Versorgungssicherheit erhöhen

Leserbrief zur eidg. Volksabstimmung vom 09.06.2024 über das Stromgesetz

Die zuverlässige Verfügbarkeit von Schweizer Strom stellt einen zentralen Pfeiler für unser Land und unseren Wohlstand dar. Es gilt sie deshalb zeitnah zu erhöhen, um die Schweiz vor den Risiken einer Strommangellage und deren katastrophalen Konsequenzen zu schützen. Dies ist nur möglich mit inländischen, erneuerbaren Energien. Das Stromgesetz bringt hierzu verbindliche Ausbauziele für die Stromproduktion bis 2035 und 2050. Damit sichert es die Versorgung und die nötigen Investitionen im Inland. Wenn ganzjährig genügend Strom vorhanden ist, wirkst sich das auch stabilisierend auf die Preise aus. Das hilft uns allen. Darum sage ich mit Überzeugung Ja zum Stromgesetz.

Digitale Visitenkarte der Stadt

Votum anlässlich der Präsentation der neuen Website der Stadt vom 14.05.2024 im Meeting Point

Mit der Aufschaltung der neuen Website erreichen wir einen wichtigen Meilenstein unserer Legislaturschwerpunkten 2021 – 24 und können auch wieder unserem städtischen Leitbild gerechter werden, in dem es heisst:
„Die Stadt Schaffhausen informiert offen und sucht den direkten Dialog mit ihren EinwohnerInnen. Sie ermöglicht einen unkomplizierten Zugang zu den Verantwortlichen von Politik und Verwaltung.“
Legislaturschwerpunkte 2021-24
Schwerpunkt 1:     Smart City und digitale Verwaltung – Digitalisierung
«Die Stadt nutzt und gestaltet die digitale Transformation, um Prozesse und Dienstleistungen zu verbessern.»
Als Massnahmen sind darin aufgeführt:
– Erneuerung der städtischen Webseite
– Verbesserung und Erweiterung von Online-Angeboten und elektronischer Zahlungsmöglichkeiten für die Bevölkerung
Schwerpunkt 5:     Leistungsfähige öffentliche Hand
Professionelle Verwaltungsführung
«Professionelle Prozesse und zeitgemässe Strukturen sorgen für eine effiziente, transparente und leistungsfähige Verwaltung
Massnahme: Stärkung der externen Kommunikation
Eine moderne und funktionelle Website als Kommunikationsinstrument erweist sich für Städte und Gemeinden gerade in Zeiten der Desinformationen als besonders wichtig.
Sie richtet sich an die breite Öffentlichkeit, insbes. an die Bevölkerung, BesucherInnen, aber auch an die Wirtschaft.

1.   Digitale Visitenkarte der Stadt
Eine Website dient als digitale Visitenkarte der Stadt. Sie ermöglicht es Interessierten, Informationen über die Stadt, ihre Dienstleistungen, Infrastrukturen, Veranstaltungen und Aktivitäten niederschwellig und einfach zu finden.

2.   24/7 Zugänglichkeit und Kundenkontakt
Eine Website ist rund um die Uhr von überall her verfügbar. Hier können Informationen eingeholt, Anfragen gestellt und Kontakt aufgenommen werden, unabhängig von den Öffnungszeiten der städtischen Büros.

3.   Kommunikation und Transparenz
Eine moderne Website ermöglicht es der Stadt, wichtige Informationen über ihre Projekte zu präsentieren und die Betroffenen über zusätzliche Instrumente mitwirken zu lassen. Dies fördert die Transparenz und stärkt das Vertrauen der Öffentlichkeit.

4.   Tourismus und Wirtschaftsförderung:
Eine gut gestaltete Website soll potenzielle BesucherInnen anziehen und auch die lokale Wirtschaft unterstützen. Informationen über Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen sollen genauso einfach zu finden sein, wie die städtischen Anlaufstellen und die wichtigsten kommunalen Rahmenbedingungen. Damit können auch potenzielle Investoren oder potenzielle Mitarbeitende für die Stadt angesprochen werden.

5.   Verbindung von Tradition und Innovation:
Eine moderne Website kann lokale Traditionen und kulturelles Erbe mit modernem Zeitgeist und Innovation verknüpfen. Sie kann dazu beitragen, die Identität der Stadt zu stärken und ihre Einzigartigkeit hervorzuheben.

Zusammengefasst kann es wie folgt auf den Punkt gebracht werden:
Eine moderne Website ist nicht nur eine digitale Präsenz, sondern auch eine Investition in die Zukunft der Stadt.
Sie ermöglicht effiziente Kommunikation, verbesserte Dienstleistungen und eine positive Wahrnehmung der Stadt.

Ich bin überzeugt, dass die Stadt mit der neuen Website, die von den Funktionalitäten und vom Design her wieder „state of the art“ ist, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen in der externen Kommunikation und im Einbezug der Bevölkerung besser bewältigen zu können. Das ist für uns als politische Führung sehr wichtig.

Dank
Dass wir heute endlich soweit sind, die neue Website der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist ganz vielen engagierten Mitarbeitenden zu verdanken, welche über einen längeren Zeitraum wertvolle Beiträge geleistet haben.

Federführend waren dabei das Finanzreferat mit der Stabstelle Lean und digitale Innovation sowie das Präsidialreferat mit der Stadtschreiberin und mit der Stabstelle Kommunikation.
Ich nutze die Gelegenheit, allen die mitgeholfen haben, im Namen des Gesamtstadtrats ganz herzlich zu danken. Das war ein Rieseneffort. Er hat sich gelohnt.
Fertig ist eine Website übrigens nie: Sie muss immer wieder aktualisiert und neu bespielt werden. Für diese wichtige Aufgabe wird die Stabstelle Kommunikation künftig im Lead stehen, aber natürlich auf die Mitarbeit aller Abteilungen und Bereich angewiesen sein.
Ich hoffe, dass die Website von der Öffentlichkeit und von Ihnen positiv aufgenommen wird.

Bach begeistert und gibt Hoffnung

Eröffnungsrede zum 30. Bachfest vom 08.05.2024 im St. Johann

Im Namen der Stadt Schaffhausen begrüsse ich Sie alle ganz herzlich in unserer wunderbaren Konzertkirche St. Johann zum Auftakt des 30. Internationalen Bachfestes, dem wichtigsten Kulturanlass, den die Stadt alle zwei Jahre hauptverantwortlich organisiert. 
Mit diesem Anlass kann sich Schaffhausen als dynamische Kantonshauptstadt mit attraktivem Angebot in bestem Lichte präsentieren.Wir nutzen das natürlich gerne und sogar das Wetter wird mitspielen.
Schön, dass Sie alle heute hier sind und wir gemeinsam und unbeschwert die wunderbare Musik von Johann Sebastian Bach geniessen können.
Bei einer Jubiläumsausgabe soll man immer auch zurückblicken: Als unsere politischen Vorgänger 1946 die Idee für das Internationale Bachfest geboren haben, ging es darum, die Wunden des 2. Weltkriegs zu heilen und zur Versöhnung die Hand über die Grenze auszustrecken. Die Musik des genialen Komponisten Johann Sebastian Bach sollte die vom Krieg gebeutelten Menschen glücklich machen und grenzüberschreitend einander wieder näherbringen. Damals war allen klar: Es sollte nie mehr Krieg geben auf unserem Kontinent. Dank dem erfolgreichen europäische Integrationsprozess blieb Europa lange von bewaffneten Konflikten verschont. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sterben und leiden aber wieder viele unschuldige Menschen auch auf unserem Kontinent. Nicht zufällig findet sich im diesjährigen Programm eine Auftragskomposition der ukrainischen Komponistin Victoria Vita Poleva. Unsere Solidarität gehört heute allen von bewaffneten Konflikten betroffenen Menschen, nicht nur in der Ukraine und im Nahen Osten.
Die wunderbare Musik von Bach soll uns Hoffnung und Zuversicht für eine friedlichere Zukunft geben, ganz im Sinne des «dona nobis pacem», das traditionell zum Abschluss unseres Festivals bei der H-Moll Messe hier im St. Johann erklingen wird.
Geschätzte Damen und Herren
Das Bachfest ist eine weit über unsere Stadtgrenzen strahlende Veranstaltung, die mehrere tausend Besucherinnen und Besucher aus fast allen Kantonen der Schweiz und aus verschiedenen Ländern Europas zu uns bringt.
Es leistet damit auch einen Beitrag zur Völkerverständigung ganz im Sinne von Khalil Gibran, einem libanesischen Dichter und Künstler des 19. Jahrhunderts, der es wie folgt auf den Punkt gebracht hat: «Die Musik ist die gemeinsame Sprache aller Nationen dieser Erde».
Beim diesjährigen Bachfest erwarten Sie 5 spannende Festivaltage mit 10 einzigartigen Konzerten und 5 Kantatengottesdiensten an einmaligen Veranstaltungsorten in unserer Stadt und der angrenzenden Region.
Es werden wieder hochkarätige Ensembles und virtuose Musikerinnen und Musikern auftreten.
Zudem dürfen Sie sich auf ein spannendes Rahmenprogramm freuen.
Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde
Die Jubiläumsausgabe des Internationalen Bachfest steht dieses Mal unter dem Motto «Bach begeistert». Schon der antike griechische Philosoph Platon soll zur Bedeutung der Musik einmal gesagt haben: «Musik gibt dem Universum seine Seele». Und wenn das dann noch Musik von Johann Sebastian Bach ist, also gemäss dem deutschen Komponisten Max Reger «Der Anfang und das Ende aller Musik», dann stehen die Vorzeichen gut, dass unser Programm auch 2024 wieder begeistern wird.
Dass uns das vergönnt ist, verdanken wir vor allem Jens Lampater, unserem städtischen Kulturchef und Intendanten des Festivals, der zusammen mit seinem engagierten Team im Kulturdienst für die professionelle Planung und Organisation dieses Grossanlasses wieder einen tollen Effort geleistet hat. Ganz herzlichen Dank.
Zu danken habe ich auch der Internationalen Bachgesellschaft Schaffhausen mit Präsidenten Wolfram Kötter an der Spitze und der Programmkommission, für ihre wertvolle Mitarbeit.
Werden Sie Mitglied unserer Bachgesellschaft, die Vertreterinnen und Vertreter des Vereins sind heute präsent und gut sichtbar.
Besonders zu erwähnen gilt es die Förderer dieses Events. Die Jakob und Emma Windler Stiftung, die Kulturförderung des Kantons Schaffhausen, die RHL Foundation sowie die Werner Amsler Stiftung.
Ein besonderer Dank geht an unsere beiden Hauptsponsoren, an die Schaffhauser Kantonalbank und die SIG. 
Ohne eine breite Unterstützung solcher Institutionen wäre das Bachfest in der aktuellen Form nicht möglich.
Sie finden übrigens alle Förderer, Hauptsponsoren, Medienpartner, Hotelpartner, Patronatsgeber und Donatoren auf der Rückseite des Deckblatts des Programms.
So, nun wünsche ich Ihnen ein in bester Erinnerung bleibendes Konzerterlebnis mit der Gaechinger Cantorey unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann und den Interpretinnen und Interpreten Isabel Schickentanz, Alex Potter, Daniel Johannsen und Peter Harvey.
Ich erkläre das 30. Internationale Bachfest hiermit als eröffnet.

Völkerverbindendes Badminton Turnier

Grusswort zum Auftakt des traditionelle Badminton Turniers der Partnerstädte von Sindelfingen vom 04.05.2024 in der Breitehalle

I am delighted to warmly welcome you as mayor of Schaffhausen in the name of 38’869 people of Schaffhausen.
Es ist eine schöne Tradition, dass sich Einwohnerinnen und Einwohner aus den Partnerstädten von Sindelfingen, insbesondere aus Dronfield und Schaffhausen, regelmässig zu diesem sportlichen Austausch treffen.
Letztmals fand der Event 2018 in Schaffhausen statt, also noch vor Corona.
Wir freuen uns, dass sich so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Partnerstädten von Sindelfingen angemeldet haben und gekommen sind.
Von 85 Teilnehmenden stammen 30 aus Deutschland und 22 aus England. Am Turnier spielen 48 Personen mit.
Gerade in einer Zeit, in der uns alle kriegerische Auseinandersetzungen auch in Europa wieder beschäftigen, sind solche freundschaftlichen, grenzüberschreitende Zusammenkünfte, bei denen sich die Menschen in fairen sportlichen Wettkämpfen messen, besonders wichtig. Sie dienen der so wertvollen Völkerverständigung.
Ich bin überzeugt, dass der Badminton Club Schaffhausen das Turnier und das interessante Rahmenprogramm wieder professionell organisiert hat, um unseren Gästen einen angenehmen und spannenden Aufenthalt in unserer Stadt zu ermöglichen. Besten Dank dafür auch von der Stadtregierung.
In SH geniesst der Sport einen hohen Stellenwert. Badminton ist aber eher eine Randsportart. Sportart Nr. 1 ist bei uns Handball. Die Kadetten SH sind in den letzten 13 Jahren 9 Mal CH-Meister geworden und spielen auch international erfolgreich mit. Es gibt noch ganz viele andere Sportarten, in denen SH-Teams oder Einzelsportler erfolgreich sind. Und vor kurzem fand sogar eine Weltmeisterschaft in SH statt: Gleich gegenüber in der IWC-Eisarena standen sich Anfang April die weltbesten Teams im Herren Curling gegenüber.
Damit beende ich meinen Werbespot für SH. Sie sind ja nicht hierher gekommen um Reden anzuhören.
I wish all the athletes fair, injury-free and successful games and I hope you all have fun cheering along.
Come back to Schaffhausen soon, you won’t regret it!

Ausbau Wärmeverbünde beschleunigen

Stadt will Fahrplan für den Ausbau von Wärmeverbünden überarbeiten und mit Privaten zusammenarbeiten

Beitrag Radio Munot vom 11.04.2024 (Audiodatei abspielen)

Für die Stadt schreitet der Ausbau der Wärmeverbünde in Schaffhausen zu langsam voran. Deshalb hat sie eine Taskforce eingesetzt, welche einen schnelleren Fahrplan ausarbeiten wird. Ausserdem soll die Zusammenarbeit mit Privaten verstärkt werden. Die Kontrolle über die kritische Infrastruktur soll in öffentlicher Hand bleiben (Foto: Radio Munot)

Angesichts verschiedener Rückmeldungen aus der Bevölkerung zum Thema «Wärmeverbünde» hat die Stadt eine Standortbestimmung zum Ausbau der Wärmeverbünde in Schaffhausen vorgenommen. Eine zentrale Rolle spielt der städtische Versorger SH POWER, welcher für die Umsetzung der Strategie verantwortlich ist.

Verstärkte Zusammenarbeit mit Privaten
Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung bestärken die Stadt in ihrer Überzeugung, dass dem Ausbau der Wärmeverbünde eine grosse Bedeutung zukommt. Die Analyse der Stadt hat allerdings auch ergeben, dass der Ausbau der Wärmeverbünde in Schaffhausen zwar voranschreitet, angesichts der neuen politischen Klimaziele jedoch zu langsam. Die Stadt hat deshalb eine Taskforce «Wärmeverbünde» eingesetzt. Diese wird der Öffentlichkeit Ende Mai 2024 einen neuen, schnelleren Fahrplan zum Ausbau der Wärmeverbünde in der Stadt Schaffhausen präsentieren.

Ein Element des neuen Fahrplans wird auch eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit privaten Anbietern sein. Die Stadt ist bereit, weitere Gebiete für die Erschliessung durch private Wärmeverbünde zu öffnen oder als Vertragspartnerin für weitere Zusammenarbeitsmodelle zur Verfügung zu stehen. Die Stadt steht diesbezüglich bereits in Verhandlungen mit der Energieverbund AG Schaffhausen.

Wärmeversorgung ist kritische Infrastruktur
Im Zuge der verstärkten Zusammenarbeit mit Privaten ist es zentral, dass die Stadt die Kontrolle und die Koordination des Ausbaus der Wärmeverbünde in den eigenen Händen behält. Denn ohne Wärme kann der Mensch nicht leben. Wenn die Wärmeversorgung im Winter ausfällt, wird die Stadt innert Tagen zum Krisengebiet. Bei der Wärmeversorgung handelt es sich deshalb um eine kritische Infrastruktur.

Auch eine Koordination des Ausbaus ist wichtig, damit die öffentlichen Strassen nicht für jede Leitung erneut aufgebrochen werden. Und schliesslich sind aus Sicht der Stadt auch finanzpolitische Überlegungen einzubeziehen: Die Erschliessung mit Warmeverbünden ist in einigen Gebieten ein lukratives Geschäft – in anderen sehr aufwändig. Es muss vermieden werden, dass Private die rentablen Gebiete erschliessen und die Allgemeinheit auf den Kosten sitzen bleibt.

Die Taskforce «Wärmeverbünde» wird der Öffentlichkeit Ende Mai 2024 die angepassten Planungen der Stadt Schaffhausen vorstellen. Auch über den Stand der Verhandlungen mit der Energieverbund AG Schaffhausen werden die Verhandlungspartner in den nächsten Monaten informieren.