08.12.2025

Stadthaus bezogen

Foto: Till Burgher (vgl. Schaffhauser Nachrichten vom 09.12.2025, S. 15)

Heute ist ein besonderer Freudentag für unsere Stadt, weil wir mit dieser Medienkonferenz den 10jährigen, anspruchsvollen, aber auch spannenden Prozess für das Projekt erfolgreich abschliessen können.
Im November sind die letzten Bau- resp. Sanierungsarbeiten und danach die Umzüge über die Bühne gegangen und die letzten Büros bezogen worden.
Wir wollen heute nochmals zurückschauen und aufzeigen, woher wir gekommen sind, wie wir das Ziel erreicht haben und was dieses nun bedeutet.
Und wenn ich von wir rede, meine ich vom Stadtrat neben mir Baureferentin Katrin Bernath und Finanzreferent Daniel Preisig sowie Thomas Hess, der Projektleiter des Hochbauamts.
Unser neues Stadthaus soll ein Haus für alle sein: für unsere Einwohnerinnen und Einwohner, für unsere MA, ein Symbol für Ideen, Projekte und Lösungen, die unser Zusammenleben in SH stärken und uns als Gemeinschaft weiterbringen.
Mit diesem Gebäude schaffen wir nicht nur zusätzliche Räume für Verwaltung und Dienstleistungen – wir schaffen vor allem einen offenen Ort der Begegnung, der Zusammenarbeit und der Zukunftsgestaltung.
Wir sind stolz, dass wir mit dem neuen Stadthaus etwas erreicht haben, an dem sich zahlreiche unserer Vorgängerinnen und Vorgänger die Zähne ausgebissen haben.

Die Sanierung des Stadthausgevierts stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Aufwertung einer schönsten mittelalterlichen Altstädte Europas dar.
Neben dem City Management steht dieses Projekt ganz im Sinne des Schwerpunkts Nr. 3 der Legislaturschwerpunkte 2025 - 2028, dessen Titel «Lebendige Altstadt» lautet.
Unser ausformuliertes Ziel heisst: «Die Schaffhauser Altstadt ist ein attraktiver und lebendiger Mittelpunkt des öffentlichen Lebens der Region Schaffhausen».

Das sanierte Stadthausgeviert besteht ja nicht nur aus dem Verwaltungsteil, sondern auch noch aus einem Baurechtsteil, in dem diverse neue Angebote - Gewerbe, Gastronomie etc. - zu finden sein werden.
Damit steht das Stadthausgeviert in einer Reihe wichtiger städtischer Aufwertungen im Altstadtperimeter.
Dazu zählen u.a. auch die Bahnhofstrasse, der Walther Bringolf Platz oder die Kammgarn West, die nächstes Jahr auf die Zielgerade einbiegen wird.

Beim neuen Stadthaus setzen wir mit einer architektonischer Kombination von Tradition und Moderne, nachhaltiger Bauweise und einer offenen Architektur ein Zeichen, ein neues Wahrzeichen für die SH Innenstadt.
Wir investieren nicht nur in Bau und Infrastruktur, in einen Wärmeverbund, mit dem künftig viel CO2 eingespart werden kann, sondern in Transparenz, Bürgernähe und ein zeitgemässes Miteinander.
Dank diesem Haus können wir unsere Dienstleistungen effizienter, bürgerfreundlicher und zugänglicher gestalten.

Und damit komme ich zu meiner Rolle als Personalverantwortlicher der Stadt.
Auch hier gibt es einen Bezug zu unseren Legislaturschwerpunkte 2025-2028:
Im Schwerpunkt 4, «Innovation und Dienstleistung», unter den Titeln  «Professionelle Verwaltung» und dem Titel «Personal».
Dank der neuen Infrastruktur konnten wir 170 zeitgemässe Arbeitsplätze für unsere MA schaffen und das bei einer ratio von ca. 0.8.
Das hilft, dass sie noch näher zusammenrücken. Das gilt auch für die SR-Mitglieder, die nun alle hier ihre Büros haben.
Es wird auch die abteilungs- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit wesentlich vereinfachen und beschleunigen.
Einzelbüros gibt es nur noch für Mitglieder des Stadtrats. Der Platz wird dadurch effizienter genutzt.
Dafür gibt es offene multifunktionale Bereiche, mehr Rückzugs- und Besprechungszonen, feste Teamzonen ohne fixe Arbeitsplätze etc..
Das spart auch Kosten, macht flexibler und bringt eine bessere Vernetzung der Mitarbeitenden.
Wir haben auf moderne Arbeitsformen umgestellt (Stichworte: New Work, Shard Desk, Clean Desk, Homeoffice etc.) und unsere MA dafür mit einem sorgfältigen Change Management Prozess mitgenommen.
Wir versuchen auch eine einheitlichere Unternehmenskultur zu erreichen.
Dazu erarbeiten wir zur Zeit eine neue Führungsleitlinie.
Das alles hilft unserer Arbeitgeberattraktivität, was im künftigen Wettbewerb um Fachkräfte nötig sein wird, um unsere Dienstleistungen zugunsten der Bevölkerung weiterhin in hoher Qualität zu erbringen.
Und: Das Zusammenrücken bringt auch der Bevölkerung einen Vorteil, weil sie für fast alles, was mit der Stadt zu tun hat, nur noch an einen Ort gehen muss und dieser liegt im Herzen der Altstadt.

Mit dieser Zentralisierung haben wir zudem diverse grosse Altstadthäuser für neue Nutzungen freispielen können.
Auch das bringt mehr Leben und Wertschöpfung in die Innenstadt.