiter ausbauen, indem alle Erträge aus Beteiligungen – auch diejenigen aus dem 25-Mio. Rahmenkredit – explizit ausgewiesen werden und das «operative Betriebsergebnis» ohne Beteiligungserträge noch deutlicher hervorgehoben wird. Dem berechtigten Anliegen des Postulenten nach mehr Transparenz wird hier also Rechnung getragen.

b) KWS AG

Weshalb gilt die KWS AG heute nicht als Beteiligung von SH POWER sondern der Stadt, obwohl die wirtschaftliche Verflechtung mit SH POWER offensichtlich ist?

Aufgrund des Geschäftsführungsauftrags von SH POWER für die KWS AG könnte man sicherlich von einer «wirtschaftlichen Verflechtung» sprechen. Es gibt aber noch andere Gründe, weshalb ein Vermögenswert einer Rechnung zugewiesen ist.

Im konkreten Fall hat es primär historische, aber auch sachliche Gründe. Als diese Beteiligung 1960 eingegangen wurde, gab es noch keine separate Rechnung der Betriebe. Die Beteiligung wurde deshalb durch die Stadt eingegangen, in deren Rechnung sie bis heute ausgewiesen wird.

Dass das Kraftwerk nicht eine Beteiligung von SH POWER, sondern der Stadt im übergeordneten Sinne ist, erklärt sich aber auch durch den Zweck und die Bedeutung des Kraftwerks für die Stadt.

Neben einer möglichst hohen Energiegewinnung – mit den Bezugsrechten der Stadt können 47% des städtischen Strombedarfs mit «nature made» zertifiziertem Wasserstrom gedeckt werden – diente die Anlage auch immer dem Hochwasserschutz, um Überschwemmungen der ufernahen Stadtgebiete zu verhindern.

In der Vorlage des Stadtrats an den Grossen Stadtrat vom 26. März 1957 betreffend Bau des Kraftwerks wurde ausgeführt, dass mit dem Kraftwerk die Stauhöhe neu konstant auf 390.8 Meter über Meer gehalten werden soll. Davor variierte sie erheblich und Überschwemmungen der tiefer gelegenen Quartiere der Stadt wie den Fischerhäusern oder die Unterstadt waren unvermeidlich. Mit dem Bau des Kraftwerks änderte sich das. Folgerichtig wurde in der Konzessionsverleihung durch den Bund 1960 dann auch festgelegt, dass der Wasserpegel bei der Feuerthalerbrücke das ganze Jahr über auf 390.8 Meter über Meer gehalten werden muss.

Nebst dem Hochwasserschutz bezeichnet die Vorlage auch städtebauliche Überlegungen als Gründe für den Kraftwerkbau. Das Kontrollieren des Wasserpegels ermöglichte insbesondere den Bau der Rheinuferstrasse.

Das Kraftwerk hat für die sichere Grundversorgung mit erneuerbarem Strom (Bandenergie) auch in Zukunft eine ganz elementare Bedeutung für die Stadt, für ihre Bevölkerung und Wirtschaft. Zudem ist es eben mehr als eine technische Anlage im Rhein. Es handelt sich als Nachfolge des ursprünglichen Mosderdamms, um ein historisches Bauwerk, das mit Steuergeldern und nicht mit Stromgebühren finanziert worden ist. Über das Kraftwerk definiert sich ein wichtiger Teil der neueren Geschichte unserer Stadt. Vor diesem Hintergrund erscheint die Reduktion auf die blosse «wirtschaftliche Verflechtung» als Kriterium für die Änderung der Zuweisung von der Rechnung der Stadt in diejenige von SH POWER als zu wenig gewichtig.

Zum Schluss noch kurz zu den zwei Anteilsscheinen an der IG Kammgarn in den Finanzanlagen der städtischen Werke: Diese hat SH POWER im Rahmen des Jahresabschlusses 2018 auf 1.- Franken abgeschrieben, womit diese Beteiligung heute analog der Rechnung der Stadt Schaffhausen ausgewiesen wird. Die VK der Städtischen Werke hat am 03.07.2019 beschlossen, die Anteilscheine auf die Stadt zu übertragen, weil kein triftiger Grund vorliegt, diese Beteiligung weiter bei SH POWER zu führen. Die Umteilung wird aus dem Bilanzanpassungsbericht ersichtlich sein, der Ihnen mit der Jahresrechnung 2019 unterbreitet werden wird.

3.  Mehr Transparenz

Das berechtigte Anliegen des Postulenten nach möglichst hoher Transparenz teilt der Stadtrat. Wie bereits vorstehend erwähnt gab es hierzu in jüngster Zeit und gibt es auch in den folgenden Jahresrechnungen weitere Verbesserungen und zwar für alle Beteiligungen der Städtischen Werke. In der Rechnung 2018 von SH POWER werden alle Beteiligungen – inkl. derjenigen, die aus dem 25-Mio. Rahmenkredit finanziert wurden – transparent ausgewiesen.


Ab 2019 wird dem Anliegen des Postulenten noch auf eine weitere Art entsprochen: Mit der Einführung von HRM2 wird die Rechnungslegung nämlich noch transparenter. So sieht die – durch die Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren herausgegebene – Fachempfehlung Nr. 16 vor, dass im Anhang zur Jahresrechnung ein sogenannter Beteiligungsspiegel ausgewiesen wird.


Mit dieser Neuerung wird dem wichtigen Prinzip einer transparenten Rechnungslegung Nachachtung verschafft. Sie werden eine klare, strukturierte Übersicht aller Beteiligungen erhalten, welche die Stadt über ihre eigene Rechnung oder über ihre Betriebe hält.

4.  Fazit

Beteiligungen der Stadt sollen ohne schwerwiegende Gründe nicht von der städtischen Rechnung in die Rechnung von SH POWER und umgekehrt verschoben werden, denn dies hätte erhebliche Konsequenzen.

Ob eine Beteiligung der Stadt oder einem Betrieb zugeteilt ist, richtet sich in der Regel danach, aus welcher Investitionsrechnung eine Beteiligung eingegangen wurde. Und bei der Zuweisung gewichtiger Beteiligungen waren diese Vorgänge meistens durch parlamentarische Entscheide und Volksabstimmungen legitimiert. Das gilt insbesondere für die im Postulat aufgeführten Beteiligungen an der KWS AG und der Sasag AG. Eine von diesen Volksentscheiden abweichende Umteilung dieser Beteiligungen wäre demokratiepolitisch nur verantwortbar, wenn sich die Verhältnisse seit diesen Volksabstimmungen erheblich verändert hätten und gewichtige neue Argumente für eine Umteilung dieser Beteiligungen in die Rechnung von SH POWER bzw. der Stadt vorlägen. Solche sieht der Stadtrat bei den im Postulat aufgeführten Beteiligungen zurzeit aber nicht. Eine allfällige Neuzuteilung dieser Beteiligungen wird im Rahmen der in der Eignerstrategie in Aussicht gestellten Überprüfung der Strukturen wieder anzuschauen sein, insbesondere für eine Variante Ausgliederung der Werke aus der Stadtverwaltung.

Der Stadtrat teilt das Anliegen des Postulats nach möglichst hoher Transparenz bei den städtischen Beteiligungen. Entsprechend werden diese in der Rechnung von SH POWER seit der Rechnung 2017 explizit ausgewiesen. Dieser Ausweis wurde mit der Rechnung 2018 noch verbessert. Mit der Einführung von HRM2 wird die Stadt in der Rechnung 2019 einen vollständigen und übersichtlichen Beteiligungsspiegel ausweisen. Die damit geschaffene Transparenz bei den städtischen Beteiligungen wird damit die berechtigten Anliegen des Postulates gerecht.

Gemäss Art. 56 Abs. 1 GO gibt ein Postulat dem Stadtrat einen Prüfungsauftrag. Der Stadtrat hat die vom Postulenten aufgeworfenen Fragen geprüft und nun eine ausführliche Stellungnahme geliefert. Es ist nicht ersichtlich, was eine zusätzliche Berichterstattung dazu noch bringen sollte, zumal die vom Postulenten geforderte Transparenz bei den Beteiligungen verbessert wurde und noch weiter verbessert wird.

Deshalb ersucht der Stadtrat den Postulenten, den Vorstoss in eine Interpellation umzuwandeln. Ansonsten wird beantragt, das Postulat nicht zu überweisen.

Stars Symposium – inspired by the spirit of Schaffhausen

Dear Toni Schönenberger
Dear participants of this year’s stars Switzerland symposium 2019

On behalf of the City of Schaffhausen and the Municipal Government, I would like to welcome you to this year’s stars Switzerland symposium 2019.
In recent years, stars has taken place exclusively in Stein am Rhein, so we are delighted that the City of Schaffhausen can now play its part as co-host of this exciting event.
Year in, year out, stars is a meeting place for leading experts in their fields and leaders of the future. „Expect the unexpected“ is the theme of this year’s gathering – and there is a lot of the unexpected to be discovered in the city of Schaffhausen.
For instance, would you ever have thought that the ground on which Vienna House of Switzerland stands was nothing more than a large parking lot and a stop for regional buses only a few years ago?
That was until the potential of a large site right next to the railway station was recognised and it was transformed into a new, modern quarter of the city. Here you will find not just Schaffhausen’s largest hotel, but also a variety of international businesses.
And perhaps that is also unexpected – the fact that a small city such as Schaffhausen ranks as one of the most important locations in Europe for international companies.

Just across the road, for example, you’ll find the head office of Garmin, the navigation systems specialist and a global brand.
In the building next door, you will find the European head office functions of US construction machinery manufacturer Terex, as well as US company Xylem, which specialises in water treatment plant and equipment.
And a few metres further along, you will come to Unilever’s Supply Chain Headquarters – to name only a few of the many international businesses located here.

Perhaps a little less unexpected is that the global luxury watch brand IWC Schaffhausen is based here in the city and some of you may have walked past its main building during your tour of the city.

A well-known musician from Schaffhausen once sang a song about Schaffhausen being just a little town whose name never appears on a globe.
That may well be the case if you take it literally, but in spite of our modest size, we have made our name as one of the preferred locations for international businesses and a place with a vibrant, modern industrial base.

I hope you will have the opportunity to get to know our city better during the next few days. Some of you had the possibility to do a guided city-tour this afternoon with our former town clerk und with my wife.
These one knows that Schaffhausen is one of the best-preserved medieval cities you can visit in Europe and you will also know, that there are 171 oriel windows – these bay windows which adorn the facades of houses – as well as the many houses with frescos and a number of enchanting lanes and alleys. Next year we will celebrate the 975 anniversary of our city.

The locals in Schaffhausen know they are not the centre of the world. But they do value the exceptional quality of life here, the unspoilt nature which surrounds us, and of course the River Rhine, which is perfect for swimming and relaxing during the summer. We have a lot of high level culturel events as well as sport events. You have to know that Kadetten Schaffhausen is Nr. 1 in Handball in Switzerland and plays actually in the European Champions League.

Of course, I am not just saying that as advertising on behalf of our local tourist office, but also because Schaffhausen has become a „preferred location for international companies“, and not without reason.
The city of Schaffhausen and our Canton are a gateway to the German and European markets – and we develop ideas for these and for global markets here.

For example, the international software developer Acronis is currently building a university-level college in Schaffhausen – the Schaffhausen Institute of Technology –in order to be able to develop the best minds in Artificial Intelligence, in crypto-architectures, new materials, quantum technologies, software engineering and digital health in Schaffhausen in the foreseeable future and to research future innovations with them.

So, Schaffhausen is not just worth a visit so that you can go to the Rhine Falls, or to the old town, or take in the beauty of Stein am Rhein – it’s also a place where the future is being shaped.

I would like to wish you an exciting and stimulating time in the Schaffhausen area as a part of this year’s stars Switzerland symposium 2019 and I hope you will be inspired by the spirit of Schaffhausen.

Erneuerbarer Strom aus dem Rhein für die neuen VBSH-Elektrobusse

14.09.2019: Warum die neuen Elektrobusse CO2-neutral unterwegs sein werden

Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Stadtratskollege Daniel Preisig

Ich freue mich, Sie alle für diesen kurzen Zwischenstopp mit dem E-Bus als Werkreferent, Präsident der Verwaltungskommission Städtische Werke und Verwaltungsratspräsident der Kraftwerk Schaffhausen AG hier am Kraftwerk begrüssen zu dürfen.

SH POWER, unser städtisches Querverbundsunternehmen versorgt die Stadt und diverse andere Gemeinden seit vielen Jahrzehnten verlässlich mit Strom, Gas und Wasser und ist neuerdings auch für die städtische Siedlungsentwässerung zuständig. SH POWER besorgt die Geschäfts- und Betriebsleitung des Kraftwerks und wird künftig für die Erstellung von Wärme- und Kältenetzen in der Stadt verantwortlich sein.

Unsere Städtischen Werke sind eine Abteilung der Stadt, beschäftigen ca. 150 Mitarbeitende, bilden Lehrlinge aus und erzielen jährlich einen Umsatz von über 100 Mio. Franken. Daraus werden die jährlichen Ablieferungen an die Stadt finanziert. In den vergangenen 10 Jahren hat SH POWER der Stadt über 50 Mio. Franken abliefern können. Geführt wird das Unternehmen von Direktor Hagen Pöhnert, der sich heute leider entschuldigen muss, weil er am Kids Triathlon in der KSS mithilft, den SH POWER jedes Jahr organisiert.

Als Vertreter der Geschäftsleitung ist heute Stefan Mayer hier. Er ist Leiter Geschäftsbereich Elektrizität und vertritt SH POWER auch im Projekt E-Busse. Er kann Ihnen also kompetent Auskunft geben, wenn Sie Fragen haben.

SH POWER setzt 515 GWh Gas, 306 GWh Strom und 4.5 Mio. qm Wasser pro Jahr ab und sorgt für den Unterhalt unserer Netze, mit einer Gesamtlänge von immerhin ca. 1’100 km.

Unser wichtigster Asset ist natürlich unser Wasserkraftwerk mit 2 Laufturbinen, das von 1960 – 1967 erbaut worden ist. Es produziert 165 GWh Ökostrom pro Jahr, der mit dem schweizweit strengsten Umweltlabel «Naturemade Star» zertifiziert ist. Pro kWh Ökostrom aus unserem Kraftwerk, den SH POWER verkauft, fliesst 1 Rp. den SH POWER Ökofonds. Mit dem Ökofonds wird der Rhein im Konzessionsgebiet des Kraftwerks Schaffhausen renaturiert und ökologisch aufgewertet. Finanziert wird all dies durch jene SH POWER-Kunden, welche für Ökostrom aus dem Kraftwerk Schaffhausen entschieden haben. Wer also noch nicht zu unseren Ökostromkunden gehört und sich angesprochen fühlt, darf sich bei Stefan Mayer, bei mir oder über unsere Homepage melden. Ich kann Ihnen versichern, dass das eine sehr gute Sache ist. Seit der Gründung des Öko-Fonds im Jahr 2004 konnten 6 km Ufer renaturiert und aufgewertet werden.

Jetzt zur E-Bus Vorlage, weswegen Sie alle hier sind:
Elektromobiliät macht Sinn, wenn sie mit erneuerbarem Strom betrieben wird. Deshalb erfolgt die Elektrifizierung unseres öffentlichen Ortsverkehrs mit den VBSH künftig mit «nature made» Ökostrom aus dem Rheinkraftwerk. SH POWER wird dafür die Netzinfrastruktur aufrüsten, es werden zusätzliche Kabel verlegt vom Kraftwerk zum Bahnhof, wo auch eine neue Trafostation gebaut wird. Und wie bei allen anderen Ökostromkunden fliesst auch bei den Elektrobussen 1 Rp. pro gekaufte kWh Ökostrom in den SH POWER Ökofonds zur Renaturierung des Rheins.
Somit trägt künftig jeder gefahrene Kilometer eines Elektrobusses in der Stadt zur ökologischen Aufwertung des Rheins bei, aus dem der Elektrobus wiederum seine Energie bezieht. Das ist doch eine win-win Situation!

Ich komme zum Schluss und damit zur wichtigen Botschaft:
Die neuen, zukunftsträchtigen E-Busse werden CO2-neutral, mit einheimischer erneuerbarer Energie betrieben. Damit wird die Wertschöpfung aus dem Energieverbrauch für den öffentlichen Ortsverkehr bei uns in Schaffhausen bleiben und nicht mehr – wie beim Öl – in die Golfstaaten abfliessen.

Ich hoffe, dass Sie diese Argumente – neben den vielen anderen Vorteilen der Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs in der Stadt – überzeugen können, der Vorlage, die am 17.11.2019 zur Abstimmung kommt, zuzustimmen.

Schaffhauser Sternwarte wird noch attraktiver

Anlässlich der Einweihung des Telescop Clusters vom 09.09.2019 in der Sternwarte Schaffhausen

Die Sterne, die begehrt man nicht. Man erfreut sich ihrer Pracht.“ soll Johann Wolfgang Göthe einmal gesagt haben.
Um uns künftig noch mehr an dieser Pracht erfreuen zu können, sind wir heute hierher eingeladen worden.

Für diese Einladung zum «First-Light» Schaffhausen danke ich der Naturforschenden Gesellschaft ganz herzlich.

Ich bin nicht das erste Mal hier: Schon bei der Grundsteinlegung der Sternwarte durfte ich die Stadt vertreten, die ja diesen tollen Bau mit ermöglicht hat.

Und zuletzt hat die Stadt mit ihrer Unterstützung mit dazu beigetragen, dass wir heute zwei unabhängige, riesige 70 cm Spiegelteleskope und ein 20 cm Linsenteleskop als sog. Teleskopcluster einweihen können.

Damit wird die SH-Sternwarte, welche die Wiege der Amateurastronomen in der Schweiz sein soll, noch attraktiver für die interessierte Bevölkerung, für die Schulen und die Wissenschaft. Dies ganz im Sinne von Einstein, der 1953 gesagt haben soll: «Freude am Schauen und Begreifen ist die schönste Gabe der Natur».

Die wertvollen Anstrengungen der Naturforschenden Gesellschaft, die Attraktivität der Sternwarte weiter zu steigern, geniessen nicht nur den grosszügigen Support von Wirtschaft und Behörden, sondern auch einen grossen Rückhalt in der breiten Bevölkerung. Das hat sicher auch damit zu tun, dass die Sternwarte sich bei den Schulen grosser Beliebtheit erfreut und unterdessen zu einem wichtigen Bestandteil des Bildungsangebots in unserer Stadt und Region geworden ist.

Andere Sternwarten beneiden SH für das wunderschöne Gebäude und das moderne Planetarium. Bei den Teleskopen konnten wir bis anhin noch nicht ganz mit anderen mithalten. Mit dem neuen Teleskop-Cluster wird das jetzt anders, ganz im Sinne einer alten astronomischen Weisheit, die heisst: „Eine grosse Teleskop-Öffnung ist durch nichts zu ersetzen, ausser durch eine noch grössere!“ 

Freuen wir uns also heute über diesen Zuwachs an technischen Möglichkeiten, das Weltall noch besser erkunden zu können. Dass das möglich geworden ist, verdanken wir insbesondere dem grossartigen, ehrenamtlichen Engagement des Sternwarte–Teams. Der Ausbau mit modernen Teleskopen war eine grosse Herausforderung: Nebst der Evaluation wurde der Normalbetrieb möglichst lange aufrechterhalten.

Das ursprüngliche Ziel, das grösste, öffentlich zugängliche Teleskop der Schweiz (1 m Durchmesser) zu beschaffen ist angepasst worden: Nach dem Beizug von verschiedenen Optikexperten wurde der Entscheid für die 3 Teleskope gefällt.
Damit hat man die Möglichkeit, einen noch besseren Einblick ins Universum zu erhalten sozusagen demokratisiert.
Mit dem Teleskop-Cluster können mehr Gäste gleichzeitig und mit gleicher Qualität, an diesen neuen Einblicken teilhaben.

Die Anschaffung von zwei 70 cm Spiegelteleskope und einem 20 cm Linsenteleskop hat total CHF 670‘000 gekostet. Stadt und Kanton haben je CHF 115’000 beigetragen. Der Rest verteilt sich auf diverse weitere Sponsoren, die es genauso gebraucht hat, um dieses Projekt zustande zu bringen.

Allen, die einen Beitrag geleistet haben, sei an dieser Stelle auch im Namen der Stadt herzlich gedankt.
Wir freuen uns, dass es der Naturforschenden Gesellschaft gelungen ist, das ambitionierte Projekt zu stemmen und damit die Sternwarte SH noch attraktiver zu machen. Herzliche Gratulation!

Kammgarnvorlage: Ein Meilenstein der Stadtentwicklung

Interview mit Radio Munot vom 29.08.2019