Strandbad Langwiesen verkauft

Für 245 000 Franken wechseln das Strandbad und der Campingplatz Langwiesen den Besitzer. Ab 1. Januar 2014 übernimmt die Gemeinde Feuerthalen das Grundstück von der Stadt Schaffhausen.

von Saskia Baumgartner

Feuerthalen Im kommenden Jahr erwirbt die Gemeinde Feuerthalen das Strandbad und den Campingplatz Langwiesen. Verbunden damit, übernimmt sie auch die Gesamtverantwortung sowie die Investitionen. Sprich: Feuerthalen soll die überfällige Sanierung der Anlage für 2 bis 3 Millionen Franken alleine tragen. Die Noch-Eigentümerin, die Stadt Schaffhausen, gewährleistet den Uferunterhalt, die Baumpflege und die Vermarktung durch die Tourismusorganisation. Diese Lösung sei «eine Chance für den Erhalt und die baldige Erneuerung der Anlage», sagte Stadtrat Peter Neukomm bei der gestrigen Pressekonferenz.

Ende komplexer Besitzverhältnisse
«Es macht alles in allem Sinn», erklärte Matthias Huber, Baureferent der Gemeinde Feuerthalen, und meint damit das Ende der kantonsüberschreitenden komplexen Besitz- und Pachtverhältnisse. Wenn man diese verstehen will, muss man beinahe 100 Jahre zurückgehen. Damals kamen viele Schaffhauser zum Baden auf das Grundstück auf der gegenüberliegenden Rheinseite. Allerdings gehörte das Land einem örtlichen Bauer. Dieser konnte angesichts der vielen Menschen, die sich auf seiner Wiese tummelten, schon bald keine ordentliche Heuernte mehr einfahren. Er bot der Stadt Schaffhausen das Grundstück zum Kauf an. Im Jahr 1919 ging es für 65 Rappen pro Quadratmeter an die Stadt. In den folgenden Jahren wurde die Anlage vergrössert, weitere Besitzer kamen hinzu. Neben der Gemeinde Feuerthalen haben auch der Kanton Zürich und eine militärhistorische Stiftung kleine Grundstücksanteile. 1985 kam zusätzlich zu den vier Besitzern dann noch ein Pächter hinzu, der TCS.

Sanierungen überfällig
Lange Zeit waren alle Beteiligten mit diesem Zustand zufrieden. Doch in den vergangenen Jahren nahmen die Besucherzahlen stetig ab. Der Grund: Strandbad und Campingplatz entsprechen nicht mehr den neusten Anfor- derungen. «Es besteht schon lange Sanierungsbedarf bei dem Hauptgebäude, dem Empfang, den sanitären Anlagen und dem Spielplatz», sagt Peter Neukomm. Der langjährige Platzwart Ewald Zwahlen ist vor allem um den Cam- pingplatz besorgt, der nicht mehr dem Standard entspricht. So sei die Anlage für die immer grösser werdenden Wohnwagen nicht geeignet. Ausserdem gebe es nicht an allen Stellplätzen Strom. «Letztens ist jemand abgereist, weil er seine Mikrowelle nicht anschliessen konnte», sagt Zwahlen. Schon Ende 2011 hatte man beschlossen, die Anlage gemeinschaftlich zu sanieren. Die Kosten sollten auf die drei Hauptnutzer verteilt werden: Die Stadt Schaffhausen sollte rund 1 Millionen Franken investieren, die Gemeinde Feuerthalen 100 000 Franken und der TCS 800 000 Franken. Nach internen Veränderungen beim TCS war dieser jedoch plötzlich nicht mehr bereit, sich zu beteiligen. Der Vertrag zwischen TCS und der Stadt Schaffhausen wurde daraufhin gekündigt. Er endet in die- sem Jahr.

Eintrittspreis bleibt, Küche kommt
Weil die Stadt sich momentan in einer angespannten Finanzlage befindet, sah sie keine Möglichkeit, die 800 000 Franken des TCS zu übernehmen. Der Verkauf der Anlage an die Gemeinde Feuerthalen ist nun die Folge. Wie geht es nun weiter? «2014 werden wir ein Projekt erarbeiten», sagt der Feuerthaler Gemeindepräsident Jürg Grau. Die Vorschläge für die zukünftige Gestaltung des Strandbads und des Campingplatzes kommen dann vors Volk. Die Sanierungsarbeiten sollen schnellstmöglich beginnen. Wird das innerhalb der nächsten drei Jahre nicht getan, hätte die Stadt Schaffhausen das Recht, das Grundstück zurückzukaufen. Doch so weit soll es nicht kommen. Im kommenden Jahr sind bereits erste Veränderungen vorgesehen. «Wir wollen das Angebot in der Gastronomie verbessern», sagt Matthias Huber. Bis auf das erweiterte kulinarische An- gebot soll für die Badegäste und Campingbesucher 2014 aber alles beim Alten bleiben, vor allem der Eintrittspreis. «Es wird definitiv nicht teurer», verspricht Huber.


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