4 Fragen der schaffhauser az zu den Stadtratswahlen

schaffhauser az vom 02.08.2012

az: Die Stadt Schaffhausen muss in den kommenden Jahren einige Anstrengungen machen, um die Verschuldung im Griff zu behalten und trotzdem zu wachsen und zu gedeihen. Nennen Sie Ihre wichtigste Sparmassnahmen und Ihre bevorzugte Investition.

Peter Neukomm: Wir haben den Personal- und Sachaufwand stabilisiert und in einigen Bereichen sogar reduziert. Mit der Systematisierten Leistungsanalyse wird die Stadtrechnung bis 2014 jährlich über mehr als 5 Millionen Franken entlastet. Um die finanzielle Entwicklung in einem verantwortbaren Mass zu halten, müssen die Investitionen bei der Finanzplanung 2013 - 16 priorisiert werden. Die Erweiterung des Schulhauses Breite ist dringend.

az: Schaffhausen ist zu Recht berühmt für die schöne und gepflegte Altstadt. Was als Kontrapunkt fehlt, ist zeitgenössische Architektur mit Charakter. Wie wollen Sie das ändern?

Peter Neukomm: Städtische Bauten zeitgenössischer Architektur mit Charakter sind die neue Eishalle IWC-Arena oder der Neubau des Künzle-Heims. Das Siegerprojekt für die Schulhauserweiterung Breite wird auch dazu gehören. Bei der Wohnraumentwicklung wird über Qualitätswettbewerbe sichergestellt, dass Siedlungen mit hochwertiger Architektur und viel Grünraumanteil verwirklicht werden.

az: Schaffhausen versteht sich als Kulturstadt und fördert kulturelle Projekte grosszügig. Welche Kulturinstitutionen würden Sie stärker subventionieren, welche weniger?

Peter Neukomm: Das hochstehende kulturelle Angebot gehört zu den Pfeilern unserer Attraktivität als Wohnstandort. Kultursubventionen werden regelmässig überprüft und an Leistungsvereinbarungen geknüpft. Wo das finanzielle Engagement erhöht oder reduziert werden soll, diskutiert der Stadtrat in seinen Budgetberatungen und nicht in den Medien.

az: Die Stadt will junge Familien anziehen, aber die Schulpolitik liegt im Dornröschenschlaf. Wie werden Sie das ändern?

Peter Neukomm: Nach dem Scheitern von Schulleitungen braucht es einen neuen Anlauf für die Verbesserung der strategischen und operativen Führung der 16 städtischen Schulen. Die Lehrpersonen müssen entlastet und besser unterstützt werden, damit sie ihre Ressourcen für ihre Lehrtätigkeit einsetzen können. Zudem braucht es einen gezielten Ausbau von familienergänzenden Tagesstrukturen.

Fragen: Bea Hauser

 


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