Vaterschaftsurlaub stärkt Familienfreundlichkeit

Die Schweiz weist punkto Familienfreundlichkeit im Vergleich mit dem europäischen Umland immer noch einen erheblichen Rückstand auf. Es erstaunt darum nicht, dass die Geburtenrate bei uns zu tief ist, was uns spürbare demografische Nachteile bringt. Ein Baustein bei der nötigen Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bildet der Vaterschaftsurlaub. Der kleine Schritt in die richtige Richtung, der mit der Bundesvorlage vollzogen werden kann, ist wirtschaftlich tragbar, auch für KMUs. Deshalb stimme ich am 27. September mit Überzeugung Ja zu einem Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen für alle.

Smart City Schaffhausen

Zerstörerische Initiative schadet der Wirtschaft

Georg Fischer, Unilever oder IWC: Das sind nur drei von vielen renommierten Unternehmen, die ihren Sitz in Schaffhausen haben. Seit jeher gilt unser Kanton als wichtiger Industriestandort, der Spitzenprodukte herstellt und ins nahe und ferne Ausland exportiert. Damit dies auch in Zukunft möglich ist, sind unsere Firmen auf gute Rahmenbedingungen angewiesen. Von grosser Bedeutung sind dabei die bilateralen Verträge. Sie stellen sicher, dass unsere Firmen einen barrierefreien Zugang zur EU und damit zur wichtigsten Handelspartnerin haben.

Am 27. September könnte damit Schluss sein. Dann nämlich stimmt die Schweiz über die Kündigungsinitiative der SVP ab. Bei der Vorlage handelt es sich um einen direkten Angriff auf den bilateralen Weg. Denn klar ist: Sollte die zerstörerische Initiative angenommen werden, verlieren wir nicht nur die Personenfreizügigkeit, sondern zahlreiche weitere wirtschaftliche Vorteile.

Gerade in Krisenzeiten wie jetzt sind unsere Unternehmen besonders auf stabile Wirtschaftsbeziehungen angewiesen. Die planlose Kündigung der Bilateralen hingegen bringt Unsicherheit und Destabilisierung. Wer das nicht will, sagt am 27. September überzeugt NEIN zur radikalen Kündigungsinitiative. Das hilft unseren Unternehmen und sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze in unserem Kanton.

Ein Fest mit Preisen wie vor 50 Jahren

Foto: Jeanette Vogel/SN

Schaffhauser Nachrichten vom 07.09.2020

Mit den Jubiläumsfestlichkeiten machte die Pro City auf sich aufmerksam und setzte mit dem Anlass ein Zeichen für mehr Solidarität mit dem regionalen Gewerbe.

Jurga Wüger

Die Schaffhauser Vereinigung Pro City, eine Organisation der Detaillisten, Dienstleistungsfirmen, Hotels, Restaurants und Cafés in der Stadt Schaffhausen, ist 50 Jahre alt geworden. Der Vorstand feierte dieses halbe Jahrhundert Nachhaltigkeit am Samstag mit der Bevölkerung. Der mit zwei Pagodenzelten überdachte Bereich mitten auf dem Fronwagplatz wurde für die Gäste zum gemütlichen Treffpunkt. Ein Info- und Begegnungsbereich mit Bar, Stehtischen und einer Info-Wand zur Geschichte der Vereinigung rundeten das Angebot ab. Die beliebteste Attraktion auf dem Platz war allerdings das Glücksrad mit einer Gewinnchance von 50 Prozent. Hier zahlte man drei Franken für ein Los. 230 Preise im Gesamtwert von 13 000 Franken waren zu gewinnen. Gesponsert wurden sie alle vom lokalen Gewerbe. Gleich daneben testeten die Besucherinnen und Besucher beim unterhaltsamen City-Ballspiel die eigene Geschicklichkeit. Und damit das Jubiläum gebührend gefeiert werden konnte, wurden an der Pro-City-Bar Mineralwasser, Falken-Bier, regionale Weine und Sekt zu Preisen wie vor 50 Jahren angeboten. Die Altstadt als pulsierendes Herz

Der Anlass, so der Pro-City-Vorstand, soll «positive Signale für das Gewerbe, die Gastronomie und die Dienstleister aussenden». Gerade jetzt, in einer für das Gewerbe schwierigen Zeit, sei ein solcher Anlass ein Zeichen der Solidarität und hilfreich für die Belebung der Schaffhauser Altstadt. Am 20. Juni 1969 wurde die Pro City gegründet. Sie löste den Detaillistenverband der Stadt Schaffhausen ab. Der erste Präsident war Hans Glarner, der damals das Kaufhaus Glarner führte – dort, wo sich heute das Einrichtungshaus «Depot» befindet. Mit der Einführung der Fussgängerzone 1972 war der Grundstein für eine weiterhin lebendige und attraktive Schaffhauser Altstadt gelegt.

Neben dem City-Märkt, der die Schaffhauser Altstadt immer wieder mit Attraktionen, Beizen und originellen Verkaufsständen belebt, wird seit 2014 jedes Jahr auch die Eröffnung der städtischen Weihnachtsbeleuchtung mit einem Nightshopping gefeiert.

Auch die Pro-City-Gutscheine sind kaum wegzudenken. Stadtpräsident Peter Neukomm betonte bei seiner Festansprache: «Unsere Altstadt ist das pulsierende Herz des Kantons. Wenn dieses stottert, hat das spürbar negative Auswirkungen auf die ganze Region. Darum sind wir alle gefordert.» Die Schaffhauserinnen und Schaffhauser, so Neukomm, hätten es in der Hand, die Verantwortlichen beim gemeinsamen Kampf für die Attraktivität der Innenstadt zu unterstützen.

50 Jahre Pro City: Altstadt gemeinsam lebendig und attraktiv halten

Ich freue mich, Ihnen heute das Grusswort des Stadtrates zu überbringen und der Pro City hier im Herzen unserer einmaligen Altstadt zu ihrem 50 Jahre Jubiläum zu gratulieren.
Wofür steht nun die Pro City? Auf ihrer Homepage wird man fündig.
Dort heisst es «Schaffhauser Altstadt – das Einkaufszentrum mit Kultur».
Das trifft es gut und zeigt, wofür sich die Pro City im letzten halben Jahrhundert engagiert hat.

Blicken wir kurz zurück: Am 20. Juni 1969 fand die Gründungsversammlung von Pro City statt und löste damit den Detailistenverband der Stadt Schaffhausen ab.
Der erste Präsident hiess Hans Glarner, der damals im heutigen Einrichtungshaus «Depot» das Kaufhaus Glarner führte.
Auch die 9 darauffolgenden Präsidenten waren Vertreter von innerstädtischen Geschäften, welche zum grossen Teil heute leider nicht mehr existieren.

Mit der Einführung der Fussgängerzone 1972 war der Grundstein gelegt, dass die Schaffhauser Altstadt lebendig und attraktiv geblieben ist.
Neben dem legendären City-Märkt, der die Schaffhauser Altstadt immer wieder mit Attraktionen, Beizen und originellen Verkaufsständen belebt, wird seit 2014 jedes Jahr auch die Eröffnung der städtischen Weihnachtsbeleuchtung mit einem Nightshopping gefeiert. Das lockt jeweils eine grosse Gästeschar in die Altstadt.
Tüschli-, Floh- und Frühlingsmärkte sowie Weihnachtsverkäufe an Sonntagen im Dezember runden das vielseitige Angebot, für das sich die Pro City im öffentlichen Raum einsetzt, ab.
Und nicht vergessen dürfen wir die Erfolgsgeschichte der Pro-City Gutscheine.

Als Innenstadtvereinigung muss sich die Pro City immer wieder auf neue Bedürfnisse anpassen und mit der Zeit gehen. So ist sie seit 2006 mit einer eigenen Homepage digital unterwegs und seit 2018 erscheint regelmässig ein digitalter Newsletter für Mitglieder und Interessierte.
Im digitalen Bereich, der immer wichtiger wird, weil die nachfolgenden Generationen hier anders ticken als wir, besteht aber immer noch viel Luft nach oben. Die Instrumente wären vorhanden, sie müssen aber auch genutzt werden.

Es ist mir ein Anliegen der Pro City im Namen der Stadt Schaffhausen ganz herzlich zum Jubiläum zu gratulieren und allen engagierten Mitgliedern und dem Vorstand unter der Leitung von Ernst Gründler dafür zu danken, dass sie seit vielen Jahren mit Herzblut für «eine attraktive Altstadt mit Charme» kämpfen.
Das Geburtstagskind ist bei diesem Kampf eine verlässliche Partnerin der Stadt.
Wir sind uns unserer Verantwortung für unsere einmalige Altstadt als wichtiger Standortvorteil bewusst und haben auch darum in den Legislaturzielen 2017-2020 als Ziel festgehalten:
«Die Stadt ist ein lebendiges Zentrum für Einkaufen, Wohnen, Arbeiten, Tourismus und Kultur».

Ausfluss daraus sind z.B. die digitalen Plattform «Einkaufs- und Erlebnisregion», die Attraktivierung des öffentlichen Raums u.a. durch hohe Investitionen in die Sanierung des Stadthausgevierts oder die Entwicklung des Kammgarnareals, die liberale Bewilligungspraxis für Events oder die Erneuerung der Signaletik, welche ab 07.09. realisiert wird.
Unser gemeinsames Ziel zu erreichen ist eine Daueraufgabe, die angesichts der grossen Herausforderungen nicht einfacher werden wird.
Die Corona-Krise und die Eröffnung des Cano im November in Singen akzentuieren die anspruchsvollen Anforderungen an unser gemeinsames Engagement.

Liebe Pro City-Vertreterinnen und Vertreter, liebe Gäste

Unsere Altstadt ist das pulsierende Herz unseres Kantons.
Wenn dieses stottert, hat das spürbar negative Auswirkungen auf den ganzen Kanton, ja auf die ganze Region. Darum sind wir alle gefordert.
Die Schaffhauserinnen und Schaffhauser haben es in der Hand, uns bei unserem gemeinsamen Kampf für die Attraktivität unserer Innenstadt zu unterstützen.

Und es ist ganz einfach: Kaufen Sie hier ein. Damit tragen Sie nicht nur dazu bei, ein breites Angebot für die Einheimischen und Besucher zu erhalten, sondern auch wichtige Arbeits- und Ausbildungsplätze zu sichern.

Mit diesem Appell beschliesse ich mein Grusswort und wünsche der Pro City für die Zukunft viel Erfolg bei Ihren wertvollen Bemühungen und möglichst viele neue Mitglieder, die einsehen, die grossen Herausforderungen des Detailhandels nur gemeinsam erfolgreich zu meistern sind.
Und nun: Versuchen Sie Ihr Glück am Glücksrad oder gönnen Sie sich an der Bar ein Getränk zu Preisen wie vor 50 Jahren. Viel Spass und zum Wohl!