Ein Senkrechtstarter als Grossstadtratspräsident

Der ehemalige Zeichnungslehrer Xavier Turpain zeichnete die Gäste der Präsidentenfeier.

Gerne übernehme ich die Aufgabe, dem neuen Präsidenten des GSR die Gratulation des SR zur ehrenvollen Wahl zu überbringen und für die freundliche Einladung zu danken.

Wir freuen uns natürlich sehr, dass mit Stefan Marti jemand auf dem Bock sitzt, der als Sek-Lehrer langjährige Erfahrung im öffentlichen Dienst der Stadt mitbringt und dank seiner Frau - wie sein Vorgänger - auch viel Verständnis für die Anliegen von SR und Verwaltung aufbringen wird.

Ich überbringe Dir unsere besten Wünsche und äussere mich gerne noch zu meinen Erwartungen und Hoffnungen, die mit Deiner Präsidentschaft verbunden sind. 

Stefan ist ja eigentlich ein wenig ein Senkrechtstarter, der - obwohl er sich schon lange politisch engagiert - noch nicht so lange im Rat sitzt und trotzdem schon die höchste Sprosse erklommen hat.

Normalerweise stellt die Präsidentschaft jeweils den Höhepunkt einer parlamentarischen Karriere dar, die man anstrebt, wenn ein Abgang in Sichtweite liegt. Ich hoffe, dass das bei Stefan nicht der Fall ist und er uns auch nach seiner Präsidialzeit erhalten bleibt. Ich würde ihn unter anderem wegen seinem trockenen Humor vermissen. 

Und das ist es, was ihn so auszeichnet: Sein sprachlicher Ausdruck ist immer eine wahre Freude, vor allem auch, weil er nie verbissen und rechthaberisch auftritt. Er wirkt immer sehr kontrolliert und ruhig und er bleibt bei seinen Voten immer humorvoll und fair. Er kann auch über sich selber lachen, weil er sich nicht zu ernst nimmt. Da ist er vorbildlich und darum auch prädestiniert für das Präsidium. 

Stefan hat bei den Gesamterneuerungswahlen noch etwas gezittert. Vergeblich, wie wir gesehen haben und das auch ohne personalisierte Werbung im Wahlkampf - zum Glück, sonst hätten wir ja mit noch mehr Strafanzeigen und ganzseitigen Enthüllungsstorys aus dem Wahlbüro in den SN rechnen müssen.

Wir haben keine Zweifel, dass Du mit Deiner umgänglichen und offenen Art und Deiner engen Verbundenheit mit SH und seinen Menschen dieses überparteiliche Amt sehr gut ausfüllen und auch bei offiziellen Anlässen unsere tolle Stadt staatsmännisch vertreten wirst. 

Im Gegensatz zu Deinem Vorgänger, der als Spin-Bike Instruktor gewohnt war, vor allem an Ort zu trampeln, bist Du ein konsequenter Velofahrer, der bei fast jeder Witterung auf zwei Rädern unterwegs ist. Du bist Dir also Gegenwind und garstige Verhältnisse gewöhnt. Dich wirft nichts so schnell um. Und notfalls hast Du ja bei Anja ein gutes Backup resp. eine wertvolle Betreuung. Das sind gute Voraussetzungen für das Präsidentenamt. Und verlasse Dich auf Deine Fähigkeiten und Deine Intuitionen. Lass Dich nicht zu stark von Deinen Bürokolleginnen und -kollegen beeinflussen und belehren. Man darf ruhig auch Deine eigene Handschrift spüren. Von einem Präsidenten erwartet man nämlich auch eine gewisse Eigenständigkeit.

Der Stadtrat freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Präsidium. Ganz herzliche Gratulation auch dem frisch gewählten Vizepräsidenten Rainer Schmidig und dem 2. Vize Hermann Schlatter. 

In diesem Zusammenhang ist es uns auch ein Anliegen, dem scheidenden Präsidenten für sein grosses Engagement und die angenehme Zusammenarbeit mit dem SR zu danken. Er hat das Präsidialjahr hervorragend gemeistert und sich an die langjährigen und bewährten Spielregeln gehalten, indem er sich als Präsident bei seinem übrigen politischen Engagement, z.B. in Fach- und Spezialkommissionen, zurückgehalten hat. Damit hat er ein Zeichen der Überparteilichkeit und Unvoreingenommenheit gesetzt, das einem Parlamentspräsidenten gut ansteht.

Traditionellerweise erhält der Ratspräsident von der Stadt ein Geschenk. Dieses ist seit Jahren bestimmt. Es handelt sich um ein Jahresabo der städtischen Verkehrsbetriebe VBSH, das der Stadtpräsident jeweils an der Präsidialfeier übergibt. 

Lieber Stefan,

nachdem der Winter jetzt doch noch gekommen ist bist Du als passionierter Velofahrer vielleicht doch froh, ab und zu die warmen Busse VBSH nutzen zu können.

Und wir haben auch noch etwas an Anja gedacht: Weil wir wissen, dass sie dieses Jahr vermehrt auf Dich verzichten muss, offerieren wir Dir noch einen Theaterbesuch nach freier Wahl mit feinem Nachtessen im Theaterrestaurant für zwei Personen, den Du dieses Jahr einlösen solltest.

Lieber Stefan

der SR wünscht Dir für die neue Aufgabe alles Gute, eine glückliche Hand im Amt und viele interessante Begegnungen.

Wir sind überzeugt, dass Du diese Herausforderung des Präsidiums mit Bravour meistern wirst.


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