Begrüssung Gastro Suisse

Begrüssung vom 16.05.2017 in der KSS

Sehr geehrter Herr Präsident PlatzerSehr geehrte Delegierte, liebes Organisationskomitee

Es gibt ein Sprichwort, das heisst, Besuche machen immer Freude: Wenn nicht beim Kommen, dann beim Gehen.

Geschätzte Damen und Herren
Bei Ihnen gilt natürlich das Erstere. Ich freue mich, Sie im Namen des Stadtrats und von 36'265 Schaffhauserinnen und Schaffhauser herzlich herzlich willkommen zu heissen!
Es ist eine grosse Ehre für uns, dass Sie Schaffhausen als Tagungsort für Ihre Delegiertenversammlung ausgewählt haben.

Sie kommen im richtigen Moment: Wir sind so gut aufgestellt wie kaum je zuvor. Letzte Woche konnten wir den Jahresabschluss 2016 mit einem historischen Rekordüberschuss von über 35 Mio. präsentieren und das bei einem Haushalt von 250 Mio. Verantwortlich dafür sind vor allem einmalig hohe Unternehmenssteuern von fast 50 Mio. Das freut uns natürlich, weil wir in der dieses Jahr gestarteten Legislatur Einiges vor haben, vor allem was die Investitionen in die öffentliche Infrastruktur geht.

Schaffhausen ging es aber nicht immer so gut wie heute. Als Folge der Industriekrise Ende der 80 und 90-er Jahre, als vor allem in der Metallindustrie gegen 10'000 Arbeitsplätze verloren gegangen sind, schrumpfte unsere Stadt von 38‘000 auf 33‘000 Einwohnerinnen und Einwohner. Seit 8 Jahren verzeichnen wir wieder ein moderates Bevölkerungswachstum.

Wir haben wirtschaftlich den Turnaround geschafft, dank einer erfolgreichen Ansiedlungspolitik, die Schaffhausen zu einem wichtigen Standort internationaler Unternehmen gemacht hat.

Unsere Assets, denen wir unseren Erfolg verdanken, sind einerseits unsere hohe Lebensqualität, für die wir als erste Energiestadt Europas mit Goldlabel seit einigen Jahren auch Einiges unternehmen.

Andererseits sind es die hervorragende Verkehrserschliessungen zum Flughafen Zürich sowie in die Metropolitanräume Zürich / Basel / Stutt­gart und in die Region Bodensee.

Und dann ist da natürlich noch der Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften im süddeutschen Raum, von denen über 6'000 als Grenzgänger in unseren Kanton pendeln.

Schaffhausen ist der wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Motor der ganzen Region. Und wenn ich von Region spreche, betrifft das auch die angrenzenden Gebiete des Kantons Zürich und Thurgau ennet des Rheins sowie unsere deutsche Nachbarschaft. Um unsere Aufgaben für die Bevölkerung bestmöglich zu bewältigen, beschäftigen wir heute ca. 1'600 Mitarbeitende bei ca. 900 FTE.

Kaum eine Stadt der Schweiz in unserer Grösse verfügt über ein ähnlich vielseitiges und reichhaltiges Freizeit-, Kultur- und Sportangebot. Zur tollen Sportinfrastruktur gehört auch diese moderne Eissportanlage, welche die Stadt 2011 erstellt hat. Dazu gehören z.B. auch die BBC-Arena, modernste Handballhalle der Schweiz oder der Lipo-Park, das neuste Fussballstadion unseres Landes, beide im Wesentlichen von privaten Investoren finanziert.

Besuchen Sie einmal eine unserer vielen, attraktiven Kulturanlässe, wie das  Jazzfestival, die wichtigste Werkschau des Schweizer Jazz, dessen 27. Ausgabe letzte Woche über die Bühne ging. Empfehlen kann ich Ihnen auch das vom 08.08. bis 12.08. mitten in der Altstadt stattfindende Pop und Rock    Openair-Festival "Stars in Town" mit Grössen wie Bryan Adams, Toto, Emilie Sande oder Georg Ezra statt oder vom 9.05. - 13.05.2018 das alle zwei Jahre stattfindende internationale Bachfest.

Ein ganz wichtiger Asset stellt natürlich unsere mittelalterliche Altstadt mit ihren 171 Erkern dar. Sie ist seit 1972 weitgehend autofrei und sicher eine der grössten und besterhaltensten Europas. Da finden Sie eine grosse Anzahl von diversen erfolgreichen Gaststätten. Gemütliche Café's mit Sitzgelegenheiten auf den Plätzen und in den Gassen, moderne Lokalitäten mit innovativem Essensangebot und angenehmer Atmosphäre wie auch noble, gediegene Sternerestaurants in alten Zunft- und Altstadthäusern.

Es fehlen lediglich die Restaurants mit direktem Rheinanstoss. Dazu ist im Moment ein Postulat im Stadtparlament pendent, das den Stadtrat beauftragt, Bericht und Antrag zur Projektierung eines Orts für eine solche Gaststätte direkt am Rhein zu unterbreiten.

Die Mitglieder von Gastro Suisse sind ein wichtiger Teil der hohen Attraktivität unserer Altstadt. Sie schaffen lokale Wertschöpfung und bieten Arbeits- und Ausbildungsplätze für junge Menschen. Das freut mit als Personalreferent der Stadt natürlich ganz besonders. Auch wir bieten, vor allem in unseren drei Alterszentren Ausbildungsmöglichkeiten im Gastrobereich. Im Moment stehen dort 11 Personen in einer solchen Ausbildung. Insgesamt bilden wir gegen 100 Lernende in 17 Berufen aus und sind damit eine der wichtigsten Ausbildungsstätten in der ganzen Region.

Eine grosse Herausforderung für unsere Stadt erweist sich das gestern zum zweiten Mal vom Kantonsrat verabschiedete Tourismusgesetz. Wir hoffen, dass es im zweiten Anlauf im Herbst klappen wird und das Stimmvolk die Wichtigkeit des Tourismus für unsere Region erkennen wird. Ansonsten wird nicht nur das Tourist Office in der Altstadt gefährdet sein.
Ich weiss, dass auch Sie Sorgen plagen, die wir hier in einer exponierten Grenzregion nur zu gut kennen und zu einem grossen Teil teilen. Über den Einkaufs- und Esstourismus fliessen viel zu viel Kaufkraft ins Ausland ab. Das schwächt auch unsere Altstadt als Einkaufs- und Erlebnisregion. Die Stadt engagiert sich hier tatkräftig. In einem Projekt "Einkaufs- und Erlebnisregion SH" der Regionalen Standortentwicklung wird dieses Jahr eine mobile Crossselling Plattform mit WLAN auf den bestfrequentiertesten Gassen und Plätzen der Stadt wie auch am Rheinfall aufgeschaltet, mit der wir die Besucherinnen und Besucher vom Rheinfall wieder vermehrt in die Altstadt bringen wollen.

Leider profitieren unsere Gastronomen und unsere Konsumenten im Inland viel zu wenig von der Euroschwäche. Und in Bundesbern haben offenbar ein paar grosse Importeure, welche sich mit massiven Importaufschlägen auf ausländische Waren gesund stossen, viel zu viel Einfluss auf die Gesetzgebung. Ich gratuliere Ihnen dazu, dass Sie sich mit Ihrer Volksinitiative "Stopp der Hochpreisinsel" dagegen wehren. Bleiben Sie dran, denn auch hier gilt: steter Tropfen höhlt den Stein.

Liebe Delegierte
Zum Schluss ist es mir ein Anliegen, Ihnen für Ihr grosses Engagement, ohne dem die anspruchsvollen Herausforderungen Ihrer Branche nicht zu bewältigen sind, zu danken.
Ich wünsche Ihnen weiterhin eine interessante, erfolgreiche Tagung und hoffe, dass Sie auch noch etwas Zeit finden, unsere schöne Stadt zu erkunden. Kommen Sie bald wieder, wir würden uns freuen und ich kann Ihnen versichern, dass Sie es nicht bereuen werden.

 


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