Begrüssung Industrievereinigung

Begrüssung anlässlich der 95. Mitgliederversammlung der Industrievereinigung Schaffhausen vom 21.03.2015 im Hotel Arcona Living

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrter Herr Regierungspräsident, geschätzte Damen und Herren

Zuerst bedanke ich mich ganz herzlich für die nette Einladung. Gerne überbringe ich Ihnen die Grüsse der Stadt Schaffhausen.

Der Stadtrat freut sich natürlich sehr, dass die Industrievereinigung die Stadt Schaffhausen als Tagungsort für ihre 95. Mitgliederversammlung gewählt hat. Als Zeichen der Wertschätzung offerieren wir Ihnen zusammen mit dem Kanton den heutigen Apéro.

Die 221 Firmen, welche die IVS vertritt, also Sie geschätzte Damen und Herren, bieten in unserer Stadt und Region wertvolle Arbeits- und Ausbildungsplätze an. Zusammen mit der Wertschöpfung, die Sie hier generieren und dem Steuersubstrat, das Sie auch uns abliefern, tragen Sie wesentlich dazu bei, dass Schaffhausen ein attraktiver Standort zum Wohnen und zum Arbeiten ist. 

Wir schätzen Sie auch als wichtige Partnerin bei der Entwicklung der Region. Ihnen ist die Zukunft von Schaffhausen nicht egal und Sie bringen sich aktiv ein. Dieses Verantwortungsbewusstsein ist vorbildlich. Schade ist, dass kaum mehr erfolgreiche Unternehmer und Industrievertreter in den kommunalen und kantonalen Parlamenten zu finden sind.

In Ihrem Jahresbericht 2014 steht: „Schaffhausen ist nach wie vor attraktiv und auch in Zukunft gut positioniert als Standort für Unternehmen als auch für Privatpersonen.“

Ich kann diese Aussage vollumfänglich unterschreiben. Die Stadt ist so gut aufgestellt wie kaum je. Ich erinnere Sie daran, dass wir nach der Industriekrise Ende der 80-er/Anfang der 90-er Jahre von 38‘000 auf 34‘000 Einwohner geschrumpft sind. Nun verzeichnen wir seit 6 Jahren wieder ein moderates Bevölkerungswachstum von ca. 0.7 % pro Jahr und liegen per Ende 2014 bereits wieder bei knapp 36‘000 Einwohner. Aufgrund unserer demografischen Situation sind wir auf dieses Wachstum dringend angewiesen.

Leider ist aber das Wohnraumangebot nach wie vor ungenügend, so dass Viele, die gerne in der Stadt wohnen würden, nichts Adäquates finden. Da es erfreulicherweise immer noch interessant ist, in Schaffhausen in Wohnraum zu investieren, sind mehrere grössere private Bauprojekte auf dem Weg zur Realisierung. Die Überbauung Werk 1 im Mühlental mit ihren ca. 340 Wohnungen ist das grösste davon. Die Baubewilligung für dieses Projekt sollte bald vorliegen.

Aber auch die Stadt selber hilft mit, die Situation zu verbessern, indem wir mit der Wohnraumentwicklung unter dem Titel „Zukunft Stadtleben“ städtische Areale für den Verkauf oder für eine Abgabe im Baurecht freispielen und damit auch die Verdichtung nach Innen stärken. Zudem haben wir letztes Jahr auch wieder einige Parzellen Industrie- und Gewerbeland an Schaffhauser Unternehmen im Baurecht abgegeben, die darauf gebaut und Arbeitsplätze geschaffen haben.

Wenn wir an unseren Neuzuzügerempfängen mit den Leuten sprechen, die frisch nach Schaffhausen gezogen sind, hören wir immer wieder dieselben Gründe: Es sind einerseits die grossen Freizeit-, Kultur-, Einkaufs-, Betreuungs- und Sportangebote, die geschätzt werden. Zu letzterem leistet ja auch Ihr Präsident seit Jahren einen wichtigen Beitrag. Andererseits sind es der gut ausgebaute öV der VBSH, die Bildungsstätten, eine zeitgemässe Infrastruktur sowie das Angebot an ausserfamiliärer Kinderbetreuung. Das zeigt, dass das hochwertige Angebot der öffentlichen Hand einen ganz wesentlichen Standortfaktor unserer Stadt darstellt. Diese Assets dürfen wir nicht leichtfertig gefährden, auch wenn es ums Sparen geht.

Die Stadt schafft nicht nur wichtige Rahmenbedingungen und Angebote für die Bevölkerung und die Wirtschaft, sie ist darüber hinaus auch selber eine wichtige Kundin von Ihren Mitgliederfirmen, eine Investorin, eine Arbeitgeberin und Ausbildnerin. Als Personalreferent bin ich stolz darauf, dass wir jugendlichen Schulabgängern bei uns rund 90 Lehrstellen in 18 verschiedenen Berufen anbieten können.

Aufgrund der nicht sehr optimistischen konjunkturellen Indikatoren und den Unsicherheiten, zu denen Frankenstärke, Negativzinsen und die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative führen, werden wir in den nächsten Monaten alle noch mehr gefordert sein. Ich weiss, dass diverse Unternehmen aufgrund der aktuell schwierigen Situation vor sehr grossen Herausforderung stehen. Ich bin aber nach wie vor zuversichtlich, dass es uns gemeinsam gelingen wird, Schaffhausen als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Herr Präsident, meine Damen und Herren
Zum Schluss möchte ich es nicht unterlassen, Ihnen allen zu danken für Ihren wichtigen Beitrag, den sie als Unternehmer und Verantwortliche in den Betrieben zur wirtschaftlichen Entwicklung und Prosperität unserer Stadt und Region leisten.

Ich wünsche dem Verband ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015, Ihnen allen einen möglichst kleinen Konjunkturrückgang, eine baldige Schwächung des Frankens und einen weiterhin entspannten und geselligen Abend. 


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