Lernende: Rekordzahl bei der Stadt

Schaffhauser Nachrichten vom 15.12.2012

100 Lernende aus insgesamt 20 Berufen bildet die Stadt Schaffhausen derzeit aus – ein absoluter Rekord. Damit sei eine obere Grenze erreicht, sagt Personal- und Finanzreferent Peter Neukomm.

von Rolf Fehlmann

Schaffhausen «Die Stadt Schaffhausen ist eine attraktive Arbeitgeberin und wichtige Ausbildnerin von beruflichem Nachwuchs» – das hat sich der Stadtrat mit seinen Legislaturschwerpunkten ins Stammbuch geschrieben. «Für mich als Personalreferent ist die Ausbildung von Lernenden ein wichtiges Anliegen, das wir sehr gut erfüllt haben», sagt Peter Neukomm mit Blick auf die rekordhohe Zahl von 100 Lernenden, die derzeit bei der Stadt Schaffhausen in einer Berufsausbildung stehen: «Als Stadt und Lebensraum wollen wir attraktiv sein und bleiben, gerade auch für junge Leute. Nicht von ungefähr spricht das Schaffhauser Wohnortmarketing Familien mit Kindern an; da ist es zwingend, dass wir Ausbildungsmöglichkeiten anbieten.»

Obere Grenze erreicht

Viel mehr als die heutigen 100 Lernenden werde die Stadt wohl nicht ausbilden können, sagt Neukomm und führt dafür zwei Gründe ins Feld: «Zum einen haben wir den Personalbestand der städtischen Verwaltung heruntergefahren, wodurch weniger personelle Ressourcen für die Betreuung der Lernenden zur Verfügung stehen; und zum anderen stossen wir bei den Platzverhältnissen an unsere Grenzen.» Um Synergien zu nutzen, arbeitet die Stadt im Projekt «Lehrlingsausbildung Kanton und Stadt Schaffhausen» eng mit dem Kanton zusammen. Neue Bundesvorschriften für die Ausbildung in kaufmännischen Berufen würden leider die Durchlässigkeit zwischen städtischen und kantonalen Ausbildungsstätten erschweren. Weil die Stadtverwaltung in zahlreichen Branchen aktiv ist – die Bandbreite reicht von Pflegeeinrichtungen über öffentlichen Verkehr, Garten-, Hoch- und Tiefbau bis hin zur klassischen Verwaltung –, kann sie ein attraktives Spektrum an Berufsausbildungen anbieten (siehe Tabelle). Was die Anzahl der Berufe und die Breite des Spektrums angehe, sagt Neukomm, sei die Stadt die grösste Ausbildnerin: «Die Koordination und der Support der Lernenden und ihrer Betreuungspersonen liegen in der Verantwortung von Andrea Fuchs vom Personaldienst. Sie engagiert sich dafür, durchgängig eine gute Betreuung unserer Lernenden zu gewährleisten.»

Chancen für schulisch Schwächere

Für den Personal- und Finanzreferenten ist es wichtig, dass die Stadt nicht nur drei- bis vierjährige Berufsausbildungen anbietet, die zur Erlangung eines Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses führen, sondern auch zweijährige Lehren, deren Absolventen am Schluss ein Eidgenössisches Berufsattest in Händen halten: «Wir stellen fest, dass die Anforderungen der Berufsschulen tendenziell steigen, was den Selektionsdruck erhöht, sodass für Berufe mit Fähigkeitszeugnis der Sekundarschulabschluss zur Regelvoraussetzung wird.» Mit der Wahl eines Berufes mit Berufsattest stehe schulisch schwächeren Lernenden zu einem späteren Zeitpunkt immer noch die Option offen, durch eine zusätzliche Ausbildung das Fähigkeitszeugnis zu erlangen.

Stadt geniesst guten Ruf

Als Ausbildnerin geniesse die Stadt einen guten Ruf, sagt Neukomm: «Für kaufmännische und Pflegeberufe sind unsere Lehrstellen begehrt; Lehrstellen für handwerkliche Berufe sind hingegen etwas schwieriger zu besetzen.» Auf dem Arbeitsmarkt hätten die Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger der Stadt gute Chancen auf einen Job, versichert er. Selbstverständlich koste Ausbildung Geld, auch wenn sich ein genauer Betrag nicht beziffern lasse, sagt Neukomm: «Die Stadt kann bei der Besetzung von Stellen auf einen Pool von Leuten zurückgreifen, die sie selbst ausgebildet hat. Das gilt vor allem dort, wo der Arbeitsmarkt keine Spezialisten hergibt.» Entscheidend ist für Neukomm das Gesamtbild: «Bei den Grundausbildungen, die wir als Stadt anbieten, sind Berufslehren neben der Volksschule unser zweites Standbein.»


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