12.06.2024

Thomas Silvestri mit Kulturpreis geehrt

Ich freue mich, Sie im Namen der Stadt und als Präsident der Stiftung des Georg Fischer Kulturpreises der Stadt Schaffhausen hier im Haberhauskeller begrüssen zu können. Wir sind heute hier, um den wichtigsten Kulturpreis der Stadt Schaffhausen zu verleihen, der mit Fr. 25’000 dotiert ist. Er wird vom Stiftungsrat der Stiftung Georg Fischer Preis seit 1952 in der Regel alle zwei bis drei Jahre an Kulturschaffende mit Wirkungs- oder Herkunftsort Schaffhausen verliehen. Der Stiftungsrat, der vom Stadtpräsidenten präsidiert wird, setzt sich aktuell aus folgenden Personen zusammen:

  • Unser Vizepräsident Roland Gröbli, Generalsekretär VR Georg Fischer AG
  • Ursula Stamm-Keiser, Buchhändlerin und Mitorganisatorin der Schaffhauser Buchwochen
  • Bea Schäfli, Unternehmerin und Vizepräsidentin Kunstverein
  • Dr. Daniel Leu, Bio-Chemiker/Coach/Mitbegründer Kulturzentrum Kammgarn
  • Jens Lampater, Leiter städtischer Kulturdienst und Quästor des Stiftungsrats.

 

Sie erinnern sich vielleicht: Die letzten Preisträgerinnen waren:

  • 2016 die Musikerin und Komponistin Helena Winkelmann
  • 2018 die Konzept- und Installationskünstlerin Daniela Keiser
  • 2020 Theaterpädagoge und Regisseur Jürg Schneckenburger und
  • 2022 die Autorin Ursula Fricker.

Heute ehren wir mit Thomas Silvestri einen Mann, der aus der Schaffhauser Musik- und Theaterszene nicht mehr wegzudenken ist. Er ist eine richtige Institution, was von der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen wird, weil er aufgrund seiner sympathischen Bescheidenheit immer etwas unter dem Radar der Öffentlichkeit durchfliegt. Umso wichtiger ist dieser Preis. Entsprechend fiel dem Stiftungsrat die Wahl leicht: An seiner Sitzung vom 27. Oktober 2023 hat er mit Überzeugung beschlossen, Thomas Silvestri den Preis 2024 zu verleihen. Mit der Preisvergabe bringt der Stiftungsrat dem Preisträger seine Anerkennung und Wertschätzung zum Ausdruck für sein langjähriges, vielfältiges musikalisches Schaffen und sein fortwährendes Engagement für die Schaffhauser Musik- und Theaterszene. Thomas Silvestri ist studierter Mathematiker. Das ist nicht überraschend, denn der Zusammenhang zwischen Musik und Mathematik war schon den Gelehrten im antiken Griechenland bewusst. Danill Charms, ein russischer Schriftsteller der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, 1905 – 1942, hat das einmal schön umschrieben: «Mathematik ist Musik des Geistes, Musik ist Mathematik der Seele». Der Preisträger kann auf eine mehr als 30 Jahre reichhaltiges Musikschaffen als Jazzpianist, Komponist und Bandleader zurückblicken. Er unterrichtet an der Musikschule MKS Schaffhausen sowie an der Kantonsschule Schaffhausen und ist Berufsausbildner im Hauptfach Jazzpiano bei der Kalaidos Musikhochschule. Bei diesem Engagement ist es ihm eine Herzensangelegenheit, die Begeisterung für das Fach Jazzpiano auf allen Niveaus zu vermitteln. Als Komponist und Arrangeur von Bühnenmusik war er für die musikalische Leitung und Komposition bei zahlreichen Theaterproduktionen tätig, insbesondere sechsmal für das Schaffhauser Sommertheater. Es gibt also viele gute Gründe, weshalb der Ausgezeichnete heute diesen Preis erhält. Diese wird uns Klavierlehrer Werner Schraff in seiner Laudatio sicher noch vertiefter erläutern. Besonders freuen dürfen wir uns, dass er zusammen mit seinem Sohn Joscha auch noch einen musikalischen Beitrag zu diesem Anlass leisten wird. Nach der Preisübergabe wird auch der Preisträger selber noch ans Klavier sitzen und uns in Begleitung von Carles Peris und Barbara Balzan ein paar wunderbare Eigenkompositionen präsentieren. Bevor ich das Wort dem Laudator Werner Schraff weitergebe, möchte ich unserem Quästor Jens Lampater und Nina Diggelmann vom städt. Kulturdienst sowie Andrea Morgenthaler vom Haberhaus für die professionelle Organisation des heutigen Anlasses danken. Ein weiterer Dank geht an meine Kolleginnen und Kollegen vom Stiftungsrat sowie an alle, welche die heutige Preisverleihung mit einem Beitrag bereichern. Damit gebe ich die Bühne frei und wünsche Ihnen allen noch einen unterhaltsamen Abend. Lieber Thomas, wir hoffen, dass Du noch lange kreativ und engagiert bleibst, denn ohne Dich würde eine tragende Figur im Kulturbetrieb unserer Region fehlen. Geniesse es heute Abend, Du hast es mehr als verdient!

kulturraum.sh

Foto Selwyn Hoffmann/SN