Arealentwcklung Kammgarn und Neunutzung Flügel West

Begrüssung

Im Namen der Stadt Schaffhausen begrüsse ich Sie ganz herzlich zum heutigen Anlass zur Zukunft des Kammgarnareals. Es freut mich, dass so viele interessierte Leute am Samstagmorgen den Weg hierher gefunden haben (ca. 80 Personen). Das zeigt, dass Ihnen die Zukunft dieses prominenten Ortes nicht egal ist.

Die Tatsache, dass heute auch fast der gesamte Stadtrat anwesend ist, belegt, wie wichtig auch uns die Entwicklung des Kammgarnareals ist.

Bevor wir in die Thematik einsteigen ein paar Worte zu den Leuten, die Sie heute informieren werden. Wir haben Anfang 2015 eine schlagkräftige Projektorganisation mit unserem Immobilienchef Roger Düring als Projektleiter an der Spitze eingesetzt. Er wird heute zu den baulichen Herausforderungen referieren.

Aus dem Projektteam werden Sie auch noch der Stadtplaner Jens Andersen und Kulturchef Jens Lampater, die ebenfalls sehr zentrale Rollen übernommen haben, orientieren. Besten Dank an Euch, für Euern wertvollen Einsatz, nicht nur heute Morgen. Ein weiterer Dank geht an die Stadtstellenleiterin des Baureferats Simone Fedrizzi, die bei diesem Projekt hinter den Kulissen einen wichtigen Part spielt und für die Organisation des heutigen Anlasses hauptverantwortlich zeichnet.

Als Moderator, der uns durch den heutigen Morgen führen wird, begrüsse ich Dr. Matthias Wipf, Publizist und Projektleiter, und danke ihm bereits an dieser Stelle ganz herzlich, dass er diese anspruchsvolle Aufgabe übernommen hat.

Woher kommen wir? Wohin wollen wir?

Am 24.05.2014, also ziemlich genau vor einem Jahr, fand im Rahmen des Masterplans Rheinufer in der Kammgarn ein öffentlicher Anlass zur künftigen Gestaltung des Kammgarnareals statt. Diese ergab verschiedene spannende Inputs, die unterdessen von der Stadtplanung verarbeitet worden sind. Sie werden heute Modelle sehen, welche die wichtigsten Elemente enthalten, die damals eingebracht worden sind. Anhand dieser Entwürfe und Gedankenspiele haben Sie heute nochmals die Gelegenheit, ein Feedback zu geben, ob die Schlüsse, welche der SR aus dem Anlass vom 24.05.2014 Prozess gezogen hat, die richtigen waren.

Warum ist es ein Jahr gegangen bis zu dieser Folgeveranstaltung?

Im Laufe des letzten Jahres zeigte sich, dass wir nach 30 Jahren die weltweit bekannten «Hallen für neue Kunst», welche hier 4 von 5 Stockwerken belegten, verlieren würden. Ende September 2014 war die wertvolle Sammlung moderner Kunst ausgeräumt und im April 2015 wurde auch das Kapital nach Berlin gezügelt. Die letzten Restanzen werden bis Mitte nächsten Monat verschwunden sein.

Wir hatten also eine neue Situation. Es ging nicht mehr nur um die Platzgestaltung, sondern neu auch um die künftige Neunutzung des Flügels West. Eine riesen Chance, die wir nutzen wollten. 

Aufgrund der neuen Entwicklungen wurden im Grossen Stadtrat zwei Vorstösse eingereicht, die sich mit der künftigen Nutzung Gebäudes befassten. Am 25.11.2014 hat der SR im Parlament aufgezeigt, wie es damit weitergehen sollte. Er bekannte sich zu einer gemischten Nutzung auf den 5 Stockwerken mit je ca. 1’600 qm und war bereit, ein entsprechendes Postulat von GSR Stefan Marti entgegen zu nehmen. Neben kommerziellen Nutzungen zu marktgerechten Preisen sollten auch kreative und kulturelle Nutzungen Platz haben.

Der Stadtrat stellte in Aussicht, dass er neue Nutzungsvarianten erarbeiten werde und offen sei für Ideen aus der Bevölkerung.

Weil in der Stadtverwaltung das Know How und die Ressourcen für eine Nutzungsentwicklung eines so grossen Gebäudes nicht vorhanden sind, hat der SR im Dezember 2014 eine Nutzungsstudie durch die Zürcher Firma intosens in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse liegen vor. Zudem sind bis heute div. Nutzungsvorschläge aus der Bevölkerung und von verschiedenen Organisationen eingegangen.

Die Absichtserklärung des Stadtrats bezüglich der Neunutzung des Flügels West vom letzten November hat nach wie vor Gültigkeit und wir lösen sie nun mit den am Mittwoch und heute präsentierten Nutzungsvorstellungen ein.

Weil wir für die Realisation des anspruchsvollen Projekts auch politische Mehrheiten brauchen, muss das Ganze zu verträglichen Kosten für die Stadt möglich werden, d.h. es darf keine erhebliche Erhöhung der Verschuldung wie auch keine ins Gewicht fallende Mehrbelastung der Laufenden Rechnung geben.

Wie Sie aus den Medien entnehmen konnten, wollen wir im 2. und 3. Stock eine Hochschule ansiedeln. Es handelt sich dabei um ein Unterfangen, das von den Behörden von Kanton, Stadt wie auch der Wirtschaftsförderung seit Jahrzehnten intensiv, aber bisher leider vergeblich verfolgt worden ist. Neue Ausbildungsangebote sind nicht nur zum Nutzen der Wirtschaft. Sie beeinflussen auch das Bild einer Stadt positiv, weil sie junge Menschen anziehen, etwas das aufgrund unserer demografischen Herausforderungen künftig besonders wichtig sein wird.

Das 4. OG ist einer wirtschaftlichen Nutzung vorbehalten. Wir stehen hier mit Interessenten in Verhandlungen und hoffen, dass wir hier einerseits eine Nutzung finden, die attraktive Arbeitsplätze schafft, gut in das Gesamtareal passt und auch gewisse Synergien zu den übrigen Nutzungen möglich sind.

Als eine Riesenchance für die städtebauliche Entwicklung dieses Areals erweist sich nun die Möglichkeit, die Neunutzungen im Flügel West gemeinsam mit der Platzgestaltung zu realisieren. Wir beabsichtigen, in Zusammenarbeit mit der IWC, die Miteigentümerin des Platzes ist, eine Tiefgarage zu erstellen und damit eine attraktive Platzgestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen, die abgestimmt sein soll auf die neuen öffentlichen Nutzungen im EG und 1. OG des Westflügels.

Hier soll für die Bevölkerung ein attraktiver Nutzungsmix Platz finden. Wir können uns vorstellen, dass das Kleintheater, Ateliers, Galerien, Gastro etc. sein können, also ein Bereich, wo der Wert der Nutzung und nicht ein marktgerechter Ertrag für die Stadt im Vordergrund steht. Trotzdem sollen die daraus generierten Mieteinnahmen die damit verbundenen zusätzlichen Aufwändungen im Wesentlichen kompensieren.

Weil es sich um öffentliche Nutzungen handelt, welche Leben in das tolle Areal am Rhein bringen sollen, ist das Zusammenspiel mit dem Hof und dessen künftiger Gestaltung ganz wichtig. Am heutigen Anlass geht es genau darum. Als Folgeveranstaltung zum 24.05.2014 hat sie neben der Frage der Platzgestaltung die künftige Nutzung von EG und 1. OG des Flügels West der Kammgarn zum Gegenstand. Nicht Gegenstand bildet heute die Nutzungen ab dem 2. Stock aufwärts, weil diese bereits bestimmt sind.

So, nun sind die Leitplanken für den weiteren Verlauf von heute gesetzt und ich freue mich auf eine rege Beteiligung, gute Ideen und eine möglichst wohlwollende Aufnahme unserer Vorschläge. Nochmals besten Dank, dass Sie alle gekommen sind.

 


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