100 Jahre TCS: Erfolg dank Innovationsgeist

Grusswort der Stadt zum Jubiläum 100 Jahre TCS Schaffhausen vom 14.06.2024 im Stadttheater

Im Namen der Stadt Schaffhausen begrüsse ich Sie in unserem wunderbaren städtischen Gastspieltheater, das vor 157 Jahren zum ersten Mal seine Pforten öffnete. Schön, dass Sie Ihr Jubiläum hier bei uns feiern. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, Ihnen – sozusagen als Hausherr – die Grüsse des Stadtrats überbringen und Ihnen zu diesem besonderen Jubiläum gratulieren zu können.

«Damit Sie immer weiterkommen» heisst der Slogan des TCS. Das gilt im übertragenen Sinn auch für die SH Sektion.
Der grosse Erfolg, der sich in der hohen Mitgliederzahl von 14’500 zeigt, ist ein Beleg dafür, dass er als Non-Profit Organisation seine Leistungen für seine Mitglieder immer der Zeit und den Bedürfnissen angepasst hat.
Der TCS ist trotz des hohen Alters ein lebendiger und dynamischer Club geblieben, der sich weiterentwickelt und innovativ neuen Herausforderungen stellt. Seine Stärke liegt in der Gemeinschaft, in der Vielfalt seiner Mitglieder und in deren unermüdlichem Engagement.

Für die städtische Politik ist der TCS bei Verkehrsfragen ein wichtiger Ansprechpartner und nicht mehr wegzudenkender verkehrspolitischer Player. Das hat auch damit zu tun, dass er verkehrspolitisch die aktuellen Entwicklungen und Anforderungen – nicht nur bezogen auf den MIV – aufnimmt und sich offen und konstruktiv damit auseinandersetzt.
Die Mobilitätsakademie des TCS ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich der Verein aktiv mit der Zukunft einer nachhaltigen Mobilität beschäftigt. In Schaffhausen werden gleich zwei innovative Formen nachhaltiger Mobilität der TCS-Mobilitätsakademie angeboten, welche die Stadt mitunterstützt. Einerseits geht es um die elektrischen Lastenvelos «Carvelo», die stunden- oder auch tageweise gemietet werden können. Und andererseits haben wir mit dem nachhaltigen Transporter «Smargo» letztes Jahr ein Projekt der Mobilitätsakademie in unser Smart-City-Projekt «Sharehausen» eingebunden. Hier wollen wir das Potenzial der Sharing-Mobilität, insbesondere für den Gütertransport, testen.

Gemäss eigenen Vorgaben engagiert sich der TCS für «eine sichere, nachhaltige und selbstbestimmte Mobilität».
Da gibt es wichtige Schnittstellen zu den Zielen des Stadtrats. Denn der Mobilität und dem Verkehr stellen sich gerade in einem urbanen Umfeld, wo der Platz knapp und die Dichte beim Wohnen und Arbeiten hoch ist, besonders grosse Herausforderungen. Dazu gehören auch unsere anspruchsvollen, aber alternativlosen Klimaziele und unsere Bestrebungen für eine Energiewende. Gemäss den LSP 2021 – 2024 strebt der SR im Rahmen der räumlichen Entwicklung eine stadtverträgliche Mobilität an. Das Verkehrssystem soll effizient, sicher und umweltfreundlich sein.
Hierzu wurde 2021 das behördenverbindliche Instrument des Gesamtverkehrskonzepts verabschiedet, das es in den nächsten Jahren umzusetzen gilt. Dabei sind wir auf die konstruktive Mitarbeit des TCS angewiesen. Und diese Zusammenarbeit funktioniert ja zum Glück sehr gut. Wie mit anderen Verkehrsverbänden steht die Stadt mit Ihnen im Austausch, wenn es um grössere Infrastrukturprojekte geht.

Lassen Sie uns also gemeinsam positiv nach vorne blicken. Lassen Sie uns weiterhin innovative Lösungen finden und nachhaltige Konzepte entwickeln, um die Mobilität der Zukunft zu gestalten. Bewahren Sie den Geist Ihrer Gründer, die sich vor hundert Jahren zusammengeschlossen haben, um ihn mit modernen Visionen und mit nachhaltigen Technologien zu verbinden.
Im Namen der Stadt gratuliere ich Ihnen ganz herzlich zum Jubiläum und freue ich mich, anschliessend mit Ihnen auf die nächsten 100 Jahre TCS Schaffhausen anstossen zu können.

Thomas Silvestri mit Kulturpreis geehrt

Einleitung als Stiftungsratspräsident anlässlich der Übergabe des Georg Fischer Kulturpreises der Stadt Schaffhausen vom 12.06.2024 im Haberhauskeller

Foto: Der Jazzlehrer und Künstler Thomas Silvestri (M.) wurde mit dem Georg-Fischer-Kulturpreis geehrt. Dieser wurde ihm vom Bereichsleiter Kultur Jens Lampater (l.) sowie Stadtpräsident Peter Neukomm überreicht. BILD SELWYN HOFFMANN/SN

Ich freue mich, Sie im Namen der Stadt und als Präsident der Stiftung des Georg Fischer Kulturpreises der Stadt Schaffhausen hier im Haberhauskeller begrüssen zu können. Wir sind heute hier, um den wichtigsten Kulturpreis der Stadt Schaffhausen zu verleihen, der mit Fr. 25’000 dotiert ist. Er wird vom Stiftungsrat der Stiftung Georg Fischer Preis seit 1952 in der Regel alle zwei bis drei Jahre an Kulturschaffende mit Wirkungs- oder Herkunftsort Schaffhausen verliehen. Der Stiftungsrat, der vom Stadtpräsidenten präsidiert wird, setzt sich aktuell aus folgenden Personen zusammen:

–   unser Vizepräsident Roland Gröbli, Generalsekretär VR Georg Fischer AG
–   Ursula Stamm-Keiser, Buchhändlerin und Mitorganisatorin der Schaffhauser Buchwochen
–   Bea Schäfli, Unternehmerin und Vizepräsidentin Kunstverein
–   Dr. Daniel Leu, Bio-Chemiker/Coach/Mitbegründer Kulturzentrum Kammgarn
–   Jens Lampater, Leiter städtischer Kulturdienst und Quästor des Stiftungsrats.

Sie erinnern sich vielleicht: Die letzten Preisträgerinnen waren:

– 2016 die Musikerin und Komponistin Helena Winkelmann
– 2018 die Konzept- und Installationskünstlerin Daniela Keiser
– 2020 Theaterpädagoge und Regisseur Jürg Schneckenburger und
– 2022 die Autorin Ursula Fricker.

Heute ehren wir mit Thomas Silvestri einen Mann, der aus der Schaffhauser Musik- und Theaterszene nicht mehr wegzudenken ist. Er ist eine richtige Institution, was von der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen wird, weil er aufgrund seiner sympathischen Bescheidenheit immer etwas unter dem Radar der Öffentlichkeit durchfliegt. Umso wichtiger ist dieser Preis. Entsprechend fiel dem Stiftungsrat die Wahl leicht: An seiner Sitzung vom 27. Oktober 2023 hat er mit Überzeugung beschlossen, Thomas Silvestri den Preis 2024 zu verleihen.
Mit der Preisvergabe bringt der Stiftungsrat dem Preisträger seine Anerkennung und Wertschätzung zum Ausdruck für sein langjähriges, vielfältiges musikalisches Schaffen und sein fortwährendes Engagement für die Schaffhauser Musik- und Theaterszene.
Thomas Silvestri ist studierter Mathematiker. Das ist nicht überraschend, denn der Zusammenhang zwischen Musik und Mathematik war schon den Gelehrten im antiken Griechenland bewusst.
Danill Charms, ein russischer Schriftsteller der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, 1905 – 1942, hat das einmal schön umschrieben: «Mathematik ist Musik des Geistes, Musik ist Mathematik der Seele».

Der Preisträger kann auf eine mehr als 30 Jahre reichhaltiges Musikschaffen als Jazzpianist, Komponist und Bandleader zurückblicken. Er unterrichtet an der Musikschule MKS Schaffhausen sowie an der Kantonsschule Schaffhausen und ist Berufsausbildner im Hauptfach Jazzpiano bei der Kalaidos Musikhochschule. Bei diesem Engagement ist es ihm eine Herzensangelegenheit, die Begeisterung für das Fach Jazzpiano auf allen Niveaus zu vermitteln.

Als Komponist und Arrangeur von Bühnenmusik war er für die musikalische Leitung und Komposition bei zahlreichen Theaterproduktionen tätig, insbesondere sechsmal für das Schaffhauser Sommertheater. Es gibt also viele gute Gründe, weshalb der Ausgezeichnete heute diesen Preis erhält. Diese wird uns Klavierlehrer Werner Schraff in seiner Laudatio sicher noch vertiefter erläutern. Besonders freuen dürfen wir uns, dass er zusammen mit seinem Sohn Joscha auch noch einen musikalischen Beitrag zu diesem Anlass leisten wird. Nach der Preisübergabe wird auch der Preisträger selber noch ans Klavier sitzen und uns in Begleitung von Carles Peris und Barbara Balzan ein paar wunderbare Eigenkompositionen präsentieren.

Bevor ich das Wort dem Laudator Werner Schraff weitergebe, möchte ich unserem Quästor Jens Lampater und Nina Diggelmann vom städt. Kulturdienst sowie Andrea Morgenthaler vom Haberhaus für die professionelle Organisation des heutigen Anlasses danken. Ein weiterer Dank geht an meine Kolleginnen und Kollegen vom Stiftungsrat sowie an alle, welche die heutige Preisverleihung mit einem Beitrag bereichern. Damit gebe ich die Bühne frei und wünsche Ihnen allen noch einen unterhaltsamen Abend.

Lieber Thomas,
Wir hoffen, dass Du noch lange kreativ und engagiert bleibst, denn ohne Dich würde eine tragende Figur im Kulturbetrieb unserer Region fehlen. Geniesse es heute Abend, Du hast es mehr als verdient!

Bürgerrat wird abgeschafft

Stellungnahme zum Ergebnis der städtischen Volksabstimmung vom 09.06.2024

Der Stadtrat zeigt sich sehr erfreut, dass seine Vorlage zur Abschaffung des Bügerrats eine so klare Mehrheit bei den Stimmberechtigten gefunden hat. Er versteht das auch als Vertrauensbeweis.

Das Bürgerrecht ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur vollständigen Integration von Menschen mit ausländischer Herkunft in unserer Gesellschaft.  
Der Stadtrat begrüsst es darum, wenn sich diese Einwohnerinnen und Einwohner, welche die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, einbürgern lassen.

Das ordentliche Einbürgerungsverfahren, das über alle drei Staatsebenen läuft, dauert heute aber viel zu lange, bis zu zwei Jahren.
Mit dem heutigen Entscheid der Stimmberechtigten wird es zumindest auf der städtischen Ebene beschleunigt und vereinfacht.
Es werden damit Bürokratie abgebaut und Kosten eingespart.
Offenbar haben diese Gründe die Stimmberechtigten überzeugt.

Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, wenn in Zukunft der Stadtrat allein für die Prüfung aller Einbürgerungsgesuche zuständig ist und über die Erteilung des Gemeindebürgerrechts entscheidet.
Diese Zuständigkeitsregelung hat sich bei der vereinfachten Einbürgerung bestens bewährt.

Aufgrund eines parlamentarischen Kompromisses ist vorgesehen, dass insgesamt sechs Delegierte des Grossen Stadtrats auf Amtsdauer bestimmt werden, wovon jeweils zwei an den Vorstellungsgesprächen im ordentlichen Verfahren mit beratender Stimme teilnehmen und Fragen stellen können.
Den Fraktionen des Stadtparlaments kommt ein Vorschlagsrecht zu.
Die Wahl dieser Delegierten wird auf die neue Legislatur 25-28 stattfinden. Der Stadtrat wird das noch in einem Reglement festhalten.

Der Stadtrat freut sich, dass die Stimmberechtigten der Beschleunigung des Einbürgerungsverfahrens durch die Abschaffung des Bürgerrats klar zugestimmt haben und wird die nötigen gesetzgeberischen Schritte in die Wege leiten, damit das auf nächstes Jahr umgesetzt werden kann.

Versorgungssicherheit erhöhen

Leserbrief zur eidg. Volksabstimmung vom 09.06.2024 über das Stromgesetz

Die zuverlässige Verfügbarkeit von Schweizer Strom stellt einen zentralen Pfeiler für unser Land und unseren Wohlstand dar. Es gilt sie deshalb zeitnah zu erhöhen, um die Schweiz vor den Risiken einer Strommangellage und deren katastrophalen Konsequenzen zu schützen. Dies ist nur möglich mit inländischen, erneuerbaren Energien. Das Stromgesetz bringt hierzu verbindliche Ausbauziele für die Stromproduktion bis 2035 und 2050. Damit sichert es die Versorgung und die nötigen Investitionen im Inland. Wenn ganzjährig genügend Strom vorhanden ist, wirkst sich das auch stabilisierend auf die Preise aus. Das hilft uns allen. Darum sage ich mit Überzeugung Ja zum Stromgesetz.

Digitale Visitenkarte der Stadt

Votum anlässlich der Präsentation der neuen Website der Stadt vom 14.05.2024 im Meeting Point

Mit der Aufschaltung der neuen Website erreichen wir einen wichtigen Meilenstein unserer Legislaturschwerpunkten 2021 – 24 und können auch wieder unserem städtischen Leitbild gerechter werden, in dem es heisst:
„Die Stadt Schaffhausen informiert offen und sucht den direkten Dialog mit ihren EinwohnerInnen. Sie ermöglicht einen unkomplizierten Zugang zu den Verantwortlichen von Politik und Verwaltung.“
Legislaturschwerpunkte 2021-24
Schwerpunkt 1:     Smart City und digitale Verwaltung – Digitalisierung
«Die Stadt nutzt und gestaltet die digitale Transformation, um Prozesse und Dienstleistungen zu verbessern.»
Als Massnahmen sind darin aufgeführt:
– Erneuerung der städtischen Webseite
– Verbesserung und Erweiterung von Online-Angeboten und elektronischer Zahlungsmöglichkeiten für die Bevölkerung
Schwerpunkt 5:     Leistungsfähige öffentliche Hand
Professionelle Verwaltungsführung
«Professionelle Prozesse und zeitgemässe Strukturen sorgen für eine effiziente, transparente und leistungsfähige Verwaltung
Massnahme: Stärkung der externen Kommunikation
Eine moderne und funktionelle Website als Kommunikationsinstrument erweist sich für Städte und Gemeinden gerade in Zeiten der Desinformationen als besonders wichtig.
Sie richtet sich an die breite Öffentlichkeit, insbes. an die Bevölkerung, BesucherInnen, aber auch an die Wirtschaft.

1.   Digitale Visitenkarte der Stadt
Eine Website dient als digitale Visitenkarte der Stadt. Sie ermöglicht es Interessierten, Informationen über die Stadt, ihre Dienstleistungen, Infrastrukturen, Veranstaltungen und Aktivitäten niederschwellig und einfach zu finden.

2.   24/7 Zugänglichkeit und Kundenkontakt
Eine Website ist rund um die Uhr von überall her verfügbar. Hier können Informationen eingeholt, Anfragen gestellt und Kontakt aufgenommen werden, unabhängig von den Öffnungszeiten der städtischen Büros.

3.   Kommunikation und Transparenz
Eine moderne Website ermöglicht es der Stadt, wichtige Informationen über ihre Projekte zu präsentieren und die Betroffenen über zusätzliche Instrumente mitwirken zu lassen. Dies fördert die Transparenz und stärkt das Vertrauen der Öffentlichkeit.

4.   Tourismus und Wirtschaftsförderung:
Eine gut gestaltete Website soll potenzielle BesucherInnen anziehen und auch die lokale Wirtschaft unterstützen. Informationen über Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen sollen genauso einfach zu finden sein, wie die städtischen Anlaufstellen und die wichtigsten kommunalen Rahmenbedingungen. Damit können auch potenzielle Investoren oder potenzielle Mitarbeitende für die Stadt angesprochen werden.

5.   Verbindung von Tradition und Innovation:
Eine moderne Website kann lokale Traditionen und kulturelles Erbe mit modernem Zeitgeist und Innovation verknüpfen. Sie kann dazu beitragen, die Identität der Stadt zu stärken und ihre Einzigartigkeit hervorzuheben.

Zusammengefasst kann es wie folgt auf den Punkt gebracht werden:
Eine moderne Website ist nicht nur eine digitale Präsenz, sondern auch eine Investition in die Zukunft der Stadt.
Sie ermöglicht effiziente Kommunikation, verbesserte Dienstleistungen und eine positive Wahrnehmung der Stadt.

Ich bin überzeugt, dass die Stadt mit der neuen Website, die von den Funktionalitäten und vom Design her wieder „state of the art“ ist, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen in der externen Kommunikation und im Einbezug der Bevölkerung besser bewältigen zu können. Das ist für uns als politische Führung sehr wichtig.

Dank
Dass wir heute endlich soweit sind, die neue Website der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist ganz vielen engagierten Mitarbeitenden zu verdanken, welche über einen längeren Zeitraum wertvolle Beiträge geleistet haben.

Federführend waren dabei das Finanzreferat mit der Stabstelle Lean und digitale Innovation sowie das Präsidialreferat mit der Stadtschreiberin und mit der Stabstelle Kommunikation.
Ich nutze die Gelegenheit, allen die mitgeholfen haben, im Namen des Gesamtstadtrats ganz herzlich zu danken. Das war ein Rieseneffort. Er hat sich gelohnt.
Fertig ist eine Website übrigens nie: Sie muss immer wieder aktualisiert und neu bespielt werden. Für diese wichtige Aufgabe wird die Stabstelle Kommunikation künftig im Lead stehen, aber natürlich auf die Mitarbeit aller Abteilungen und Bereich angewiesen sein.
Ich hoffe, dass die Website von der Öffentlichkeit und von Ihnen positiv aufgenommen wird.