Ich lerne jeden Tag dazu

Foto: Peter Pfister

Artikel von Marco Planas in den schaffhauser az vom 09.04.2009

Am Montagnachmittag lud die Seniorengruppe Silberfüchse den neuen Stadtrat Peter Neukomm zu einem Referat ins Haus Emmersberg ein. Dieser nahm sich trotz vollem Terminkalender Zeit, um über seine Erfahrungen nach den ersten 100 Tagen in der städtischen Exekutive zu berichten.

Peter Neukomm zeigte sich 100 Tage nach seinem Amtsantritt mehr als zufrieden mit seiner neuen beruflichen Herausforderung. Als neuer Finanzreferent gehören neben den Finanzen auch das städtische Personal und die Einwohnerdienste zu seinem Tätigkeitsgebiet: «Es ist eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, viele wichtige Geschäfte gehen über meinen Schreibtisch. Der Umgang mit grossen Geldmengen erfordert ein sorgfältiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten», ist sich Neukomm bewusst. Er nehme die Herausforderung aber gerne an und freue sich auf die vielen interessanten Geschäfte, die auf ihn warten.

Gelungener Start
Der Einstieg in die Exekutive ist Peter Neukomm nicht schwer gefallen. Sowohl er als auch die ebenfalls neu gewählte Stadträtin Jeannette Storrer seien vom Gremium bestens aufgenommen und integriert worden. Es habe sich gezeigt, dass der neu zusammengesetzte Stadtrat in der Lage sei, bei wichtigen Themen an einem Strang zu ziehen, so Neukomm.
In einer seiner ersten Amtshandlungen ging es darum, mit den Kollegen die neuen Legislaturziele zu bestimmen: «Das war wie ein Sprung ins kalte Wasser, aber es hat mir auch dabei geholfen, mich schnell in die neuen Geschäfte einzuarbeiten. Ich habe gemerkt, dass viele grosse Projekte auf uns zukommen und somit eine arbeitsintensive und spannende Zeit auf mich wartet», freut sich Neukomm, der anfügt, dass er nur auf dem Papier halbamtlich für den Stadtrat im Einsatz ist: «Offiziell bin ich zwar halbamtlicher Stadtrat, aber die Arbeit ist natürlich erheblich grösser als 50 Prozent.» Dennoch arbeitet der dynamische Stadtrat nebenbei weiterhin zu 30 Prozent auf seinem alten Beruf als Untersuchungsrichter beim Kanton. Hinzu kommen von Amtes wegen noch weitere Verpflichtungen, wie der Verwaltungsrat des Kraftwerks Schaffhausen , die Verwaltungskommissionen der KSD oder des Kläranlageverbandes. In den wenigen freien Stunden, die ihm bleiben, widmet sich Neukomm seiner Familie, treibt selber noch etwas Sport und nimmt rege am Schaffhauser Sportgeschehen Anteil. «Der Tag sollte eigentlich mehr als 24 Stunden haben. Aber beklagen möchte ich mich nicht, ich wollte Stadtrat werden und bin auch bereit, ein grosses Arbeitspensum in Kauf zu nehmen. Ich lerne jeden Tag dazu und komme mit vielen interessanten Menschen in Kontakt», betont Neukomm.

Gutes Arbeitsklima
Einen grossen Unterschied zwischen seiner alten und neuen Tätigkeit sieht Neukomm in der Zeiteinteilung. So hatte er als Untersuchungsrichter – ausser während des Pikettdienstes - die Freiheit, Termine selber festzulegen und zu bestimmen, wann er welchen Fall behandeln möchte. Als Stadtrat werde sein Terminkalender meist von aussen bestimmt: «Die verloren gegangene Zeitautonomie ist eine der grössten Umstellungen für mich und es ist manchmal schwierig, alle Termine unter einen Hut zu bringen. Es wird von mir verlangt, rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen, auch wenn ich eigentlich nur halbamtlich angestellt bin». Gerade deshalb ist es besonders wichtig für ihn, dass alle seine Mitarbeitende am gleichen Strick ziehen. «Mit den Chefbeamten in meinem Referat verstand ich mich auf Anhieb glänzend, und ich habe es auch ihnen zu verdanken, dass ich mich schnell in meine neuen Aufgaben einarbeiten konnte. Man hört immer wieder mal wie verstaubt Verwaltungen und Beamte seien, aber ich habe bisher durchwegs positive Erfahrungen gemacht.» Damit das Arbeitsklima stimmt, wird bei Neukomm der Umgang mit den Angestellten gross geschrieben. So hat er beispielsweise mitgeholfen, einen Einführungsanlass für neue städtische Mitarbeitende ins Leben zu rufen, um diesen den Einstieg ins neue Arbeitsleben zu erleichtern.

Transparenz und Kommunikation
Neukomm ging gegen Ende seines Referates auch noch auf die politischen Zielsetzungen der nächsten Jahre ein. Dem Stadtrat sei es ein grosses Anliegen, die Stadt als leistungstragendes Regionalzentrum zu stärken. Natürlich sei die Aufgabe aufgrund der aktuellen Finanzkrise nicht einfach, aber man müsse mit den bescheidenen Mitteln, die zur Verfügung stünden, versuchen, wichtige Standortfaktoren zu verbessern. Dabei stünden vor allem Investitionen in den Bereichen Bildung und Infrastruktur im Zentrum.
Zudem solle das Vertrauen zwischen Stadt und Kanton, sowie zwischen der Stadtregierung und dem Parlament besonders gepflegt werden. Hierbei sollen die Leitsätze, welche der Stadtrat für die neue Legislatur formuliert habe, mithelfen: Mehr Transparenz, mehr Kommunikation, mehr Kooperation und mehr Lernen von Anderen.
Dass sich Neukomm diese Vorgaben zu Herzen nimmt, hat er mit seinem Auftritt bei den Silberfüchsen unter Beweis gestellt. Es sei ihm wichtig, trotz vollem Terminkalender die Nähe zum Volk nicht zu verlieren. Auf seiner Homepage www.peterneukomm.ch hält er deshalb die Öffentlichkeit stets über sein Schaffen auf dem Laufenden.


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