Hagen Pöhnert heisst der neue Direktor der Städtischen Werke. Der Elektro- ingenieur ist aktuell Direktor des Elektrizitäts- und Wasserwerks in Buchs (SG). Pöhnert tritt die Nachfolge von Herbert E. Bolli an, der Ende April 2017 in Pension geht.

51 Kandidatinnen und Kandidaten hätten sich auf das Stelleninserat gemeldet, sagte Stadtpräsident Peter Neukomm gestern im Vortragssaal von SH Power. Die Suche nach einem neuen Direktor für die Städtischen Werke sei ein anspruchsvoller Prozess gewesen. Dabei wurden die Bewerber in mehreren Stufen evaluiert, zuletzt drei Personen von einem externen Personalberatungsunternehmen auf Herz und Nieren geprüft. «Hagen Pöhnert schwang dabei klar obenaus», sagte Neukomm. Deshalb wurde er am 21. September von der Verwaltungskommission von SH Power zum neuen Direktor gewählt. «Für uns ist er ein Glücksfall», so Neukomm. Pöhnert wird seine neue Stelle am 1. April 2017 antreten.

Pöhnert hat nach dem Abitur Elek­trotechnik an der Technischen Universität in Braunschweig studiert. Später absolvierte er Nachdiplomstudien in Unternehmensführung sowie im Management erneuerbarer Energien an der Uni St. Gallen. Der Deutsche lebt seit 22 Jahren in der Schweiz und in Liechtenstein. Er ist Vater zweier erwachsener Kinder. Seit 2009 ist er Direktor des Elektrizitäts- und Wasserwerks der Stadt Buchs (SG). Zuvor war er als Institutsleiter an der Hochschule Liechtenstein tätig. Von 2001 bis 2006 leitete er als Generaldirektor die Liechtensteinischen Kraftwerke in Schaan. «Wir sind überzeugt, dass er das nötige Rüstzeug für den anspruchsvollen Job mitbringt», sagte Neukomm.

Mit seinem Stellenantritt plant Pöhnert auch einen Umzug nach Schaffhausen. «Ich will vor Ort sein, um das Unternehmen zu repräsentieren», sagte er. Der Zeitpunkt für einen Wechsel in der Unternehmensspitze sei ideal: Einerseits wird bald eine neue Strategie von SH Power erarbeitet. Andererseits müssen in den nächsten Jahren gleich drei von fünf Geschäftsleitungsmitglieder altershalber ersetzt werden. «Das ist eine Riesenchance», sagte Pöhnert. Einen Schwerpunkt möchte er bei den ökologischen Fragen setzen. «In die Nachhaltigkeit werde ich viel Energie reinstecken», kündigte er an.