Erfolgreiche Abstimmung zur Entwicklung des Kammgarnareals

Interview Tele Top zum Ergebnis der Kammgarnabstimmung vom 30.08.2020

Wie im 7. Himmel

Votum anlässlich der Wahlfeier vom 30.08.2020 in der Kammgarn

Sehr geehrter Herr Regierungsrat Vogelsanger, lieber Walter
sehr geehrter designierter Regierungsrat Strasser, lieber Patrick
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Heusler, lieber Bernd

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Familienangehörigen, liebe Gäste

Ich fühle mich wie im 7. Himmel. Der heutige Wahl- und Abstimmungssonntag hätte nicht besser ausgehen können. Es ist einfach grossartig. Wiederwahl von Walter Vogelsanger als Regierungsrat und Rückeroberung des zweiten Sitzes im Regierungsrat mit Patrick Strasser; Rückeroberung des vor 8 Jahren verlorenen zweiten Sitzes im Stadtrat mit Christine Thommen, Wiederwahl unseres städtischen Schulpräsidenten Christian Ulmer und meine Wiederwahl. Zudem ein Ja zur Entwicklung des Kammgarnareals auf kantonaler und städtischer Eben. Was wollen wir heute mehr!

Auch wenn das schon das vierte Mal ist, dass ich als Stadtrat und das dritte Mal als Stadtpräsident gewählt werde, ist es immer wieder eine Herausforderung, ein Stress und man ist froh, wenn es vorbei ist.
Dieses Jahr mit Corona war das etwas speziell, kürzer und komprimierter, aber nicht weniger anspruchsvoll.
Meine bisherigen Resultate und die Tatsache, dass ich als Kandidat für das Stadtpräsidium – zumindest bis zwei Wochen vor der Wahl, wo es auf den Plakatwänden noch einen inoffiziellen Kandidaten gab – ohne Gegenkandidatur geblieben bin, aber auch, dass ich von SN und az unterstützt worden bin, gab mir eine gewisse Sicherheit, wiedergewählt zu werden, auch wenn ich als Sportler weiss, dass ein Spiel immer zuerst zu Ende gespielt werden muss, bevor man den Pokal stemmen kann. Aber natürlich ist man trotzdem immer gespannt, wie das eigene Resultat ausfällt.

Ich hatte auch keine Zweifel für die anderen bisherigen Stadtratsmitglieder, die sich in den letzten 4 Jahren sehr engagiert für die Stadt eingesetzt haben und darum eine Wiederwahl verdient haben. Ich gratuliere ihnen an dieser Stelle herzlich zur Wiederwahl.

Am meisten beschäftigte mich natürlich die Frage, ob es Christine Thommen schafft, den Sitz von Simon zu verteidigen. Als das Wahlresultat bekannt wurde, ist mir wirklich ein regelrechter «Hinkelstein» vom Herzen gefallen.

Das Wahlergebnis zeigt, dass die Mehrheit der Stadtschaffhauserinnen und -schaffhauser offenbar von dem in den letzten Jahren z.T. aggressiv und ideologisch geführten Dauerwahlkampf der SVP und leider z.T. auch der FDP gegen die sog. «links-grüne Mehrheit» im Stadtrat nichts halten.
Auch, dass demokratische Parlaments- und sogar Volksentscheide nicht mehr akzeptiert und stattdessen juristisch angefochten werden, hat offenbar keine zusätzlichen Sympathien gebracht und das trägt im Übrigen auch nicht zu einer positiven Ausstrahlung unserer Stadt bei.

Ich hoffe, dass das Ergebnis auch eine Chance für einen konstruktiveren und respektvolleren Umgang in der städtischen Politik ist. Und ich kann Euch versichern, dass ich meiner Verantwortung als Präsident bewusst bin und meinen Teil dazu beitragen werde.
Denn wir bringen unsere Stadt als Wohn- und Wirtschaftsstandort nur weiter, wenn wir das Gemeinsame und nicht immer nur das Trennende suchen. Und die Herausforderungen werden in der nächsten Legislatur – auch ohne Corona – hoch sein.

Ich danke allen, die mich gewählt oder wiedergewählt haben und mir damit das Vertrauen ausgesprochen haben und allen die tatkräftig mitgeholfen haben, dass ich ein so tolles Ergebnis erreichen konnte.

Ein grosser Dank gilt Simon Sepan als kompetenter Wahlkampfmanager hinter den Kulissen. Er hat einen super Job gemacht. Ihm war es zu verdanken, dass wir mit einem professionellen Auftritt im öffentlichen Raum präsent waren und neben der parteipolitisch anonymisierten Dampfwalze mit grünem Anstrich von rechts nicht übersehen wurden.
Auch in den Printmedien und in den Sozialen Medien wurden wir wahrgenommen.
Unser Auftritt kam nie gekünstelt daher, sondern spontan, natürlich und mit einem Augenzwinkern.
Und Simon war immer da, wenn wir ihn gebraucht haben. Er funktionierte als guter Berater und Zuhörer, wenn wir etwas auf dem Herzen hatten.
Ich hoffe, dass er uns als Wahlkampf und Kampagnenleiter erhalten bleibt. Denn auch die Abstimmungskampagne zur Kammgarn hat er echt super geführt: Kreativ, professionell und mit vielen positiven Aussagen. Allen, die da mitgeholfen haben auch an dieser Stelle ein grosser Dank. Ihr habt das hervorragend gemacht.
Es hat sich gezeigt, dass sich SVP und FDP mit mir als Abstimmungssujet verrannt haben.
Offenbar hat das «Sujet-Recycling» hier nicht funktioniert. Die Stimmberechtigten der Stadt haben zum Glück gemerkt, dass die Gegner der Vorlage keine wirkliche Alternative zu bieten hatten. Ich bin extrem glücklich und auch positiv überrascht, dass trotz der Unsicherheit von Corona eine Mehrheit einem so hohen Investment in die Zukunft unserer Stadt und in unsere Jungen zugestimmt hat.

Ganz wichtig ist für mich, dass wir nun innerhalb von vier Jahren mit einem neusanierten Stadthausgeviert und mit dem neuentwickelten Kammgarnareal zwei äusserst wertvolle Aufwertungsmassnahmen für unsere gebeutelte Altstadt umsetzen können.
Gleichzeitig gibt es tolle Lösungen für die PH, die städtische Bibliothek und die Ludothek. Und zusammen mit der IWC können wir nun die Tiefgarage bauen, was es ermöglicht, einen schönen Hof, mit hoher Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung zu schaffen.

Ein grosser Dank geht an Christine Thommen. Es hat Spass gemacht, zusammen mit ihr Wahlkampf zu betreiben. Wir waren ein hervorragend harmonierendes Doppel und konnten uns blind aufeinander verlassen, auch wenn wir vorher noch gar nicht gross zusammengearbeitet haben. Mit ihrem fröhlichen Wesen und ihrem ansteckenden Lachen hat sie sogar die Verpackaktionen von 05.00 morgens im Sekretariat zu einer aufgestellten Sache werden lassen.
Ein grosser Dank geht auch an Katrin Bernath. Die gegenseitige Unterstützung hat fast perfekt funktioniert. Das zeigt auch das Resultat. Ich freue mich, mit ihr auch weiterhin als wichtige Partnerin im Stadtrat zusammenarbeiten zu dürfen.

Simon Stocker hat sich auch noch mächtig ins Zeug gelegt und mitgeholfen, dass sein Rücktritt nicht zu einem Rückschritt auf dem nachhaltigen Weg unserer Stadt in die Zukunft wird. Merci vielmol für Deinen Support und die kameradschaftliche und tolle Zusammenarbeit in den letzten 8 Jahren.

Ein riesen Dank geht natürlich an meine Genossinnen und Genossen, stellvertretend an die abtretende Präsidentin Monika Lacher. Sie haben mich für weiter 4 Jahre nominiert und mich im Wahlkampf tatkräftig unterstützt, sei es als Plakatierer unter der Regie von Simon Demont, bei den Stand- und Gipfelaktionen, für die Paddy Portmann verantwortlich war, beim Leserbriefschreiben oder beim Spenden.
Es ist toll, Teil dieser solidarischen Familie zu sein, die nicht nur über die Stadt-, sondern sogar über die Landesgrenzen zusammensteht. Wie Ihr wisst, pflege ich die Beziehungen zu unseren Nachbarn intensiv, das gilt auch auf Parteiebene. Das ist für mich eine Herzenssache und ich freue mich darum riesig, dass mit Walafried Schrott, Gemeinderat und Mitglied des Kreistags, wieder eine Vertretung der SPD Singen den Weg an unsere Wahlfeier gefunden haben. Geehrt fühle ich mich, dass sogar der Oberbürgermeister von Singen den Weg in die Kammgarn gefunden hat.
Sie stehen ja mitten in einem anspruchsvollen Wahlkampf für Marian Schreier als OB von Stuttgart. Ich drücke ihm an dieser Stelle die Daumen. Er hat sich für heute Abend leider entschuldigen müssen.

Ein grosser Dank geht auch an die Mitglieder des überparteilichen Komitees. Stellvertretend möchte ich an dieser Stelle Theresia Derksen und Angelika Dreher danken, die mich an die Wahlmedienkonferenz begleitet haben und das dort toll gemacht haben.

Erwähnt werden muss heute auch die hervorragende und unkomplizierte Zusammenarbeit mit unserer Agentur Weisspunkt, d.h. mit Matthias Schwyn und Markus Moser, wie auch mit Fotograf Michi Kessler. Sie haben einen professionellen Job gemacht und uns damit sehr geholfen. Und natürlich möchte ich auch Erwin Gloor in meinen Dank einschliessen: Es war alles andere als selbstverständlich, dass er bei unserem kleinen Filmprojekt so unkompliziert mitgemacht hast.

Dann danke ich natürlich auch allen Organisationen, die mich zur Wiederwahl empfohlen haben und von denen div. Vertreterinnen und Vertreter heute hier sind: Die AL, die Juso, die EVP, die CVP, die GLP, die Grünen, die Jungen Grünen, das KV – auch wenn als Urs Neukomm, da habe ich ja sicher noch ein Stein im Brett – der Mieterverband, danke Jürg Tanner und Eva Neumann, der VPOD – danke Nella Marin und Kurt Altenburger.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich Menschen, die zwar nichts direkt mit meinem Wahlkampf zu tun hatten, aber indirekt doch davon betroffen waren.
Das sind vor allem meine engsten Mitarbeitenden im Präsidialreferat, die mich in dieser nicht ganz einfachen Zeit immer gestützt, motiviert und ausgehalten haben.
 
Und last but not least meine Familie, besonders Ursi, die wieder viel auf mich verzichten, mir zuhören und mich im Wahlkampfstress aushalten musste.
Ohne sie, hätte ich das nicht so überstanden.
Ein grosser Dank geht aber auch an meine Tochter Leonie, die mit ihrem Know How als Multimedia-Studentin tatkräftig mitgeholfen hat, dass wir und auch die Kammgarnvorlage auf den digitalen Plattformen Facebook und Instagram auf originelle Weise präsent waren.

Ich hoffe, dass ich niemanden vergessen habe. Jetzt wünsche ich Euch einen schönen Abend. Lasst uns den Moment geniessen und uns stärken, es geht morgen mit dem Kantonsratswahlkampf schon wieder weiter.

Ergebnis Stadtratswahl 2020

Erfolgsgeschichte fortschreiben

Das Wirtschaftsförderungsgesetz ist eine Erfolgsgeschichte. Viele spannende Unternehmen konnten dank diesem seit 1999 unterstützt werden. Das trug dazu bei, dass in unserem Kanton viele wertvolle Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen wurden. Nun ist diese Regelung 2019 ausgelaufen. Um die Erfolgsgeschichte weiterschreiben zu können, braucht es einerseits eine Verlängerung und andererseits eine Anpassung der Regelung, damit künftig auch innovative Jungunternehmen gefördert werden können, welche die Konkurrenzfähigkeit des Kantons stärken. Zudem sollen bei der Vergabe der Gelder neu auch die Klimaziele berücksichtigt und die Transparenz erhöht werden. Alles gute Gründe, welche für ein Ja der Stimmberechtigten zur Revision des Wirtschaftsförderungs­gesetzes sprechen.

Erwin Gloor fühlt pneu auf den Zahn