Rück- und Ausblick im Finanz- und Personalreferat

Votum am städtischen Mitarbeiteranlass vom 21.12.2011 im Stadttheater

Liebe Mitarbeitende
Als Personalreferent begrüsse ich die 119 neuen Spitex-Mitarbeiterinnen ganz herzlich. Sie werden ab 01.01.2012 in den städt. Dienst übertreten. Die Stadt wird damit in einem wichtigen Bereich vom reinen Beitragszahler zum Dienstleister. Damit verbunden ist auch eine zusätzliche Verantwortung nicht nur unseren neuen Mitarbeiterinnen, sondern auch unseren neuen Kunden gegenüber. Ich bin überzeugt, dass wir dieser Verantwortung dank dem neuen, gut ausgebildeten und motivierten Personal gerecht werden können.
Die kurzfristige Integration der Spitex-Mitarbeiterinnen hat sich als echter "Hosenlupf" erwiesen und war nur dank dem besonderen Engagement des Personaldienstes möglich. Dafür geht ein besonderer Dank an unsere Personalchefin und ihr Team!
Bevor ich zu zum Personalbereich komme, zuerst noch ein kurzer Rück- und Ausblick aus meinen anderen Bereichen.

Die Stadt hat Ihre Finanzen im Griff.
Diese Aussage kann mit zwei positiven Meldungen untermauert werden:
1. Dank Sparanstrengungen und zurückhaltender Budgetierung haben wir gemeinsam ein fast ausgeglichenen Voranschlag 2012 erreicht. Dafür danke ich allen Beteiligten. Und
2. die Prognose 2011 zeigt, dass der Jahresabschluss 2011 aufgrund des Buchgewinns aus dem Verkauf des Bleiche-Areals voraussichtlich nicht rot, sondern schwarz werden wird. 
Trotz diesen positiven News können wir die Hände nicht in den Schoss legen. Wir bewegen uns mit den Stadtfinanzen nach Jahren massiver Steuerentlastungen und in Anbetracht ungewisser Wirtschaftsprognosen nach wie vor auf dünnem Eis. Wir brauchen künftig mehr finanziellen Handlungsspielraum, um unsere wertvolle Leistungen zugunsten der Bevölkerung finanzieren und in unsere Infrastruktur investieren zu können. Hierzu versuchen wir mittels der Systematisierter Leistungsanalyse SLA Sparpotenziale auszuloten und nachhaltige Verbesserungsprozesse aufzugleisen, ohne die Attraktivität unserer Stadt als Wohn- und Wirtschaftsstandort zu gefährden. Zudem wollen wir unsere Stadt mit einer Entwicklungsstrategie weiter vorwärts bringen. Schaffhausen hat grosses Potenzial, gerade im Hinblick auf den Halbstundentakt auf der Bahn nach Zürich. Um dieses Potenzial zu nutzen sind in den nächsten 4 Jahren überdurchschnittliche Investitionen, vor allem zur Schaffung von neuem Wohnraum, aber auch zur Verbesserung der Infrastruktur nötig. Ich verweise hierzu auf den am 24.11.2011 publizierten Finanzplan 2012-15.
Der Stadtrat ist zuversichtlich, dass wir das anspruchsvolle Ziel gemeinsam mit Ihnen erreichen werden und unser Steuersubstrat nachhaltig verbessern können. Ein erster Erfolg kann Ende 2011 verbucht werden: Die Stadtbevölkerung wird im Vergleich zu Jahresbeginn um mehr als 200 Einwohner gewachsen sein.

Zentralverwaltung:
In der Zentralverwaltung konnte mit der erfolgreichen Umstellung der Buchhaltung von der funktionalen auf die institutionelle Gliederung auf 2011 ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Die Umstellung hat sich bewährt. Die Finanzstellen werden heute in Budget und Rechnung anhand ihrer Zuteilung zu den Referaten abgebildet und innerhalb dieser zu den Bereichen zusammengefasst. Controlling und politische Steuerung werden damit deutlich vereinfacht.
Mit der internen Reorganisation der Zentralverwaltung war ein spürbarer Personalabbau verbunden. Dieser war nur möglich, weil die Ablage der Buchungsbelege vereinfacht worden ist. Damit künftig trotzdem wieder vertiefte Recherchen der Budgetverantwortlichen der Bereiche und Abteilungen möglich sind, soll 2012 ein zentrales Beleg-Scanning eingeführt werden.

Infoschalter Stadthaus:
Das Highlight der Einwohnerdienste im 2011 war sicher die Eröffnung des Info-Schalters im Erdgeschoss des Stadthauses. Mit der Einführung der neuen Öffnungszeiten wurde der Schalter im April 2011 in Betrieb genommen. Er wird ohne Personalaufstockung betreut von den MA der Steuerverwaltung und der Einwohnerkontrolle. Unsere Kunden können dort während den Erreichbarkeitszeiten diverse Dienstleistungen niederschwellig beziehen. Diese Anlaufstelle ist unterdessen zur eigentlichen Dreh- und Anmeldescheibe der Stadtverwaltung geworden. Sie hat mitgeholfen, unsere Kundenfreundlichkeit weiter zu verbessern.

Registerharmonisierung :
Einen grossen Erfolg konnte die Einwohnerkontrolle auf 2011 feiern: Dank ihrer wertvollen Arbeit bei der Registerharmonisierung hat unsere Stadt als eine der wenigen grösseren Gemeinden im Land fristgerecht die notwendigen Daten in der vom Bund geforderten Qualität für die Volkszählung ab dem Einwohnerregister geliefert.
Die Registerharmonisierung bildet auch für die Personendatenplattform des Kantons eine wichtige Grundlage. Von dort sollen in Zukunft kantonale Behörden auf die aktuellen Personendaten zugreifen können, wodurch der Bürger im Verkehr mit Amtsstellen entlastet wird. 

Grossartiges hat Redaktionsteam des neuen Blickfang 2011 geleistet: Ohne externe Unterstützung hat es mit tollem Engagement gezeigt, dass die Stadt in der Lage ist, eine interne Mitarbeiter-Zeitschrift zu erstellen, welche den Vergleich zur kantonalen nicht zu scheuen braucht. Der SR ist stolz auf diese Leistung. Das ist auch ein wichtiger Beitrag zur Förderung des WIR-Gefühls, d.h. einer gemeinsamen Unternehmenskultur. Allen Beteiligten deshalb an dieser Stelle einen herzlichen Dank für ihren Einsatz!
Eine Mitarbeiter-Zeitung steht und fällt natürlich mit Mitarbeitenden, die bereit sind, sich einzubringen. Das Redaktionsteam sucht weiter Helferinnen und Helfer. Darum meine Aufforderung: Melden Sie sich im Personaldienst oder im Finanzsekretariat, wenn Sie Lust haben, mitzuarbeiten, in welcher Form auch immer.

Gestützt auf Legislaturziele fand 2011 der Start zur gemeinsamen Personalentwicklung mit dem Kanton statt. Zugunsten eines attraktiven Angebots sollen Weiterbildungsmöglichkeiten möglichst gemeinsam angeboten werden. Mit der Lohnabrechnung Dezember wurde Ihnen das 2. Weiterbildungsprogramm verschickt.
Weil in den kommenden Jahren zufolge Pensionierungen - vor allem auch auf der Führungsebene - verschiedene Personalwechsel anstehen, möchten wir das Augenmerk 2012 vor allem auf die Nachfolgeplanung richten. Unsere eigenen Leute fit zu machen und weiter zu entwickeln macht Sinn und ist wesentlich günstiger, als teure Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu rekrutieren.

Nach Nullrunde 2011 hat der SR dem GSR mit dem Budget 2012 eine Lohnsummenentwicklung von 0.8 % beantragt. Erfreulicherweise ist das Parlament diesem Antrag am 13.12. gefolgt. Damit können die städtische Mitarbeitende 2012 gegenüber kant. Personal wieder aufholen. Dieses wird nämlich wegen dem hohen Defizit im kantonalen Haushalt 2012 eine Nullrunde hinnehmen müssen.
In der Budgetdebatte des GSR hat der SR auch erfolgreich für den Erhalt der Reka-Checks und gegen die Kürzung der Mittel für die Weiterbildungen und für die Personalentwicklung gekämpft. Zum Glück sind da die SVP und die Jungfreisinnigen im Parlament in der Minderheit geblieben. 
Da praktisch keine Teuerung zu verzeichnen ist, hat Stadtrat in Absprache mit der Personalkommission beschlossen, die Lohnerhöhungen 2012 individuell zu verteilen. Damit werden Mitarbeiterqualifikationen 2012 wieder lohnwirksam, wie das im Personalgesetz vorgesehen ist.

Wo wir mit der Peko nicht ganz einig geworden sind, ist bei der Anpassung der Lohnberechnungsformel zugunsten jüngerer Mitarbeitenden in tiefen Lohnbandpositionen.  Die genaue Änderung der Formel ist sehr technisch und kompliziert. Ich verweise dazu auf den Mitarbeiter-Brief und auf unsere Homepage, wo das genau beschrieben wird. Die Formelanpassung bewirkt, dass jüngere MA schneller aufholen können. Diese Umstellung erfolgt wegen Personalrekrutierungsproblemen und weil wir immer mehr Mühe haben, qualifizierte junge MA zu halten. Der Kanton hat diese Anpassung der Lohnformel schon auf 2011 vorgenommen. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass die Formel jedes Jahr wieder beschlossen werden muss und dabei neu überprüft werden kann. 

Und jetzt noch zu einer Sparmassnahme, von der wir alle betroffen sind: Im Rahmen der SLA hat der Stadtrat beschlossen, die Lohnabrechnungen ab nächstem Jahr nicht mehr jeden Monat per Post an alle Mitarbeitenden zu verschicken. Ein Versand erfolgt in der 1. Phase nur noch bei Lohnänderungen. Für eine 2. Phase wird ein elektronisches System zum Abruf der Lohnabrechnung über das Internet vorbereitet.

Nun, bevor wir im Foyer zusammen auf das neue Jahr anstossen werden, ist es mir noch ein Anliegen, Ihnen auch als Personalreferent ganz herzlich für Ihren wertvollen Einsatz im 2011 im Dienste der Bevölkerung zu danken. 
Sie sind unsere Botschafter, Ihre Arbeit ist unsere Visitenkarte.
Ich freue mich, auch im 2012 wieder auf Sie zählen zu können. Ich wünsche Ihnen frohe, erholsame Festtage und en guete Rutsch ins neue Jahr.


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