Schenkung der Sammlung Neher: Glücksfall für Schaffhausen

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Eröffnung der Ausstellung im Museum zu Allerheiligen

Historische Reisewege durch die Schweiz
Sammlung Bernhard Neher – Schenkung Stiftung Oscar Neher

Ich begrüsse Sie im Namen der Stadt und des Museums zu Allerheiligen (MzA) ganz herzlich zur heutigen Ausstellungspräsentation.
Der Gruss geht vor allem auch an Frau Heidi Brendle-Neher als Vertreterin der Schenkerfamilie. Ich freue mich sehr, dass sie heute dabei sein kann.

Sie werden sich fragen, warum heute der Stadtpräsident und nicht der Kulturreferent zur Eröffnung dieser Kabinettsausstellung "Im Fokus" spricht.
Das hat vor allem damit zu tun, dass die Stadt die Gelegenheit wahrnehmen möchte, auf diesem Weg der Schenkerin öffentlich zu danken. Andererseits soll es auch ein Zeichen für die grosse Bedeutung sein, welche die Stadt der Sammlung beimisst.

Mitte 2013 konnte das MzA von der Familie Brendle-Neher diese unglaublich wertvolle Sammlung von Schweizer Kleinmeistern des 18. und 19. Jahrhunderts in Empfang nehmen. Die Schenkerfamilie hatte sie über drei Generationen mit Sachverstand und Leidenschaft zusammengetragen und gehütet. Den Anfang setzte Oscar Neher, ein Enkel des legendären Heinrich Moser. Sein Sohn Bernhard Neher erweiterte die Sammlung wie auch, nach ihm, seine Tochter Heidi Brendle-Neher zusammen mit deren 2001 verstorbenen Gatten Theodor Brendle.

Die Sammlung umfasst ca. 2'400 Druckgrafiken und Handzeichnungen, ca. 160 Grafik-Alben, antiquarische Bücher sowie 30 Gemälde und weitere Objekte aus dem Sammelgebiet, das sich über die ganze Schweiz und das nahe Ausland erstreckt. Vertreten sind bekannte Künstler wie Christian von Mechel, Vater und Sohn Lory, Johann Jakob Wetzel, Louis Bleuler oder Emanuel Labhardt. Die Bilder sind nicht nur künstlerisch, sondern auch historisch sehr wertvoll, weil sie viel verraten über unser Land zur Zeit der Entstehung der Objekte. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen.

Und die Schenkung ist verbunden mit einem grosszügigen Beitrag der Schenkerfamilie zur Erschliessung, Konservierung und Ausstellung der Objekte. Damit wurde die seit Mai 2015 laufende kunstwissenschaftliche Aufarbeitung der umfangreichen Bestände erst möglich.

Mit dieser Schenkung bekommt ein wichtiges Genre im MzA prominenten Zuzug. Die Sammlung Neher ist umfassend, von höchster Qualität und deckt den Grenzbereich zwischen Malerei und Grafik ab. Handkolorierte Radierungen sind in der Wirkung sehr nahe an der Malerei - jede Kolorierung ist individuell. Mehrfachabzüge haben eine Vervielfältigung ermöglicht und damit eine Verbreitung. Sie waren erschwinglich auf für eine breitere Kundschaft.

Dank der Schenkung Neher, die bei uns mit der ebenfalls sehr hochstehenden Grafik-Sammlung der Sturzenegger Stiftung zusammentrifft, verfügt das MzA nun über eine der weltweit bedeutendsten Grafiksammlungen.

Das macht uns natürlich stolz und dankbar. Es bietet neue Möglichkeiten für das MzA, die genutzt werden sollen. Einen ersten, kleinen Einblick in die Sammlung „Bernhard Neher - Schenkung Stiftung Oscar Neher“ bekommen Sie und die Besucherinnen und Besucher der Kabinettsausstellung "Im Fokus" in den zwei Kabinettsräumen der Kunstabteilung des Museums. Es geht dabei um historische Reisewege durch die Schweiz. Und da ist auch unsere Region mit dem Rheinfall prominent vertreten.

Der Abschluss des Projekts der kunstwissenschaftlichen Aufarbeitung bildet dann ab Herbst 2017 eine grosse Ausstellung mit begleitender wissenschaftlicher Publikation. Wir versuchen Sie heute auf dieses Highlight im nächsten Jahr schon etwas gluschtig zu machen.

Bevor ich das Wort an die Spezialisten weitergebe, die sich einlässlich und kunstwissenschaftlich mit der Sammlung Neher befassen, möchte ich nochmals danken:

Einerseits der Familie Brendle-Neher, vertreten durch Frau Heidi Brendle-Neher, für diese grosszügige Geste, welche wir sehr zu schätzen wissen. Wir wissen auch um die Verpflichtung, die mit einem solchen Schatz einhergeht. Und da kann ich Ihnen versichern, dass die Sammlung in unserem MzA in guten Händen ist. Unser Ziel ist es, die Sammlung komplett in den Gesamtbestand der Kunst- und Grafiksammlung des MzA zu integrieren und für Ausstellungen sowie für die Wissenschaft zugänglich zu machen.

Danken möchte ich an dieser Stelle auch allen anderen, die mitgeholfen haben, dass diese Sammlung bei uns gelandet ist. Dazu gehören sicher Roger Balsiger, Cousin von Heidi Brendle, und uns als Verwalter des historischen Erbes der Familie Moser bestens bekannt. Eine wichtige Rolle spielten aber auch Manfred Weigele, der die Sammlung früher betreut hat sowie Dr. Hortensia von Roda, die ehemalige Kuratorin der Grafischen Sammlung des MzA.

Ich danke auch allen Mitarbeitenden des MzA, die mitgeholfen haben, dass diese Ausstellung möglich geworden ist, speziell natürlich Kurator Dr. Matthias Fischer sowie Monique Meyer und Ariane Dannacher, den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Projekts. Matthias Fischer und Monique Meyer werden uns nun fachkundig in die Ausstellung einführen.

 


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