Eröffnung beef 15

Eröffnungsrede vom 28.08.2015 auf dem Herrenacker

Sehr geehrter Herr Regierungspräsident, sehr geehrte Damen und Herren

Ich freue mich sehr, Sie im Namen der Stadt ganz herzlich zu diesem speziellen Anlass hier auf dem Herrenacker begrüssen zu dürfen. Man könnte den Anlass auch unter den Titel „Land trifft Stadt“ stellen. Ich habe Urban Dörig, dem OK-Präsidenten für die heutige Eröffnung sehr gerne zugesagt, obwohl ich mir - ehrlich gesagt - nicht viel vorstellen konnte unter dem Titel beef15. Unterdessen weiss ich aber mehr.

Der Anlass soll dazu dienen, die Mutterkuhhaltung und deren Qualitätsfleisch einer breiten Bevölkerungsschicht näher zu bringen. Die diesjährige Beef-Ausstellung findet unterdessen bereits zum 20. Mal statt und ich freue mich, dass die Organisatoren unsere schöne Stadt als Austragungsort ausgewählt haben.

Die Zahl der Milchviehbetriebe im Kanton Schaffhausen ist wie in der ganzen Schweiz rückläufig. Auf Stadtgebiet betreiben nur noch vier Bauernhöfe eine Mutterkuhhaltung. Mit der Eingemeindung des Randendorfes Hemmental im Jahr 2009 sind nochmals zwei Bauernbetriebe mit Rinderhaltung dazugekommen.

Mit dem Fleischkonsum ist das ja so eine Sache. Zuviel Fleisch ist nicht gesund und aus energie- wie umweltpolitischer Sicht ist die Fleischproduktion auch nicht unproblematisch. Diese Umstände sorgen mit dafür, dass der Fleischkonsum seit den 80-er Jahren gesunken ist. Ich muss zugeben, dass ich persönlich auch kein grosser „Fleischtiger“ bin. Meine Devise lautet: Lieber etwas weniger, dafür qualitativ hochwertiges Fleisch. Deshalb kann ich mit dem Durchschnitt von 52,4 Kilogramm pro Jahr, den die Schweizer 2014 pro Kopf gegessen haben, wohl nicht mithalten. Mit diesem Wert liegen wir klar über dem weltweiten Schnitt von 41 kg pro Kopf.

Beeindruckend ist für mich an diesen Zahlen weniger die Menge, als die Tatsache, dass der Inlandanteil bei uns etwa bei 80 % liegt. Insbesondere die Produktion von Kalbs-, Rind- und Schweinefleisch erfolgte zum grössten Teil in der Schweiz, während ungefähr die Hälfte des konsumierten Geflügelfleisches importiert wurde.

Diese Zahlen werden nun allerdings aufgrund des nach der Aufhebung des Frankenmindestkurses ansteigenden Einkaufstourismus über die Grenze sinken, auch in Schaffhausen. Letztes Jahr sollen bereits 1.3 Milliarden Franken beim Einkauf von Fleisch ins Ausland abgeflossen sein – das ist ungefähr ein Achtel aller Ausgaben für Fleisch. Das macht den heimischen Produzenten begreiflicherweise grosse Sorgen.

Deshalb soll der heutige Anlass ein klares Bekenntnis zur heimischen Fleischproduktion sein. Wer Schweizer Fleisch konsumiert, weiss, woran er ist und was er isst: Bei der Tierhaltung sind relativ strenge Tierschutzvorschriften einzuhalten, die Qualität stimmt, es sind keine langen Transportwege bis zum Konsumenten nötig und die Wertschöpfung passiert im Inland. Schweizer Fleisch lässt sich also mit einem wesentlich besseren Gewissen geniessen.

Das Organisationskomitee für die beef15 mit Urban Dörig an der Spitze hat für dieses Wochenende ein attraktives Programm zusammengestellt. Der Hauptteil der Veranstaltung wird hier auf dem Herrenacker stattfinden, es werden aber auch noch auf weiteren Plätzen und Gassen der Schaffhauser Altstadt Attraktionen, Konzerte und Ausstellungen zu finden sein. Ebenfalls integriert in die Veranstaltung sind auch der morgige Wochenmarkt an der Vordergasse und die bereits gestern eröffnete Wyprob im Kreuzgang. Mit vielen Attraktionen wie unter anderem Streichelzoo, Strohburg und Tiervorführungen werden auch die Kinder auf ihre Kosten kommen. Auch Gastronomie und musikalische Unterhaltung werden grossgeschrieben. Sie dürfen sich also auf ein paar unbeschwerte Stunden im Herzen unserer wunderbaren Altstadt freuen.

Ich danke an dieser Stelle auch im Namen des Stadtrats allen, die bei der Organisation dieses einmaligen Anlasses mitgeholfen haben und in den nächsten zwei Tagen einen Beitrag dazu leisten werden.

Ihnen liebe Gäste wünsche ich jetzt und für die nächsten zwei Tage viel Vergnügen und den Ausstellern viele Konsumenten, die sich davon überzeugen lassen, dem Schweizer Fleisch die Treue zu halten. Die Beef15 ist somit offiziell eröffnet.


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