100 Jahre Buchberghaus: Ein Ort gelebter Solidarität

Schaffhauser Bock vom 07.05.2013 / Foto: Daniel Thüler

Gratulation und Dank des Stadtrats zum 100 Jahre Jubiläum des Buchberghauses und zur Einweihung des neuen Waldlehrpfades

Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Otto, sehr geehrter Herr Nationalrat, sehr geehrter Herr Ständerat, liebe Naturfreunde und Gäste
Ich freue mich sehr, heute mit Ihnen den 100. Geburtstag dieses speziellen Gebäudes zu feiern und Ihnen die Glückwünsche und den Dank des Schaffhauser Stadtrats überbringen zu dürfen.
Die Älteren unter Ihnen werden sich noch erinnern: Vor 25 Jahre stand mein Vater hier und gratulierte Ihnen im Namen des Regierungsrates zum 75 Jahre Jubiläum. Das ist kein Zufall und mag als Hinweis dienen, wie viel das Buchberghaus meiner Familie immer schon bedeutet hat. Ich erinnere mich noch gut und gerne an die Zeit, als wir als Kinder am Sonntag auf der Familienwanderung jeweils hier zu Mittag gegessen haben und mit anderen Kindern herumgetollt sind.

Geschätzte Anwesende
Gerade als Sozialdemokrat und Gewerkschafter spüre ich natürlich eine enge Verbundenheit zu den Naturfreunden, die ihre Wurzeln auch in der Arbeiterbewegung haben. Die Naturfreunde und das Buchberghaus sind für mich ein Symbol für gelebte Solidarität - Solidarität unter den Arbeitnehmenden, die sich zusammenschlossen, um hier gemeinsam eine Oase der Ruhe, Erholung und der der Zusammengehörigkeit zu schaffen. Gelebte Solidarität für zahlreiche Kinder aus bescheidenen Verhältnissen, die hier so etwas wie Ferien geniessen konnten. Gelebte Solidarität steht aber auch für die bewegte Geschichte dieses Hauses, z.B. als 1933/34 den vom Naziregime verfolgten Naturfreunden aus der deutschen Nachbarschaft Unterschlupf gewährt wurde und diese sich mit Gratis-Arbeit rund um den damals anstehenden Umbau revanchierten. Dasselbe galt für die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge aus Wien, die in dieser Zeit eine erste sichere Unterkunft im Buchberghaus fanden.

Liebe Gäste, liebe Naturfreunde
Wie Sie vielleicht wissen, gehört seit der Fusion mit Hemmental ein grosser Teil des Randen zum Stadtgebiet. Seit Anfang Jahr bin ich als Forst- und Jagdreferent quasi der Schirmherr darüber geworden. Das städtische Hoheitsgebiet liegt nur etwa 400 Meter von hier entfernt, z. B. am Ende des Orserentals. Das Buchberghaus steht also mitten in einem wichtigen Naherholungsgebiet unserer Stadt. Hier schneiden sich mehrere Wanderwege und Mountainbikerouten. Darum  treffen sich hier am Wochenende viele Erholungssuchende, an einem Ort, der zu den Highlights im Freizeit- und Sportbereich unserer Region gehört und dazu beiträgt, unser kleines Paradies so lebenswert machen. Wir sind uns aber bewusst, dass es ohne das grosse Engagement und den Idealismus von Menschen wie Ihnen, den Naturfreunden, weder dieses Haus noch den neuen Waldlehrpfad gäbe. Dafür sind wir Ihnen sehr dankbar.

Liebe Naturfreunde
Ich staune immer wieder, mit welch immensem Arbeitseinsatz Sie das Buchberghaus erneuert und verbessert haben. Sie haben allen Grund, stolz zu sein auf dieses gastliche und wohnliche Haus. Sie haben es über 100 Jahre geschafft, die Herberge immer wieder den wechselnden Bedürfnissen anzupassen, so dass bis heute fast jedes Kind in der Region das Buchberghaus kennt und damit so manch schöne Erinnerungen verbindet. Dank dem neuen Waldlehrpfad, der mich als Forstreferent natürlich besonders freut, wird das Buchberghaus für Familien und auch Schulklassen in Zukunft noch spannender.

Das sind Gründe genug, Ihnen im Namen des Stadtrats ganz herzlich zu gratulieren. zum Jubiläum, zu ihrem tollen Haus und zum neuen Waldlehrpfad - zu dem die Stadt als Zeichen der Anerkennung einen Baum gesponsert hat.
Ich hoffe, dass auch weiterhin zahlreiche Menschen hier, mitten in dieser wunderbaren Natur, noch viele gesellige Stunden erleben können und wünsche dem Verein wie dem Buchberghaus nur das Beste für die Zukunft.


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