Stadtpräsident, Baureferentin und Bereichsleiter Grün nehmen zusammen mit Mitarbeitenden von Grün Schaffhausen das Label Silber entgegen.

Ich freue mich sehr, Sie heute anlässlich der Übergabe des Labels Grünstadt Schweiz begrüssen zu dürfen und auch ein paar Worte an Sie zu richten.

Ich mache das nicht nur aus übergeordneter Warte des Gesamtstadtrats, sondern auch als Geburtshelfer des Bereichs Grün, den ich 2014 als politischer Verantwortlicher für Wald+Landschaft gemeinsam mit dem damaligen Baureferenten Raphael Rohner, der für die Stadtgärtnerei zuständig war, initiiert und umgesetzt habe. Deshalb freue ich mich natürlich heute besonders, dass unser damaliges Projekt im wahrsten Sinne des Wortes Früchte getragen hat.

Grün Schaffhausen ist heute so gut aufgestellt, dass es aus einer fachlichen Aussensicht in einem Qualitätsmanagement und Zertifizierungsprozess für nachhaltiges Stadtgrün hervorragend abschneidet.

Dafür gratuliere ich meiner Stadtratskollegin Katrin Bernath und BL Grün Felix Guhl sowie allen Mitarbeitenden von Grün SH ganz herzlich.

Die Gratulation und der Dank gelten aber auch allen anderen Bereichen und Abteilungen unserer Stadt, die zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben, wie z.B. SH POWER, für das ich politisch verantwortlich bin. Dessen Naturförderprojekte, welche seit 2003 mit den Erlösen des Clean-Solution Ökostrom ermöglicht wurden, haben bei der Zertifizierung als Grün Stadt Zusatzpunkte gegeben. Die Förderung eines hohen Anteils erneuerbaren Stroms waren auch mit verantwortlich dafür, dass die Stadt als erste Energiestadt mit dem Gold Label zertifiziert worden ist und den Rezertifizierungsprozess 2016 wieder erfolgreich bestanden hat.

Warum sind solche Prozesse und Auszeichnungen – die auch immer mal wieder im Fokus politischer Kritik stehen – so wichtig?

Aus meiner Sicht helfen sie uns dabei, die Attraktivität unserer Stadt als Wohn- und Wirtschaftsstandort zu fördern. Denn im Wettkampf der Standorte wird die hohe Lebensqualität, welche die Stadt Schaffhausen besonders auszeichnet ein immer wichtigerer Wert, was leider die Verantwortlichen von gewissen nationalen Ratings noch nicht gemerkt haben. Dass wir heute ein so gutes Level haben und, dass das so bleibt, ist alles andere als selbstverständlich.

Dieses wird in Zukunft u.a. durch die bauliche Verdichtung nach innen oder durch den Klimawandel weiter unter Druck geraten. Dafür müssen wir uns wappnen. Der Erhalt der Biodiversität oder die Folgen des Klimawandels werden uns fordern. Dabei zu bestehen ist nur möglich, wenn die Nachhaltigkeit bei der Stadt- und Grünplanung, beim Wassermanagement, beim Erstellen von qualitätsvollen Freiräumen, bei der Waldpflege etc. weiterhin hohe Priorität geniesst.

Damit das möglich ist, braucht es auch ein Comittement der politischen Führung. Und da sind wir gut unterwegs: Werfen Sie doch mal einen Blick in unser Leitbild und in unsere Legislaturziele 2017 – 2020.

Im Leitbild heisst es u.a. unter «Umwelt, Verkehr und Energie»

  • «Die Stadt Schaffhausen erhält, fördert und vernetzt wertvolle Lebensräume und landschaftsprägende Elemente».

In den Legislaturschwerpunkten 2017-2020 finden Sie u.a. folgende Aussage:

  • «Die Frei- und Grünräume entsprechen den Bedürfnissen der Bevölkerung und weisen hohe ökologische Werte auf».

Weil diese Ziele und Schwerpunkte des Stadtrats im Einklang mit den Anliegen von Grünstadt Schweiz stehen, war es naheliegend, sich durch Grünstadt zertifizieren zu lassen und damit ein weiteres Bekenntnis für eine nachhaltige Politik abzugeben.

Die Zertifizierung durch Grünstadt resp. zur Grünstadt kann für uns ein wichtiger Bestandteil unseres positiven Images und damit auch ein Trumpf im Standortwettbewerb werden. Zudem kommen wir mit dem Zertifizierungsprozess und regelmässigen Rezertifizierungen unserem Credo nach, unseren service public zugunsten der Bevölkerung laufend zu verbessern.

Wie Schaffhausen nach der Prüfung durch die externen Experten abschneidet, wird Ihnen Daniel Oertli bald verraten. Ich kann aber bereits vorwegnehmen, dass mich das Ergebnis freut, da es den Erfolg unseres bisherigen Engagements zeigt.

Seit Jahrzehnten werden das öffentlichen Grün und Schulhausumgebungen grösstenteils nach ökologischen Grundsätzen bewirtschaftet. Positiv gewürdigt werden auch die strategischen Instrumente der Stadt, wie die Freiraumstrategie 2017 und der im Januar dieses Jahres verabschiedete Richtplan Siedlung.

Ich komme zum Schluss: Die Ziele von Grünstadt Schweiz und der Stadt Schaffhausen kann die Verwaltung nicht alleine erreichen. Es braucht auch die Initiative der Bevölkerung, sei es im eigenen Garten, sei es mit Engagement in Natur- und Umweltthemen.

Ebenso wichtig ist die Unterstützung durch die Politik, für welche die zuständige Baureferentin und ich heute stellvertretend gerne hierhergekommen sind und uns zusammen mit Ihnen auf die Übergabe des Zertifikats freuen.