Vier Stadtpräsidenten zur 2000 Watt Vorlage: Prognosen haben es in sich

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Fakten und Ansichten zur städtischen Volksabstimmung vom 30.11.2014 über die 2000 Watt Vorlage

Prognosen und Zielsetzungen sind anspruchsvoll. Welche Landmarken lassen sich gerade noch erkennen? Wie kommt man dorthin? Die 2000-Watt- Zielsetzung wird in der Stadt Schaffhausen momentan sehr emotional diskutiert. Auch sie ist eine Art «Landmarke», weil sie unseren Energieverbrauch um rund zwei Drittel bis in zwei Generationen absenken will. Nur wenige der heute Disputierenden dürften dann noch leben. Aber möglicherweise überleben ihre Botschaften. Wir sind zuversichtlich, dass die Diskussionsinhalte und die damit verbundene Zukunftseinschätzung 2080 noch abrufbar sein werden. Vielleicht sogar auf bedrucktem Papier oder wenigstens elektronisch. Und wir wünschen uns, dass man sich an unsere Generation als eine erinnert, die sich aufgemacht hat, gemeinsam den Energieverbrauch schrittweise zu senken, und trotzdem oder gerade deswegen ihren Lebensstandard steigern konnte. Eine Generation, die sich nicht davon abbringen liess, auf erneuerbare Energien statt auf Verbrennung von Erdöl und auf Kernspaltung zu setzen. «Alles übertrieben, alles Utopia», hören wir schon die Gegner rufen.

Die Indizien zeigen aber ein anderes Bild: Eine Prognos-Vorhersage aus dem Jahr 2005 erwartete für Deutschland erst auf das Jahr 2030 die Ökostrommenge, die man bereits 2007 erreichte. «Es gibt einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer», soll einst der IBM-Chef Michael Watson gesagt haben. «Das Drei-Liter-Auto wird vielleicht in 50 Jahren serienreif», tönten diverse CEOs von Autofirmen, die Sprit saufende Autos zusammenbastelten. Heute können sich Marken wie Tesla oder Smart über solide Absätze freuen, während die Dinosaurier im Markt Hunderttausende arbeitslos gemacht haben. Die Prognose der Gegner, dass wir mit dem 2000-Watt-Ziel dereinst in der Steinzeit landen werden, ist völlig unbegründete Angstmacherei, die nicht verfangen darf. Gefragt ist ein innovatives, verantwortungsbewusstes Handeln zum dringlichen Abbau von Risiken für Mensch und Umwelt. Wir empfehlen deshalb ein überzeugtes Ja am 30. November zur Energie- und Klimaschutzvorlage der Stadt Schaffhausen. Thomas Feurer Peter Neukomm Max Hess Marcel Wenger


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